In der Landesliga West musste sich die SPG IKUNA Natternbach/St. Willibald gegen die SPG Esternberg/St. Roman mit 1:2 geschlagen geben. Lange sah es nach einer engen Partie mit viel Mittelfeldspiel aus, ehe Standards und die Schlussphase den Ausschlag gaben. Trainer Thomas Stranzinger nannte danach den Eckball zum 0:1 als Wendepunkt und ordnete die Heimniederlage als Teil eines Lernprozesses ein.

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Die erste Halbzeit passte ziemlich genau zu dem Eindruck, den Stranzinger nach dem Schlusspfiff schilderte. Viel spielte sich im Mittelfeld ab, beide Teams leisteten sich im Aufbau etliche Ungenauigkeiten, und dadurch kam nur selten ein flüssiger Rhythmus auf. Der Aufsteiger war zunächst dennoch besser in der Partie. „Wir haben in den ersten 15 Minuten sehr gut begonnen“, sagte der Trainer. Gerade in dieser Anfangsphase sah er auch zwei Möglichkeiten für seine Mannschaft, doch der frühe Ertrag blieb aus. Danach änderte sich das Bild. Esternberg übernahm mehr und mehr das Kommando, während die Gastgeber laut Stranzinger „eigentlich nur mehr am Verteidigen“ waren. Dass es mit einem 0:0 in die Pause ging, passte daher zu einem Spiel, in dem lange vieles Stückwerk blieb.
Entscheidend wurde die Partie dann kurz nach Seitenwechsel. In der 54. Minute brachte Georg Götzendorfer die Gäste nach einem Eckball mit 1:0 in Führung, und genau dort verortete Stranzinger den Knackpunkt. „Das Spiel ist aus meiner Sicht bei den Standards verloren gegangen. Dieser Eckball war einfach der Wendepunkt“, erklärte er. Natternbach musste nun reagieren und tat das nach Ansicht seines Trainers auch ordentlich. „In der Phase, in der wir den Ausgleich wiederherstellen wollten, haben wir dann richtig gut Fußball gespielt“, sagte Stranzinger. Gleichzeitig blieb er selbstkritisch, weil seiner Mannschaft über die gesamte Spielzeit zu viel fehlte: „Uns hat das gewisse Moment gefehlt. Vor allem Laufbereitschaft und Zweikampfverhalten waren nicht so vorhanden, wie man sich das vorstellt.“
Lange schien es trotzdem so, als würde sich Natternbach wenigstens noch mit einem Punkt belohnen. Maximilian Schmidbauer stellte in der 87. Minute auf 1:1 und brachte die Gastgeber damit zurück. Doch der Ausgleich hielt nur sehr kurz. In der Nachspielzeit traf Hannes Strohmaier zum 1:2 für Esternberg und nahm Natternbach den möglichen Zähler wieder weg. Gerade diese letzten Minuten passten für Stranzinger in das Gesamtbild eines Teams, das noch wachsen muss. „Wir sind immer noch im Lernprozess“, sagte er und schob nach: „Nach dem 1:1 dürfen wir nicht glauben, dass wir das Spiel sicher mit einem Punkt beenden, auch wenn nur noch zwei Minuten zu spielen sind.“ Dass die Partie nach dem späten Ausgleich noch einmal kippte, war für ihn daher nicht nur ärgerlich, sondern auch lehrreich.
Trotz der Niederlage wollte der Trainer nicht alles negativ sehen. „Positiv war, dass wir auch mit einer nicht so guten Leistung in dieser Liga sehr gut mithalten können“, sagte Stranzinger. Gleichzeitig sprach er dem Gegner Anerkennung aus. „Esternberg muss ich ein Lob aussprechen. Phasenweise war das Zweikampfverhalten gut, sie haben die zweiten Bälle viel öfter gewonnen und man hat gemerkt, dass sie das Spiel unbedingt gewinnen wollten.“ Damit war seine Erklärung für die 1:2-Heimniederlage ziemlich klar umrissen: Natternbach startete ordentlich, ließ die gute Anfangsphase ungenützt, verlor danach im Mittelfeld den Zugriff und wurde nach dem Ausgleich in der Schlussphase noch einmal bestraft. Immerhin ein Nebenaspekt fiel für Stranzinger positiv aus: „Die Leistung von Schiedsrichter Dauti war insgesamt gut.“