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„Das 1:0 war der Dosenöffner“ – Pettenbach/Grünau dreht in Riedau nach zähem Beginn auf

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SV Riedau
SPG Pettenbach/Grünau

In der Landesliga West hat sich SV Luksch Riedau lange gewehrt, am Ende setzte sich SPG Pettenbach/Grünau aber mit 3:0 durch. Trainer Wilhelm Wahlmüller sah zunächst eine kampfbetonte und ausgeglichene Partie, ehe seine Mannschaft ab der Mitte der ersten Halbzeit mehr Zugriff bekam. Ausschlaggebend war für ihn das frühe 1:0 nach der Pause: „Das war der Dosenöffner.“

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Riedau stört früh, Pettenbach braucht Anlauf

Der Beginn gehörte nach Einschätzung des Pettenbach-Trainers noch keineswegs klar den Gästen. „Zu Beginn war das Spiel eher kampfbetont und sehr ausgeglichen“, sagte Wahlmüller und machte auch kein Geheimnis daraus, dass Riedau anfangs sogar Vorteile hatte. Gleich in den ersten Minuten kamen die Gastgeber nach einer Standardsituation zu einer guten Möglichkeit, als Julian Glasner per Kopf gefährlich wurde. Auch danach blieb Riedau unangenehm und störte den Spielaufbau der Gäste konsequent. „Riedau hat unseren Spielaufbau immer wieder gestört, und das haben sie gut gemacht“, so Wahlmüller. Rund um die 20. Minute hatten die Innviertler noch eine weitere gute Chance, ehe sich das Bild langsam veränderte. Ab der 25. bis 30. Minute bekam Pettenbach mehr Ballbesitz, fand besser in die eigenen Abläufe und setzte den Matchplan sauberer um. Noch vor der Pause erspielten sich die Gäste laut ihrem Trainer eine große Möglichkeit und kurz vor dem Seitenwechsel noch eine zweite gute Chance. Das 0:0 zur Halbzeit passte daher zu einer Partie, in der Riedau stark begonnen hatte, Pettenbach aber immer mehr das Kommando übernahm.


Dukic bricht den Bann gleich nach der Pause

Was sich gegen Ende der ersten Hälfte angedeutet hatte, setzte sich nach dem Wechsel fort. Pettenbach kam mit viel Druck aus der Kabine, hatte über weite Strecken den Ball und drängte Riedau immer wieder zurück. Wahlmüller sprach davon, dass seine Mannschaft die Partie nun „über weite Strecken bestimmt“ habe und genau jene Räume bespielen konnte, die man sich vorgenommen hatte. Der verdiente Lohn folgte in der 52. Minute, als Antonio Dukic zum 0:1 traf. Für den Trainer war dieser Treffer mehr als nur die Führung. „Das 1:0 bald nach der Halbzeit war sicher der Dosenöffner“, sagte er, weil seine Mannschaft bis dahin zwar schon mehr vom Spiel hatte, sich aber noch nicht belohnt hatte. Gleichzeitig machte Wahlmüller klar, dass die Sache damit noch nicht erledigt war. Pettenbach wollte zwar rasch nachlegen, musste aber immer darauf achten, die Umschaltsituationen der Gastgeber nicht ins Rollen kommen zu lassen. Gerade weil Riedau mit Härte und Einsatz dagegenhielt, blieb das Spiel trotz der Führung noch offen.

Klausriegler legt spät nach und macht den Auswärtssieg deutlich

Dass das Ergebnis am Ende klar ausfiel, lag nach Worten des Trainers nicht daran, dass seine Mannschaft nach dem 1:0 alles eiskalt ausgenutzt hätte. Im Gegenteil. „Wir sind relativ fahrlässig mit unseren Torchancen umgegangen“, sagte Wahlmüller offen. Genau deshalb blieb die Partie länger spannend, als sie es aus Sicht der Gäste hätte sein müssen. Pettenbach erspielte sich weitere Möglichkeiten, ließ sie aber liegen und musste defensiv konzentriert bleiben, weil Riedau immer wieder versuchte, Nadelstiche zu setzen. Wahlmüller hob ausdrücklich hervor, dass seine Mannschaft hinten „alles aufbieten“ musste, um diese Vorstöße zu unterbinden. Erst in der 79. Minute fiel mit dem 0:2 die Vorentscheidung, als David Klausriegler traf. In der 89. Minute setzte derselbe Spieler mit seinem zweiten Tor an diesem Nachmittag den Schlusspunkt zum 0:3. Für Wahlmüller war der Sieg damit nicht nur verdient, sondern „auch in dieser Höhe verdient“, obwohl er dem Gegner ein starkes Auftreten bescheinigte. Riedau habe bis zum Schluss dagegengehalten und genau deshalb zähle dieser Auswärtserfolg umso mehr.

Viel Lob für die Mannschaft, aber auch ein klarer Auftrag

Nach dem Schlusspfiff überwog beim Pettenbach-Coach die Zufriedenheit, und die bezog sich nicht nur auf das Ergebnis. Vor allem die Reaktion nach dem schwierigen Start gefiel ihm. „Die größte Stärke war, dass wir nach keinem guten Beginn trotzdem in unser Spiel gefunden haben“, sagte Wahlmüller. Er verwies dabei auf Laufbereitschaft, Kampfgeist und darauf, dass seine Mannschaft ab der 25. Minute den Matchplan immer besser umsetzte. Ganz ohne Kritik wollte er den Auftritt aber nicht stehen lassen. „Verbesserungspotenzial ist auf alle Fälle, dass wir konzentrierter und intensiver in die Partie starten“, meinte er. Auch die Chancenauswertung sei weiter ein Thema, selbst wenn am Ende drei Tore herausschauten. Umso höher bewertet er die Null in der Fremde. „Mit der Null auswärts und den drei Toren können wir das Wochenende genießen“, sagte Wahlmüller, schickte noch ein ausdrückliches Lob an seine Mannschaft hinterher und machte zugleich klar, dass nach dem freien Sonntag der Blick schon wieder nach vorne geht. „Ab Montag wird der Fokus auf die nächste Partie gelegt.“

Landesliga West: SV Riedau : Pettenbach/Grünau - 0:3 (0:0)

  • 89
    David Alexander Klausriegler 0:3
  • 79
    David Alexander Klausriegler 0:2
  • 52
    Antonio Dukic 0:1