In der Landesliga West musste sich der SV Pöttinger Grieskirchen am Freitagabend beim UFC Eferding mit 0:3 geschlagen geben. Zur Pause hatte es in einer zähen Partie noch 0:0 gestanden, ehe die Gastgeber das Spiel in der Schlussphase auf ihre Seite zogen. Für Josef Iglseder war vor allem eine schlecht verteidigte Standardsituation der Knackpunkt in einer Partie, die aus seiner Sicht lange auf bescheidenem Niveau verlief.

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Josef Iglseder machte direkt nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, wie er die 90 Minuten gesehen hat. „Es war ein chancenarmes Spiel auf bescheidenem Niveau“, sagte der Sportliche Leiter und verwies dabei auch auf die äußeren Bedingungen. Der Platz sei wegen des Windes und des vielen Regens schwer zu bespielen gewesen, was dem Spiel anzumerken war. Nach seiner Einschätzung kam der UFC Eferding besser hinein und hatte vor allem in der Anfangsphase Vorteile. „Eferding war anfangs besser, dann haben wir besser in das Spiel gefunden“, fasste Iglseder diese erste Entwicklung zusammen. Dass zur Pause noch keine Tore gefallen waren, passte daher gut zum Bild dieser Begegnung. Vieles spielte sich zwischen den Strafräumen ab, klare Möglichkeiten blieben Mangelware, und auch aus Sicht der Gäste war schon früh zu erkennen, dass es an diesem Abend eher um Geduld und um kleine Details gehen würde als um einen offenen Schlagabtausch.
Nach dem Seitenwechsel sah Iglseder seine Mannschaft sogar mit Vorteilen. „In der zweiten Halbzeit waren wir die feldüberlegene Mannschaft, hatten jedoch kaum Torchancen“, sagte er. Genau darin lag aus seiner Sicht das Problem, denn die längeren Ballbesitzphasen führten nicht zu jener Durchschlagskraft, die in so einem engen Spiel nötig gewesen wäre. Dann kam in der 77. Minute jene Szene, die für ihn den Abend entschied: Ein Eigentor von German Rudelstorfer brachte den UFC Eferding mit 1:0 in Führung. Iglseder sprach von einer Kleinigkeit, die den Ausschlag gab. „Es war eine Standardsituation, die wir nicht gut verteidigt haben. Das war eine Kleinigkeit, die das Spiel entschieden hat“, sagte er. Für den Funktionär war klar, dass der späte erste Treffer in so einer Partie besonders schwer wog. „Der, der das erste Tor schießt, wird das Spiel wahrscheinlich gewinnen, vor allem zu diesem späten Zeitpunkt.“ Grieskirchen musste danach aufmachen, hatte laut Iglseder noch eine Großchance auf das 1:1, bekam in dieser Phase aber nicht mehr den Ausgleich. Stattdessen erhöhte Silvio Hemmelmayr in der 85. Minute auf 2:0, ehe Roman Eckmayr in der Nachspielzeit noch das 3:0 nachlegte.
Dass das Ergebnis am Ende deutlich ausfiel, war für Iglseder auch eine Folge dessen, was seiner Mannschaft mit dem Ball gefehlt hat. Er beschrieb über weite Strecken durchaus Kontrolle, vor allem ab der Mitte der ersten Halbzeit und dann über große Teile der zweiten. „Wir hatten sehr viel Ballbesitz, viel Spielkontrolle, waren jedoch mit dem Ball nicht gut genug, um uns zwingende Torchancen herauszuspielen“, sagte er. Seine Kritik zielte dabei nicht auf die Einstellung, sondern auf die letzte Konsequenz im Offensivspiel. „Wir spielten zu oft quer, hatten kaum Raumgewinn“, meinte Iglseder und forderte, diese langen Ballbesitzphasen künftig besser in Chancen umzuwandeln. Gerade im letzten Drittel müsse seine Mannschaft noch dominanter werden und mehr Druck erzeugen. Trotz der Niederlage wollte er den Auftritt aber nicht rundweg schlechtreden. „Die Einstellung der Mannschaft war wieder völlig in Ordnung. Man sieht, dass die Mannschaft absolut intakt ist, unbedingt gewinnen will und 90 Minuten alles dafür tut, um das Spiel zu gewinnen“, sagte er. Deshalb blickt man in Grieskirchen trotz des 0:3 nicht nur auf das Ergebnis, sondern auch darauf, was in dieser Partie über lange Zeit ordentlich war. „Diesmal hat es nicht geklappt. Wir sind aber zuversichtlich, dass es nächstes Mal wieder klappen wird.“