In der Landesliga West musste sich der SK UEBEX LED Kammer am Samstagnachmittag gegen den SK WIEHAG Altheim mit 0:1 geschlagen geben. Ein Treffer von David Damberger kurz vor der Pause entschied die Partie, in der Kammer laut Sportchef Markus Schneidhofer gegenüber dem letzten Auftritt verbessert war, sich für den Aufwand aber nicht belohnte und auch nach einer Gelb-Roten Karte weiter auf den Ausgleich hoffte.

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Schneidhofer machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass sein Team auf einen starken Gegner getroffen war. "Wir haben auf eine starke Mannschaft getroffen. Altheim ist sehr spielerisch, sehr lauffreudig und technisch stark", sagte der Sportliche Leiter. Gerade deshalb war aus seiner Sicht wichtig, dass Kammer vor allem in der ersten Halbzeit ein anderes Gesicht zeigte als zuletzt. "Wir haben gegenüber dem letzten Spiel speziell in der ersten Hälfte ein sehr gutes Spiel abgeliefert und sind dann trotzdem mit 0:1 in Rückstand geraten. Das war natürlich sehr bitter", so Schneidhofer. Der einzige Treffer fiel in Minute 45, als David Damberger den Ball am Sechzehner stark abschirmte, sich drehte und ins lange Eck abschloss. Genau diese Szene blieb aus Sicht der Gastgeber hängen, weil Kammer bis dahin zwar gefordert war, sich aber ordentlich gewehrt hatte.
Im zweiten Durchgang sah Schneidhofer seine Mannschaft stabiler als noch vor der Pause. "Wir haben in der zweiten Hälfte nicht mehr so viel zugelassen", erklärte er, dazu kam aus seiner Sicht auch die Chance, noch einmal in die Partie zurückzukommen. "Wir haben die eine oder andere Torchance zum Ausgleich gehabt, aber wir haben das Tor nicht gemacht", sagte Schneidhofer. Gerade das war für ihn der Punkt, der den Nachmittag am Ende so bitter machte, weil Kammer die Partie nicht einfach laufen ließ. "Die Mannschaft hat alles versucht. Die Mannschaft hat gekämpft und läuferisch aufgezeigt", betonte er. Gleichzeitig sparte er aber auch nicht mit Anerkennung für den Gegner. Altheim sei "ballsicher, spielfreudiger und läuferisch auf Top-Niveau" gewesen, dazu habe die Mannschaft über die ganze Linie "kompakt gewirkt". Für Schneidhofer war deshalb klar, dass die Gäste nicht zufällig als Sieger vom Platz gingen, auch wenn er ausdrücklich festhielt: "Ich will nicht sagen, dass wir unterlegen waren, weil wir haben dagegengehalten."
Ein weiterer Punkt, den Schneidhofer ansprach, war die Gelb-Rote Karte, die den SK Kammer zusätzlich schwächte. Aus seiner Sicht ging der Szene eine strittige Entscheidung voraus. "Eigentlich war davor ein Eckball für uns, aber dann wurde auf Abstoß entschieden", schilderte er die Situation. Zugleich wollte er das Ergebnis nicht am Unparteiischen festmachen. "Die Leistung von Schiedsrichter Acikgöz war nicht unbedingt die beste, aber am Referee sollen wir uns nicht rausreden", sagte Schneidhofer. Entscheidend blieb für ihn vielmehr, dass sein Team den einen Fehler vor dem Gegentor nicht ausgleichen konnte. "Der kleine Fehler und das eine Tor waren entscheidend", brachte er es auf den Punkt. Dass Kammer damit seit Längerem wieder einmal ein Heimspiel verlor, verschwieg er nicht, sah aber dennoch Ansätze. "Wir haben eine gewisse Unsicherheit, vielleicht brauchen wir ein bisschen mehr Feuer in der Mannschaft. Aber wir haben uns verbessert." Viel Zeit zum Hadern bleibt ohnehin nicht, denn der Fokus geht bereits auf die nächste Aufgabe. "Jetzt heißt es, die Mannschaft wieder aufzurichten, das Spiel zu analysieren und uns auf Schwanenstadt vorzubereiten", so Schneidhofer.