In der Landesliga West hat sich die SPG Pettenbach/Grünau in Runde acht mit 3:2 gegen den SV HAI Schalchen durchgesetzt. Neo-Trainer Wilhelm Wahlmüller sah ein lange enges Spiel, in dem seine Mannschaft nach dem 1:1 die richtige Antwort fand. Genau dieser Moment war für ihn der Knackpunkt, weil Pettenbach nach dem Ausgleich nicht den Faden verlor, rasch wieder in Führung ging und den Vorsprung danach mit Mühe, aber verdient ins Ziel brachte.

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Wahlmüller beschrieb den Beginn als sehr ausgeglichen. „Das Spiel hat sehr ausgeglichen begonnen, vor allem in der ersten Halbzeit mit wenigen Tormöglichkeiten“, sagte der Trainer. Vieles deutete zunächst auf eine Partie hin, in der Kleinigkeiten den Unterschied machen würden. Pettenbach kam laut seinem Coach aber immer wieder über die rechte Seite durch und brachte mehrere gefährliche Stanglball-Situationen in den Strafraum. In der 27. Minute fiel daraus auch das 1:0: Nach der Vorarbeit von Alexander Meister war Antonio Dukic an der ersten Stange zur Stelle und brachte die Gastgeber in Führung. Danach hatte Pettenbach die Partie laut Wahlmüller „weitgehend unter Kontrolle“, war im Ballbesitz ordentlich und ließ das Spiel eher in die eigene Richtung laufen. Ganz ruhig wurde es vor der Pause aber nicht, denn Schalchen kam kurz vor dem Halbzeitpfiff noch einmal auf und vergab eine gute Möglichkeit auf den Ausgleich.
Auch nach dem Seitenwechsel sah Wahlmüller zunächst wenig Aufregung. „In der zweiten Halbzeit ist eigentlich nicht viel passiert und wir haben das Spiel wieder unter Kontrolle gehabt“, meinte er. Umso ärgerlicher war aus seiner Sicht das 1:1 in der 51. Minute, als Schalchen einen Umschaltmoment nutzte und Daniel Büki nach einem individuellen Fehler in der Pettenbacher Abwehr ausglich. Entscheidend war für den Trainer aber, wie seine Mannschaft darauf reagierte. „Nach dem Ausgleich haben wir uns kurz geschüttelt und relativ schnell wieder den Führungstreffer gemacht“, sagte Wahlmüller. In der 60. Minute traf Thomas Helmberger nach einem Eckball und einem zweiten Ball zum 2:1. Nur vier Minuten später legte Fabian Altmanninger nach einer ganz ähnlichen Situation nach und schoss trocken zum 3:1 ein. Gerade diese Präsenz bei zweiten Bällen hob Wahlmüller hervor: Man habe gewusst, dass man in solchen Szenen dranbleiben müsse, und das sei gut umgesetzt worden.
Dass Pettenbach nach dem zwischenzeitlichen Rückschlag nicht auseinanderfiel, war für Wahlmüller ein zentraler Punkt. „Die Mentalität hat schon Ausschlag gegeben“, sagte er. Schalchen sei „sehr routiniert, sehr ausgebufft“ aufgetreten, dazu kampfstark und mit guten Einzelspielern besetzt. Gerade deshalb bewertete er den Heimsieg hoch. Pettenbach habe in der Abwehr grundsätzlich stabil gearbeitet und abgesehen von einigen Phasen vor der Pause und rund um den Ausgleich nicht viel zugelassen. Umso mehr störte ihn, dass aus wenigen Möglichkeiten gleich zwei Gegentreffer entstanden. „Der Gegner war sehr effizient und hat aus wenigen Möglichkeiten viel gemacht“, sagte der Trainer offen. Gleichzeitig sprach er den Gästen viel Qualität zu und legte sich fest: „Schalchen wird sicher noch viele Punkte machen, weil es einfach eine gute Mannschaft ist.“
Ganz ohne Zittern ging es am Ende dennoch nicht. Nach dem 3:1 kassierte die SPG Pettenbach/Grünau durch eine Unachtsamkeit in der 83. Minute den Anschlusstreffer durch Simon Erkner, damit wurde es in der Schlussphase noch einmal eng. Wahlmüller hielt aber fest, dass seine Mannschaft im Umschaltspiel noch „einige tolle Möglichkeiten“ hatte, um die Partie endgültig zuzumachen. Weil diese Chancen ungenutzt blieben, blieb es spannend, „ohne dass der Gegner noch eine nennenswerte Chance gehabt hat“, wie der Trainer meinte. Entsprechend fiel sein Gesamturteil dennoch positiv aus. „Ich muss der Mannschaft ein Pauschallob aussprechen“, sagte Wahlmüller. Zugleich erinnerte er daran, dass sich seine Elf noch im Entwicklungsprozess befinde: „Wir wachsen jede Woche besser zusammen.“ Ein Sonderlob verteilte er außerdem an das Schiedsrichterteam, das die zweikampfintensive Partie aus seiner Sicht „sehr gut unter Kontrolle“ hatte. Unter dem Strich blieb für Pettenbach damit vor allem eines stehen: drei Tore, drei Punkte und die Bestätigung, dass die Mannschaft auch in einer engen Partie nach einem Rückschlag die richtige Antwort finden kann.