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„Das 2:0 war der ausschlaggebende Punkt“ – Kammer rutscht im Derby nach ordentlichem Start klar ab

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Schwanenstadt
SK Kammer

In der Landesliga West hat SK UEBEX LED Kammer das Derby bei SC Schwanenstadt klar mit 0:4 verloren. Für den sportlichen Leiter Markus Schneidhofer war vor allem die Phase nach dem ersten Gegentor entscheidend: Kammer startete nach seiner Sicht ordentlich, verlor nach dem 0:1 aber den Faden und brach nach der Pause endgültig auseinander. Das 2:0 nannte er später den „ausschlaggebenden Punkt“.

Fußballtor

Foto von Mike Robinson auf Unsplash

Ordentlicher Beginn, dann der Bruch

Schneidhofer sah seine Mannschaft zunächst nicht schlecht in der Partie. „Die ersten zehn, fünfzehn Minuten waren voll in Ordnung“, sagte er, und genau das sei auch das gewesen, was sich Kammer für das Derby vorgenommen hatte. Dieser Plan hielt aus seiner Sicht aber nur bis zum 1:0. In der 10. Minute brachte Leon Lacic-Klaric die Gastgeber in Führung, und Schneidhofer beschrieb diese Szene sehr klar: „Das 1:0 ist durch einen Fehlpass entstanden. Dann sind wir über rechts nur mitgelaufen, waren nicht aggressiv genug, die Flanke kommt, und dann köpft Schwanenstadt zum 1:0 ein.“ Für Kammer sei dieses Gegentor ein „Riesenschock“ gewesen, gerade weil man bis dahin ordentlich im Spiel gewesen sei. Bis zur Pause blieb es zwar beim 1:0, doch aus Sicht der Gäste war der Faden da bereits gerissen.


Nach dem 2:0 geht die Partie weg

Nach Seitenwechsel wurde das Derby für Kammer dann deutlich. Schneidhofer sprach von einem „Totalausfall“ seiner Mannschaft in der zweiten Hälfte und machte auch keinen Versuch, die Niederlage schönzureden. In der 68. Minute erhöhte Lino Baumann auf 2:0, nur drei Minuten später legte Lukas Mayer das 3:0 nach, und mit seinem zweiten Treffer setzte Leon Lacic-Klaric in der 90. Minute den Schlusspunkt zum 4:0. Gerade das 2:0 stach für den sportlichen Leiter heraus. „Das 2:0 war der ausschlaggebende Punkt. Ein 0:2 im Derby aufzuholen, wird schwierig“, sagte er. Über die gesamte Spielzeit hinweg sprach er deshalb von einem verdienten Sieg für Schwanenstadt, weil die Gastgeber laufstärker, kämpferischer und ballsicherer gewesen seien und sich deutlich weniger Fehlpässe erlaubt hätten.

„So wird es bis Winter schwierig“

Die Kritik bei Kammer fiel nach dem Spiel offen aus. Schneidhofer sagte, seine Mannschaft laufe den Gegnern derzeit zu oft nur hinterher, setze zu wenige Akzente und bringe zu wenig Aggressivität, Spritzigkeit und Mut nach vorne auf den Platz. „Das ist schon seit Längerem so, und das müssen wir schnellstmöglich ändern“, meinte er. Positiv blieb für ihn lediglich, dass die ersten Minuten gezeigt hätten, dass die Mannschaft ihre Vorgaben durchaus umsetzen kann. Genau darin liegt für ihn aber auch das Problem: „Das kann nicht nur zehn Minuten oder eine Viertelstunde gehen. Das muss in Zukunft neunzig Minuten passieren.“ Dass der Schiedsrichter an diesem Abend ein Thema gewesen wäre, verneinte er klar mit dem Satz: „Schiedsrichterlich war es top.“

Neue Lösung soll vor Eferding neue Impulse bringen

Vieles dreht sich bei Kammer nun um die nächsten Tage. Schneidhofer kündigte an, dass intern Gespräche folgen werden und einzelne Spieler sich steigern müssen, wenn man rasch aus dieser Phase herauskommen will. Mit Blick auf das kommende Spiel gegen Eferding formulierte er die Erwartung deutlich: Kammer müsse „es besser machen“, sonst werde die Saison „bis Winter richtig schwierig“. Gleichzeitig arbeitet der Verein an der Trainerfrage. Nach dem jüngsten Wechsel sei man in einer Umstellungsphase, nun soll ein neues Trainerteam übernehmen. „Spätestens am Montag wird die Mannschaft erfahren, wer bei SK Kammer Trainer und Co-Trainer wird“, sagte Schneidhofer. Die Hoffnung dahinter ist klar: neue Impulse, damit aus einem ordentlichen Beginn endlich wieder über neunzig Minuten eine konkurrenzfähige Leistung wird.

Landesliga West: Schwanenstadt : SK Kammer - 4:0 (1:0)

  • 90
    Leon Lacic-Klaric 4:0
  • 71
    Lukas Mayer 3:0
  • 68
    Lino Baumann 2:0
  • 10
    Leon Lacic-Klaric 1:0