Beim LT1 OÖ-Liga-Klub SV Zebau Bad Ischl fällt die Zwischenbilanz trotz Rang 13 nicht nur nüchtern aus. Sektionsleiter Johann Roitmayer blickt vor allem auf den Endspurt nach dem Trainerwechsel zurück, spricht von neun Punkten aus den letzten sechs Spielen und sagt: „Da hat man gesehen, was in der Mannschaft steckt.“ Dazu kommen ein neuer Trainer, ein Neuzugang und kaum Verletzungssorgen.

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Johann Roitmayer schaut nicht zuerst auf die nackte Platzierung, sondern auf die Entwicklung, die seine Mannschaft in den letzten Wochen der vergangenen Saison genommen hat. Gerade der Abschnitt nach dem Trainerwechsel ist für ihn der Teil, der hängen geblieben ist. „Nach dem Trainerwechsel haben wir in den letzten sechs Spielen neun Punkte gemacht. Da hat man gesehen, was in der Mannschaft steckt“, sagt der Sektionsleiter. Diese Phase ist für ihn ein klarer Hinweis darauf, dass in der Mannschaft mehr vorhanden ist, als es eine einzelne Tabellenposition ausdrücken kann. Wer auf die jüngsten Ergebnisse blickt, sieht auch, warum Roitmayer von einem gemischten, aber nicht enttäuschenden Bild spricht. Auf das 3:2 gegen Gschwandt folgte zwar das deutliche 0:7 gegen Bad Leonfelden, danach gelang mit dem 2:0 gegen Ostermiething aber wieder ein Erfolg, ehe zum Abschluss eine knappe 2:3-Niederlage gegen Friedburg stand. Für Roitmayer überwiegt trotzdem, dass die Mannschaft die Saison nicht auslaufen ließ, sondern noch einmal anschob. „Wir haben uns nicht viel vorgenommen, aber das, was wir erreicht haben, hat gepasst“, bringt er seine Sicht auf die vergangene Saisonphase auf den Punkt.
Auch personell bleibt es in Bad Ischl überschaubar, was im Unterhaus oft kein Nachteil ist. Dazu kommt laut dem Sektionsleiter noch Dejan Kukic, der aktuell noch ohne neuen Verein ist. Auf der Zugangsseite gibt es bisher einen Namen, den Roitmayer konkret nennt: Leon Cubrelji kommt vom SV Gmunden und ist als Innenverteidiger eingeplant. Damit ist klar, in welchem Bereich der Kader verstärkt wurde. Dazu gibt es auch auf der Trainerbank eine wichtige Veränderung. „Robert Lenz hat Bad Ischl übernommen als Trainer“, sagt Roitmayer und verweist darauf, dass die Personalie bereits bekannt ist. Gerade nach einer Saison, in der der Endspurt durch einen Wechsel neue Energie gebracht hat, wird man in Bad Ischl genau beobachten, ob sich dieser Schwung mit dem neuen Trainer in die kommende Spielzeit mitnehmen lässt. Von einem großen Umbruch ist jedenfalls nicht die Rede, vielmehr wirkt es so, als wolle der Verein auf eine funktionierende Basis aufbauen und gezielt nachschärfen.
Wenn Roitmayer über jene Spieler spricht, die im Verein besonders wichtig sind, landet er schnell bei seinem Kapitän. Rudolf Durkovic ist für ihn weiter die zentrale Figur in der Mannschaft. „Durkovic ist immer zu erwähnen“, sagt der Sektionsleiter, und er schiebt auch gleich den Grund nach. Der Kapitän gehe voran und habe in der vergangenen Saison auch „die entscheidenden Tore geschossen“. Dass Durkovic noch ein weiteres Jahr dranhängt, ist für Roitmayer alles andere als eine Randnotiz, sondern ein starkes Signal für die Mannschaft. Bei der Personalsituation insgesamt klingt der Sektionsleiter derzeit recht entspannt. Franjo Dramac hat zwar etwas am Knöchel, doch Roitmayer bremst mögliche Sorgen sofort. „Das ist nicht so tragisch. Er hat gestern bereits ein bisschen trainiert“, sagt er. Viel wichtiger ist für ihn die Gesamtmeldung: „Momentan dürften alle fit sein.“ Auch bei der Frage nach dem stärksten Eindruck in der Liga muss Roitmayer nicht lange überlegen. „Wenn jeder Bad Leonfelden sagt, dann sage ich auch Bad Leonfelden“, meint er. Für Bad Ischl ist der Blick aber vor allem nach innen gerichtet: Der gute Endspurt, ein überschaubarer Kaderumbau und eine stabile Achse rund um Durkovic sollen die Grundlage dafür sein, dass die kommende Saison ruhiger und konstanter verläuft.