In der Landesliga West hat der SC Schwanenstadt das Heimspiel gegen die Union Peuerbach mit 2:0 gewonnen und damit auch im zweiten Saisonspiel voll angeschrieben. Trainer Edvin Durgutovic sah eine zähe, kampfbetonte Partie, in der seine Mannschaft vor allem Ruhe und Geduld wirklich brauchte. Entscheidend war für ihn die Führung vor der Pause: „Da wussten wir, dass wir gut im Spiel sind.“

Image by Stadien_NRW from Pixabay
Schwanenstadt fand nach Einschätzung von Edvin Durgutovic gut in die Partie hinein. „Wir sind ziemlich gut in die Partie gestartet“, sagte der Trainer und verwies auf zwei frühe Abschlüsse von Kristian Rafajac und Elmas Abdic. Danach kam die Union Peuerbach besser in die Begegnung und setzte selbst zwei gute Aktionen nach vorne, ohne sie zu nutzen. Gerade in dieser Phase zeigte sich schon, was den Abend prägen sollte. Peuerbach stand sehr kompakt, war in den Zweikämpfen präsent und ließ in den Räumen wenig zu. Durgutovic brachte es auf den Punkt: „Es war spielerisch nicht unbedingt ein Leckerbissen, aber eine sehr kampfbetonte und taktisch geprägte Partie.“ Kurz vor der Pause belohnte sich der SC dann doch, als Ivica Zelic in der 37. Minute aus rund 18 Metern zum 1:0 traf. Noch vor dem Seitenwechsel hatte Raphael Hofstätter die nächste gute Möglichkeit, ließ das 2:0 aber liegen.
Nach der Pause setzte sich dieses Bild zunächst fort. Viel Abtasten, viel Kampf, wenig Räume – und trotzdem hatten die Schwanenstädter nach und nach wieder etwas mehr vom Spiel. Edvin Durgutovic erklärte, dass seine Mannschaft vor allem ruhig bleiben musste, weil die Union weiter sehr tief und kompakt stand und auf Umschaltmomente lauerte. „Für mich als Trainer war das ein Spiel, in dem man 90 Minuten lang fokussiert bleiben, jeden Zweikampf annehmen und geduldig sein musste“, sagte er. Genau darin sah er auch einen wichtigen Grund für den Heimsieg. Die 1:0-Führung sei „definitiv für den Kopf wichtig“ gewesen. Ebenso entscheidend war für ihn, dass der SC in dieser Phase nicht hektisch wurde: „Wir sind kompakt geblieben und haben den Gegner gut vom Tor ferngehalten.“
Erst in der Schlussphase öffnete sich die Partie etwas mehr. In den letzten 15 Minuten rückte die Sulimani-Elf höher auf und drängte auf den Ausgleich, der SC Schwanenstadt bekam dadurch aber auch die Räume, auf die es lange hatte warten müssen. Genau aus so einer Umschaltaktion fiel dann die Entscheidung. Über die linke Seite lief der Angriff über Lukas Mayer, danach setzte sich Jan Reisinger auf außen durch und spielte den Querpass in die Mitte. Leon Lacic-Klaric stand allein vor dem Tor und vollendete in der 89. Minute souverän zum 2:0. Edvin Durgutovic nannte diesen Treffer „die Draufgabe“. Ganz erledigt war der Abend damit zwar noch nicht, weil Peuerbach am Ende noch die Latte traf, am verdienten Heimsieg von SC Schwanenstadt änderte das aber nichts mehr.
Dass es gegen die Union Peuerbach kein einfacher Abend werden würde, überraschte den Trainer ohnehin nicht. „Der Gegner war taktisch sehr gut, sehr kompakt, sehr zweikampfstark und robust“, sagte Edvin Durgutovic und sprach von einer „qualitativ sehr guten und sehr schwer zu bespielenden Mannschaft“. Gerade deshalb ordnete er den Erfolg auch höher ein als ein normales 2:0. Schwanenstadt musste sich die drei Punkte mit Geduld und Disziplin erarbeiten und blieb dabei bis zum Schluss stabil. In der Tabelle steht der SC nach zwei Runden damit bei sechs Punkten und hat den Start in die neue Saison makellos hingelegt.