Bei der Union Unis Gschwandt geht man die neue Saison in der LT1 OÖ-Liga mit klarer Haltung an: weiter lernen, als Einheit auftreten und den Klassenerhalt wieder schaffen. Sportlicher Leiter Maximilian Holzleitner sieht nach einem lehrreichen ersten Jahr in der Liga Fortschritte, warnt aber zugleich davor, sich damit zufrieden zu geben. Vor dem Start in Cup und Meisterschaft setzt der Verein bewusst auf Kontinuität und das Kollektiv.

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Der Blick zurück fällt bei Maximilian Holzleitner nüchtern, aber keineswegs negativ aus. Union Gschwandt bewegte sich in der vergangenen Saison lange auf den Plätzen 15 und 16 und schloss die Spielzeit auf Rang 15 ab. Genau dazu passt auch seine Einordnung. „Wir haben das erste halbe Jahr gebraucht, um in der Liga anzukommen“, sagt Holzleitner. Für Union Gschwandt sei von Anfang an klar gewesen, dass die OÖ-Liga ein anderes Niveau mitbringt und man sich an diese Anforderungen erst herantasten müsse. Entscheidend war aus seiner Sicht deshalb nicht nur, dass die Mannschaft Erfahrungen gesammelt hat, sondern dass sie daraus auch etwas mitnehmen konnte. „Wir haben viele wichtige Erkenntnisse und Erfahrungen gesammelt und es dann geschafft, aus diesen Erfahrungen Wert zu schöpfen“, so Holzleitner. Vor allem in der zweiten Saisonhälfte habe Gschwandt dann „ein deutlich verbessertes Gesicht gezeigt“ und auch mehr Punkte geholt. Gleichzeitig macht der sportliche Leiter klar, dass der Weg noch nicht zu Ende ist. „Wir wissen trotzdem, dass das noch nicht das Ende der Fahnenstange ist und dass wir weiter lernen müssen.“
Diese Haltung zieht sich bei der Union nicht nur durch die Analyse der vergangenen Monate, sondern auch durch die Ausrichtung für die neue Saison. Holzleitner hebt bewusst keinen einzelnen Spieler hervor, sondern spricht immer wieder von der Mannschaft als Ganzes. „Es gibt bei uns keine Spieler hervorzuheben. Bei uns ist der Star die Mannschaft“, sagt er. Für Union Gschwandt ist das keine Floskel, sondern die Grundidee, mit der der Verein in dieser Liga bestehen will. „Wenn jeder Spieler alles dem Erfolg unterordnet, dann werden wir auch genug Punkte holen in dieser Liga“, betont Holzleitner. Personell hat sich im Kader dennoch etwas getan. Auf Abgangsseite verlor die Union Gschwandt Jonas Rohner, Damir Gavric, Selman Neziri und Thomas Altmanninger. Neu dazugekommen sind mit Sasa Petrovic ein Angreifer von Traun, mit Patrick Spitzbart ein Flügelspieler, mit Anid Curkic ein zentraler Mittelfeldspieler von Viktoria Marchtrenk und mit Simon Brandstötter ein Torwart aus der Lask Akademie, der im Frühjahr bei Landesliga-Absteiger Neuhofen/I. aktiv war. Auch diese Änderungen ordnen sich in die Linie ein, den Kader breiter aufzustellen, ohne vom eigenen Weg abzuweichen.
Abseits des Platzes setzt Gschwandt ebenfalls auf Ruhe und Verlässlichkeit. Das Trainerteam bleibt im Kern bestehen, was für Holzleitner ein wichtiger Punkt in der weiteren Entwicklung ist. „Wir haben das Trainerteam gleich belassen. Wir vertrauen voll und ganz unserem Headcoach“, sagt der sportliche Leiter. Auch das passt zur Linie des Vereins, den eingeschlagenen Weg ohne große Unruhe fortzusetzen. Holzleitner spricht dabei ausdrücklich davon, weiterhin den „Gschwandtner Weg“ gehen zu wollen. Abgesehen davon sei der Kader fit und bereits im Trainingsbetrieb. Gerade in einer Liga, in der Breite und Belastbarkeit schnell zum Thema werden können, ist das für die Union Gschwandt ein nicht unwichtiger Faktor.
Dass die Aufgabe auch heuer groß bleibt, daraus macht in Gschwandt niemand ein Geheimnis. Holzleitner spricht mit Respekt über die Konkurrenz und vermeidet jede Überheblichkeit. „Ich glaube, dass jeder Verein in dieser Oberösterreichliga auf eine gewisse Art beeindruckt und absolut die Berechtigung hat, in dieser Liga zu spielen“, sagt er. Der Plan für die nächsten Wochen ist klar: zwei Testspiele, danach die erste Cup-Runde und dann der Start in die Meisterschaft auswärts. Das große Ziel formuliert Holzleitner ohne Umwege. Die Union Gschwandt wolle „über das Kollektiv“ auftreten und „so auch wieder den Klassenerhalt schaffen“. Genau daran wird sich die kommende Saison für den Verein messen lassen.