In der Landesliga West hat SK Schachner Bad Wimsbach 1933 am Freitag ein hartes Stück Arbeit hinter sich gebracht und sich gegen ATSV Ammer Tank Sattledt mit 3:2 durchgesetzt. Nach frühem Rückstand, einer wilden ersten Hälfte und einem kampfbetonten zweiten Durchgang blieb der Tabellenführer dran. Co-Trainer Gerald Hofer sprach von einer „gewohnt schweren Partie“, die am Ende auch „glücklich auf unsere Seite ausgeschlagen ist“.
Bad Wimsbach war von Beginn an in genau jenem Spiel gefordert, das Hofer erwartet hatte. „Wir haben gewusst, was auf uns zukommt. Ein ganz schweres Spiel“, sagte der Co-Trainer nach dem Schlusspfiff. Der Auftakt verlief dann gleich denkbar ungünstig, denn schon in der 1. Minute brachte Semih Gölemez die Gäste mit 1:0 in Führung. Hofer sprach dabei von einem Elfmeter, durch den seine Mannschaft sofort ins Hintertreffen geraten war. Die Antwort der Gastgeber kam allerdings schnell. Tarik Ramakic glich in der 4. Minute zum 1:1 aus, und in der 12. Minute kippte die Partie vorerst auf die Seite von Bad Wimsbach, als ein Eigentor von Gratiel Stinglmayr das 2:1 brachte. Sicherheit brachte das aber nicht. Hofer sagte offen, dass seine Mannschaft „nicht so richtig in unser Spiel gefunden“ habe. Kurz vor der Pause fiel dann noch das 2:2 durch Sertan Cam, laut Hofer erneut nach einem Elfmeter. So ging es mit einem offenen Schlagabtausch in die Kabinen.
Auch nach dem Seitenwechsel wurde es nicht leichter für den Spitzenreiter. Hofer beschrieb die zweite Halbzeit als „ganz schweres Spiel auf beiden Seiten, sehr kampfbetont“, und genau in diese Richtung lief die Partie weiter. Sattledt blieb unangenehm, arbeitete konsequent gegen den Ball und ließ Bad Wimsbach kaum zur Ruhe kommen. Gerade das Auftreten der Gäste hob Hofer ausdrücklich hervor. „Sie haben uns von der ersten Minute an immer wieder angepresst. Sie haben richtig gut gegen uns gearbeitet. Sie waren immer präsent“, sagte er. Für ihn passte das Auftreten der Gäste überhaupt nicht zu deren Tabellenplatz. „Sie waren richtig bärenstark, also nicht tabellenletzterwürdig“, meinte Hofer. Dass Bad Wimsbach am Ende trotzdem die Oberhand behielt, führte er vor allem auf zwei Dinge zurück: auf die eigene körperliche Präsenz und auf die Mentalität. „Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute gefightet“, sagte er. Dazu komme, dass der Wille in seiner Mannschaft immer da sei. „Wir wollen gewinnen“, brachte es Hofer auf den Punkt. Viel Selbstkritik wollte er trotz der zwei Gegentreffer nicht aufmachen. „Wenn man zwei Gegentore kriegt, gibt es immer Dinge, die man besser machen kann. Aber es waren zwei Elfmeter, deshalb haben wir uns nicht viel vorzuwerfen“, erklärte er.
Je länger die Partie dauerte, desto mehr lief alles auf eine knappe Entscheidung hinaus. Bad Wimsbach blieb dran, ohne dass sich das Spiel früh klar auf eine Seite neigte. Hofer sprach deshalb auch ganz bewusst von einem glücklichen Ende für seine Mannschaft. Der entscheidende Moment kam dann in der 88. Minute, als Maximilian Hochreiter das 3:2 erzielte und damit doch noch für den Heimsieg sorgte. Für Hofer war dieser Treffer das Resultat einer starken Einzelaktion. „Das war eine super Einzelleistung, wo er durchgegangen ist und dann ins kurze Eck hineingeschossen hat. Das war ein super Tor“, sagte der Co-Trainer. Diskussionen um den Unparteiischen wollte er nach der Partie keine aufmachen. „Im Prinzip war es eine gute Leistung vom Schiedsrichter“, meinte Hofer und sah die Partie insgesamt gut geleitet. Für Bad Wimsbach bleibt damit vor allem eines stehen: Der Leader hat auch in einem Spiel, in dem nicht alles rundlief, wieder einen Weg zum Sieg gefunden. „Wir sind sehr glücklich, dass wir das Spiel noch gewonnen haben. Es hätte auch anders ausgehen können“, sagte Hofer. Lange nachhängen will man dem Abend aber nicht, denn der Blick geht schon weiter nach vorne. „Wir arbeiten Woche für Woche, Schritt für Schritt, und jetzt schauen wir auf Freitag zu Hause gegen Altheim.“