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„Wenn wir gleich das 2:0 machen, wird das Spiel für den Gegner schwieriger“ – SK Kammer hadert mit 1:1-Remis

SV Riedau
SK Kammer

Zum Auftakt der Landesliga West endete das Duell zwischen dem SV Luksch Riedau und dem SK UEBEX LED Kammer mit einem 1:1-Remis. Nach der frühen Führung der Gäste durch Boris Bisercic und dem Ausgleich von Niklas Aigner blieb bei den Besuchern das Gefühl, dass sogar mehr drinnen gewesen wäre. Trainer Jürgen Schobesberger sah gute Phasen seiner Mannschaft, ärgerte sich aber vor allem über das verpasste 2:0.

Fußballspieler legt sich den Ball auf

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Frühe Führung, aber die Entscheidung blieb aus

Für den SK Kammer begann der Freitagabend ideal. Schon in der 4. Minute brachte Boris Bisercic die Gäste in Führung, und mit diesem Stand ging es später auch in die Pause. Jürgen Schobesberger hatte im Vorfeld ohnehin kein einfaches Auftaktspiel erwartet. "Gegen einen Aufsteiger und eher unbekannten Gegner ist es immer schwierig", sagte der Trainer. Die Phase nach dem Tor beschrieb er aber nicht als klare Angelegenheit, sondern als enges Spiel. "Es war sehr ausgeglichen", so Schobesberger. Gerade deshalb wog die frühe Führung aus seiner Sicht schwer. "Wir waren natürlich sehr glücklich, dass wir so früh in Führung gegangen sind." Gleichzeitig sah er schon vor dem Seitenwechsel die große Möglichkeit, das Spiel stärker in die eigene Richtung zu ziehen. "Wir haben noch ein, zwei Möglichkeiten gehabt, die Führung auszubauen. Wir haben gehofft, dass wir mit dem zweiten Tor zumachen können." Genau dieses zweite Tor blieb aber aus.

Nach dem 1:1 war wieder alles offen

Nach der Pause veränderte sich die Partie laut Schobesberger spürbar. "Nach Wiederbeginn war der SV Riedau etwas spielbestimmender", sagte er, und diese Phase führte in der 71. Minute auch zum Ausgleich durch Niklas Aigner. Für Kammer war das aber nicht der Moment, in dem die Partie endgültig kippte. Der Trainer hatte vielmehr den Eindruck, dass seine Mannschaft danach wieder besser hineinfand. "Nach dem Tor sind wir wieder eher ins Spiel zurückgekommen", erklärte er. Gerade in dieser Phase sah er die beste Gelegenheit, doch noch alle drei Punkte mitzunehmen. "Wir haben uns drei sehr, sehr gute Chancen herausgespielt, aber leider nicht gemacht." Dass am Ende trotzdem beide Mannschaften mit einem Punkt vom Platz gingen, lag auch daran, dass es bis zum Schluss offen blieb. "Mit Schlusspfiff hat Riedau noch eine sehr große Chance gehabt", sagte Schobesberger. Sein Eindruck vom Spielverlauf war daher klar: Mal war die eine, mal die andere Mannschaft näher dran.

Im Aufbau gut, bei hohen Bällen anfällig

Aus Sicht des Trainers nahm der SK trotz des verpassten Sieges einige brauchbare Dinge mit. Vor allem im eigenen Spielaufbau sah er vieles so, wie es geplant war. "Wir haben probiert, das, was wir uns vorgenommen haben, auch umzusetzen. Das hat sehr gut funktioniert", sagte Schobesberger. Gleichzeitig nannte er aber auch den Bereich, in dem der Aufsteiger immer wieder Druck aufbauen konnte. "Mit hohen Bällen haben wir öfter Probleme gehabt. In der Restverteidigung und bei zweiten Bällen war das für uns nicht einfach." Genau dort sah er einen wesentlichen Grund dafür, dass die Heimischen nach dem Rückstand besser ins Spiel kamen. Schobesberger sprach in diesem Zusammenhang auch ein Lob für den Gegner aus. "Riedau ist eine sehr solide Mannschaft", meinte er. Vor allem mit den hohen Bällen habe der Gegner seine Mannschaft "sehr gut" unter Druck gesetzt.

Auftakt mit einem Punkt und klarer Erkenntnis

Zum Start in eine neue Meisterschaft ist ein Auswärtspunkt grundsätzlich kein schlechter Ertrag, und genau in diesem Spannungsfeld ordnete Jürgen Schobesberger das 1:1 auch ein. "Das erste Meisterschaftsspiel ist immer sehr schwierig", sagte er und verwies darauf, wie wichtig der Einstieg in die Saison ist. Gleichzeitig blieb beim SK Kammer das Gefühl, dass mehr möglich gewesen wäre, wenn nach der frühen Führung rasch nachgelegt worden wäre. "Wenn wir gleich das 2:0 machen, wird das Spiel für den Gegner schwieriger", brachte der Trainer den entscheidenden Punkt des Abends auf den Punkt. Abseits des Sportlichen verlief die Partie nach seiner Einschätzung ruhig. "Strittige Situationen hat es überhaupt keine gegeben, und der Schiedsrichter hat das Spiel sehr gut im Griff gehabt." So stand am Ende ein Remis, mit dem man gut leben kann, das aber auch noch länger ein wenig nachhängen wird.

Landesliga West: SV Riedau : SK Kammer - 1:1 (0:1)

  • 71
    Niklas Aigner 1:1
  • 4
    Boris Bisercic 0:1

 

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