Spielberichte

Defensiv stabil, vorne zu harmlos: SV Grieskirchen nimmt aus Esternberg nur einen Punkt mit

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SPG Esternberg/St. Roman
SV Grieskirchen

In der Landesliga West blieb das Duell zwischen der SPG Esternberg/St. Roman und dem SV Pöttinger Grieskirchen ohne Sieger und ohne Tore. Beim 0:0 in Runde sechs sah Co-Trainer Jürgen Offenzeller über 90 Minuten ein chancenarmes Spiel auf überschaubarem Niveau. Weil seine Mannschaft defensiv ordentlich stand, sich nach vorne aber kaum klare Szenen erspielte, ging das Remis für ihn unter dem Strich in Ordnung.

Ball auf Rasen

Foto von Michael Wright auf Unsplash


Ein 0:0, das sich früh abgezeichnet hat

Viel Bewegung in den Strafräumen gab es in dieser Partie nicht, und genau deshalb passte auch der torlose Zwischenstand zur Pause gut ins Bild. Offenzeller beschrieb die 90 Minuten nüchtern: „Über 90 Minuten war es ein chancenarmes Landesligaspiel mit wenig Torraumszenen auf beiden Seiten. Deshalb ist das Unentschieden gerecht.“ Eine der wenigen Aktionen, die dem Grieskirchen-Co-Trainer in Erinnerung blieb, spielte sich noch vor dem Seitenwechsel ab, als Matthias Leibetseder für die Gäste zu einer guten Möglichkeit kam. Auf der anderen Seite wurden die Gastgeber nach seiner Einschätzung vor allem über Standards gefährlich. Dass es am Ende trotzdem beim 0:0 blieb, passte insgesamt gut zum Spielverlauf.

Hinten ordentlich, vorne weiter zu wenig

Aus Sicht der Grieskirchner war die eigene Leistung klar zweigeteilt. „Gut funktioniert hat die Defensive“, sagte Offenzeller, und diesen Satz konnte er nach einem Auswärtsspiel ohne Gegentor auch entsprechend belegen. Die Gäste ließen insgesamt wenig zu und hielten die Partie damit lange unter Kontrolle, zumindest was den Schaden nach hinten betrifft. Deutlich kritischer fiel sein Urteil über den Auftritt mit Ball aus. „Schlecht funktioniert hat die Offensive, weil wir uns kaum Torraumszenen erspielen konnten“, erklärte der Co-Trainer. Für ihn war das kein einmaliger Ausreißer an diesem Nachmittag, sondern ein Thema, das seine Mannschaft schon länger begleitet. „Wir konnten uns leider zu wenig Torchancen herausspielen, und dieses Problem zieht sich schon über mehrere Spiele“, sagte Offenzeller. Genau dort lag für ihn auch der Hauptgrund, warum aus dieser Partie nicht mehr als ein Punkt geworden ist.

Organisierte Gastgeber und nüchterner Blick nach vorne

Auch den Gegner ordnete Offenzeller ohne große Ausschläge ein, aber durchaus respektvoll. Er sprach von „einem gut organisierten Gegner“, der vor allem bei ruhenden Bällen „brandgefährlich“ gewesen sei. Das deckte sich mit dem Spielbild, denn aus dem laufenden Spiel heraus blieb auf beiden Seiten vieles überschaubar, während Standards immer wieder das meiste Potenzial auf Gefahr hatten. Diskussionen über den Unparteiischen wollte der Co-Trainer gar nicht erst aufkommen lassen. „Es gab keine diskussionswürdigen Szenen. Die Leistung von Schiedsrichter Wagner war unauffällig“, sagte er. Sein Gesamtfazit fiel deshalb entsprechend nüchtern aus: „Es war ein Landesligaspiel auf überschaubarem Niveau, bei beiden Mannschaften ist Luft nach oben.“ Mit dem Punkt steht der SV Grieskirchen nach sechs Runden bei sechs Zählern, zufrieden ist man damit aber nur bedingt. „Geht in Ordnung, aber grundsätzlich hätte man hier natürlich gerne drei Punkte mitgenommen, was wir jetzt am Freitag beim Heimspiel gegen Ohlsdorf unbedingt wollen“, stellte Offenzeller zum Schluss klar.