Zum Auftakt in der Landesliga West trennten sich der ATSV Ammer Tank Sattledt und die SPG Pettenbach/Grünau mit einem 1:1-Unentschieden. Nach der Führung durch Sertan Cam und einer großen Möglichkeit direkt nach der Pause war für Neo-Trainer Reinhard Klug vor allem eine Szene ausschlaggebend. Weil das 2:0 ausblieb, kam der Gegner zurück. Am Ende sprach Klug von einem gerechten Remis in einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie.

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Reinhard Klug sah über die gesamten 90 Minuten hinweg ein enges Spiel, in dem beide Mannschaften zu ihren Möglichkeiten kamen. "Im Grunde war es eine sehr ausgeglichene Partie, mit Chancen auf beiden Seiten in der ersten und auch in der zweiten Halbzeit. Unentschieden ist eigentlich ein gerechtes Ergebnis", sagte der neue ATSV-Trainer nach dem Schlusspfiff. Ganz ohne kritische Momente begann der Abend für seine Mannschaft aber nicht. Gleich zu Beginn hatte die SPG Pettenbach/Grünau laut Klug eine sehr gute Chance, die der Sattledter Tormann stark hielt. Danach fand die Heimelf besser hinein, übernahm laut ihrem Trainer mehr vom Spiel und war vor der Pause chancentechnisch sogar leicht im Vorteil. Belohnt wurde diese Phase in der 43. Minute, als Sertan Cam das 1:0 erzielte und Sattledt mit einer Führung in die Kabine ging.
Den entscheidenden Knackpunkt machte Klug sehr klar an einer Szene unmittelbar nach Wiederbeginn fest. "Auf unserer Seite war das sicher die Chance in der 47. Minute zum 2:0. Das war eine entscheidende Spielsituation", sagte er. Genau diese Möglichkeit ließ der ATSV ungenützt, und damit blieb Pettenbach im Spiel. Klug schilderte, dass der Gegner danach ein wenig das Spielgeschehen übernahm und sich den Ausgleich in dieser Phase auch verdiente. In der 59. Minute stellte Antonio Dukic auf 1:1. Danach war die Partie laut dem Sattledter Coach offen in beide Richtungen. "Dann war das Spiel eigentlich immer offen", meinte Klug und verwies darauf, dass sowohl die SPG als auch Sattledt noch Möglichkeiten vorfanden, um das Spiel für sich zu entscheiden. Gerade deshalb blieb für ihn der Eindruck, dass nicht die Spielanlage, sondern in erster Linie die fehlende letzte Konsequenz vor dem Tor den Ausschlag gab.
Mit der Leistung seiner Mannschaft war Klug in vielen Punkten dennoch einverstanden, weil der ATSV Sattledt gegen einen von ihm hoch eingeschätzten Gegner dagegenhielt. "Wir sind sehr kompakt gestanden, haben wenig Raum zugelassen, waren eng in den Abständen und gut in den Zweikämpfen", fasste er den defensiven Auftritt zusammen. Auch nach vorne sah er einiges, das ihm gefiel: gute Kombinationen, immer wieder Nadelstiche und insgesamt eine "sehr gute Mannschaftsleistung".
Was letztlich fehlte, war für ihn klar benennbar. "Gefehlt hat im Prinzip die Chancenauswertung, aber nicht nur auf unserer Seite, sondern auch auf der Seite des Gegners", sagte Klug. Dass der Punkt nicht schlecht einzuordnen ist, hängt für ihn auch mit der Qualität des Gegenübers zusammen. Die SPG Pettenbach/Grünau sei "ein Top-Gegner" und für ihn sogar ein Favorit auf den Titel in der Landesliga West.
In der Schlussphase gab es noch eine Rote Karte gegen Pettenbachs Antonio Dukic. Klug sprach von einem klaren Ausschluss und beurteilte die Leistung des Schiedsrichters darüber hinaus als in Ordnung. So bleibt für den ATSV Sattledt zum Start ein Punkt aus einem Spiel, das laut dem eigenen Trainer keinen Sieger zwingend verdient hatte, indem aber der Heimsieg nach der ausgelassenen Chance zum 2:0 durchaus möglich gewesen wäre.