In der Landesliga West hat der ATSV Ammer Tank Sattledt gegen die Union Peuerbach trotz früher Führung mit 1:4 verloren. Zur Pause stand es noch 1:1, danach kippte die Partie aber klar in Richtung der Gäste. Neo-Trainer Harun Sulimani sah vor allem einen Moment als entscheidend an: den verschossenen Elfmeter der Hausherren, nach dem seine Mannschaft die Partie an sich zog.

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Dass das Ergebnis am Ende deutlich ausfiel, passte aus Sicht von Harun Sulimani lange nicht zum Verlauf der ersten Phase. "Für uns war es relativ schwer", sagte der Peuerbach-Trainer nach dem Auswärtssieg und sprach damit einen Abend an, an dem Sattledt zunächst mehr vom Spiel hatte. Vor allem in der Offensive hinterließen die Gastgeber Eindruck. Sulimani betonte, Sattledt habe "sehr gefährliche Spieler, die immer gefährlich gewesen sind", und er hielt auch fest, dass die Führung verdient gewesen sei. Diese fiel in der 18. Minute durch Dominik Balog. Peuerbach kam aber rasch zurück, weil Gabriel Badegruber nur zwei Minuten später zum 1:1 traf. Sulimani sprach dabei offen von einem Fehler des Gegners, der seiner Mannschaft den Ausgleich ermöglichte. So blieb Peuerbach trotz einer schwierigen Anfangsphase im Spiel, und mit dem 1:1 zur Pause war die Partie wieder völlig offen.
Entschieden wurde das Spiel laut Sulimani erst in der zweiten Halbzeit, und zwar in einer Phase, in der es auch anders hätte laufen können. Sattledt vergab einen Elfmeter, und genau diesen Moment stellte der Peuerbach-Coach in den Mittelpunkt seiner Einordnung. "Sicherlich war der verschossene Elfmeter von Sattledt und danach gleich das 2:1 für uns der Moment, wo man das Gefühl gehabt hat: Jetzt sind wir besser im Spiel", sagte Sulimani. Kurz darauf brachte Jan Schrank die Gäste in der 70. Minute mit 2:1 in Führung. Peuerbach nutzte den Umschwung dann konsequent. Das 3:1 durch Eldin Sehic in der 81. Minute hob Sulimani besonders hervor. "Wir haben dann das 3:1 durch ein super Tor gemacht, wo Eldin Sehic den Tormann aus rund 50 Metern überhebt", sagte er. Spätestens damit war die Partie aus seiner Sicht entschieden. Den Schlusspunkt setzte wieder Jan Schrank, der in der 90. Minute mit seinem zweiten Treffer auf 4:1 stellte.
So klar der Sieg am Ende auch aussah, Sulimani wollte daraus keinen Auftritt ohne jede Einschränkung machen. Er sprach davon, dass seine Mannschaft in manchen Phasen auch das nötige Glück gehabt habe. "Das haben wir gestern gehabt, was wir vielleicht in den Anfangswochen der Saison nicht so gehabt haben", sagte der Trainer. Gleichzeitig sah er nach dem 2:1 aber auch jene Seite seiner Mannschaft, auf die Peuerbach aufbauen kann. "Dann hat man schon gesehen, wenn wir Raum haben, dass wir große Qualität auf den Platz bringen können." Genau das zeigte sich in der Schlussphase, als die Gäste ihre Möglichkeiten deutlich besser nutzten und das Spiel endgültig in ihre Richtung drehten. Das war für Sulimani ein wichtiger Teil der Erklärung, warum aus einem über weite Strecken offenen Spiel am Ende noch ein klarer Auswärtssieg wurde.
Trotz der vier erzielten Tore sprach Sulimani auch die Punkte an, mit denen er nicht zufrieden war. "Verbesserungspotenzial gibt's immer", sagte er und nannte dabei vor allem das Zweikampfverhalten, "das war nicht gut". Dazu kamen für ihn noch "gewisse Abstimmungen", an denen seine Mannschaft weiter arbeiten müsse. Gleichzeitig trat er dem Gegner mit viel Respekt gegenüber. Der ATSV Sattledt sei "sicherlich besser als der Tabellenplatz" und habe "vor allem offensiv wirklich sehr hohe individuelle Qualität". Dass die Gastgeber nach dem Seitenwechsel den möglichen Weg zum 2:1 per Elfmeter liegen ließen, änderte für ihn nichts an diesem Eindruck. Für die Union Peuerbach bleibt damit ein Sieg, der sich erst nach der Pause öffnete, dann aber immer deutlicher wurde. Und Sulimani verband den Erfolg gleich mit einem klaren Auftrag für die nächsten Wochen: "Ich bin zuversichtlich, dass wir das in den Griff kriegen."