Spielberichte

„Unser Anspruch ist wieder das vordere Drittel“: Bad Wimsbach will nach Platz vier offensiv zulegen

SK Bad Wimsbach

Der vierte Platz war für den SK Schachner Bad Wimsbach 1933 am Ende zwar ordentlich, ganz ohne Nachgeschmack blieb die Saison aber nicht. Lange hielt sich die Mannschaft im Spitzenfeld der Landesliga West, ehe sie den dritten Rang am letzten Spieltag noch aus der Hand gab. Im Verein überwiegt trotzdem die Zufriedenheit. Gleichzeitig ist klar, wo im Sommer angesetzt werden muss: Der SKW will im letzten Drittel gefährlicher werden, junge Spieler näher an die Kampfmannschaft heranführen und auch heuer wieder vorne mitspielen.

Spieler steht mit dem Fuß auf einem orangenen Ball

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Nach schwierigem Beginn kam die Wende im Herbst

„Wir haben eigentlich eine ganz gute Saison gespielt“, sagt Co-Trainer Gerald Hofer. Der Start in die vergangene Spielzeit verlief allerdings holprig, die Probleme im Sommer waren laut Hofer „nicht zu übersehen“. Erst in der zweiten Hälfte der Herbstmeisterschaft kam neue Dynamik auf, als beim Landesligisten der Trainer gewechselt wurde. Danach drehte sich die Saison aus Sicht der Wimsbacher deutlich. Hofer spricht von einer „ziemlichen Serie“, die seine Mannschaft startete. Der Aufschwung zog sich über die Winterpause, auch die Vorbereitung auf das Frühjahr sei „super“ gewesen. Dazu kam ein gelungener Start nach der Pause. Bad Wimsbach arbeitete sich damit in jene Tabellenregion vor, in der man bis zum Schluss im Kampf um Platz drei mitreden konnte.

Verletzungen bremsten den Lauf

Dass es am Ende dennoch nicht für das Podium reichte, führt Hofer vor allem auf die Phase nach dem guten Frühjahrsbeginn zurück. „Dann haben wir ein bissl Pech gehabt, verletzte Spieler etcetera“, sagt er. Die Mannschaft hielt sich zwar lange auf Rang drei, rutschte mit der Niederlage am letzten Spieltag aber noch hinter Pettenbach/Grünau zurück und beendete die Saison auf Platz vier. Die Bilanz fällt intern trotzdem positiv aus. Hofer nennt das Abschneiden „eigentlich sehr zufriedenstellend“. Das passt zur Gesamteinschätzung eines Teams, das nach einem schwierigen Auftakt die Kurve bekam, über Monate konstant punktete und sich in der oberen Tabellenhälfte festsetzte. Die Enttäuschung über den verpassten dritten Platz ist da, sie überdeckt aber nicht den Eindruck einer insgesamt gelungenen Saison.

Im letzten Drittel soll mehr Durchschlagskraft kommen

Für die Vorbereitung ist der Schwerpunkt klar gesetzt. „Wir werden offensiv stärker werden müssen“, betont Hofer. Vor allem der Weg in die gefährlichen Zonen soll sauberer und konsequenter werden. „Das Spiel ins letzte Drittel hinein müssen wir einfach verbessern, damit wir wieder gefährlicher werden.“ Gleichzeitig will Bad Wimsbach nicht alles umkrempeln. Die vorhandenen Stärken sollen erhalten bleiben. Hofer spricht davon, weiter an den „Tugenden“ zu arbeiten und das eigene Niveau zu halten. Die Stoßrichtung ist damit klar umrissen: mehr Qualität und Zielstrebigkeit in der Offensive, ohne die Basis zu verlieren, die das Team in der vergangenen Saison über weite Strecken getragen hat.

Überschaubare Veränderungen im Kader

Im personellen Bereich gibt es bisher einige, aber keine größeren Veränderungen. Verlassen haben den Verein Stürmer Lukas Mayr, Außenverteidiger Mario Gaubinger und Tormann Simon Oelz. Auf der Zugangsseite wurde mit Bayram Gas aus Bad Schallerbach bislang ein Neuzugang genannt, der das Mittelfeld verstärken soll. Hinzu kommt ein Rückkehrer innerhalb des bestehenden Aufgebots: Jakob Stockinger ist nach seinen Gesichtsbrüchen wieder ein Thema. Änderungen im Trainerstab oder sonstige größere Neuigkeiten im Vereinsumfeld gibt es laut Hofer derzeit nicht.

Vorne mitspielen und junge Kräfte entwickeln

Bei der Zielsetzung formuliert der Co-Trainer den Anspruch ohne große Umschweife: „Natürlich ist unser Anspruch, wieder im vorderen Drittel der Tabelle zu sein.“ Der SK Bad Wimsbach will also nicht bloß eine ruhige Saison spielen, sondern erneut in jener Gruppe auftauchen, die in der Landesliga West früh nach oben schaut. Dazu kommt ein zweiter Schwerpunkt, der über die reine Platzierung hinausgeht. Junge Spieler sollen wieder an die Kampfmannschaft herangeführt und dort zu Stammspielern entwickelt werden. Der SKW verbindet den sportlichen Anspruch damit klar mit Kaderentwicklung. Nach einer Saison mit Aufholjagd, langer Zeit im Spitzenfeld und einem bitteren Ende auf Rang vier geht Bad Wimsbach nun in die nächste Saison – mit dem Ziel, vorne noch gefährlicher zu werden.