Spielberichte

„Wir waren geduldig“ – Grieskirchen legt vor der Pause den Grundstein

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ATSV Sattledt
SV Grieskirchen

In der Landesliga West hat sich ATSV Ammer Tank Sattledt am Freitagabend lange ordentlich gewehrt, am Ende nahm aber SV Pöttinger Grieskirchen einen verdienten 2:0-Auswärtssieg mit. Co-Trainer Jürgen Offenzeller sah seine Mannschaft von Beginn an gut im Spiel, mit mehr Ballbesitz und den klareren Aktionen. Vor allem vor der Pause legten die Gäste den Grundstein, auch wenn sie die Partie nach seiner Einschätzung früher hätten entscheiden können.

Fußball und die Beine von zwei Spielern unterschiedlicher Mannschaften

Image by Phillip Kofler from Pixabay

Vor der Pause die Weichen gestellt

Aus Sicht der Gäste begann die Partie so, wie man es sich auswärts wünscht. „Wir sind von Anfang an gut in das Spiel gekommen“, sagte Offenzeller nach dem Schlusspfiff, und er verwies dabei besonders auf die erste Halbzeit, in der sich Grieskirchen immer wieder Möglichkeiten erarbeiten konnte. Nach 29 Minuten fiel dann auch die Führung. Den Treffer von Matthias Leibetseder beschrieb der Co-Trainer als Ergebnis einer „schönen Kombination“ über Daniel Hoffer, dessen Steckpass den Angriff vorbereitete. Noch wichtiger wurde aus seiner Sicht wenig später das zweite Tor. In Minute 43 erhöhte Eldin Fejzic auf 2:0, und Offenzeller sprach von einem „ganz wichtigen“ Treffer. Gerade weil dieses 2:0 noch vor der Pause fiel, hatte Grieskirchen das Spiel zur Halbzeit auf seine Seite gezogen.


Ballbesitz und Geduld als Grundlage

Offenzeller machte nach dem Spiel ziemlich klar, worauf der Auftritt seiner Mannschaft aufgebaut war. „Wir waren geduldig und konnten uns über unseren Ballbesitz einige Chancen erarbeiten“, sagte er. Genau diese Mischung aus Ruhe und Kontrolle war für ihn der Schlüssel, weil Grieskirchen nicht hektisch wurde und sich die Partie nicht aus der Hand nehmen ließ. Auch nach dem Seitenwechsel sah er zunächst eine ordentliche Phase seiner Mannschaft. „In der zweiten Halbzeit waren die ersten 15 Minuten ebenso gut“, meinte er über die Fortsetzung nach dem 2:0. Das spricht dafür, dass Grieskirchen nicht nur stark begonnen, sondern den Faden zunächst auch nach dem Wechsel behalten hat. Unterm Strich blieb deshalb bei ihm ein klares Urteil hängen: „In 90 Minuten war es ein verdienter Auswärtserfolg für unsere Mannschaft.“

Sattledt blieb drin, ohne das Spiel zu drehen

Dass es am Ende trotzdem kein völlig ruhiger Abend wurde, verschwieg Offenzeller nicht. Er schilderte, dass Sattledt nach dieser Phase wieder besser ins Spiel fand. „Danach ist Sattledt ein bisschen aufgekommen, hatte ebenso Chancen“, sagte er. Genau das passt zu einem Spiel, das Grieskirchen zwar kontrollierte, aber eben nicht schon früh endgültig zugemacht hatte. Auch deshalb fiel die Einschätzung zum Gegner respektvoll aus. Offenzeller betonte gleich mehrfach, dass Sattledt „sicher besser ist, als es der aktuelle Tabellenstand vermuten lässt“. Für ihn war also klar, dass seine Mannschaft einen Gegner vor sich hatte, der mehr Qualität mitbringt, als der Blick auf die Tabelle nahelegt. Umso wichtiger war aus seiner Sicht, dass Grieskirchen die eigenen Vorteile konsequent genug nutzte, um ohne Gegentor durchzukommen. Auch rund um den Unparteiischen hatte er nichts zu beanstanden: „Es gab keine strittigen Szenen. Die Leistung der Schiedsrichter war unauffällig, was ein gutes Zeichen ist.“

Mit dem 2:0 den Lauf fortgesetzt

Trotz des 2:0 sah Offenzeller noch Luft nach oben, und auch das ordnete er sehr konkret ein. „In der Chancenauswertung beziehungsweise darin, die Offensivaktionen zu Ende zu spielen, haben wir noch Verbesserungspotenzial“, sagte er. Aus seiner Sicht hätte Grieskirchen die Partie also früher entscheiden können, wenn die Angriffe sauberer ausgespielt worden wären. Gerade deshalb nimmt der Sieg aber zusätzlich Gewicht mit, denn er war Teil einer starken Phase. „Für uns geht es jetzt darum, den Flow mitzunehmen“, so Offenzeller. Die Grieskirchner sind damit weiter in einem guten Lauf. Nach dem Auftritt in Sattledt soll genau daran angeknüpft werden. Oder, wie es der Co-Trainer selbst formulierte: „Wir möchten genau da anschließen und weiterhin voll punkten.“

Landesliga West: Sattledt : Grieskirchen - 0:2 (0:2)

  • 43
    Eldin Fejzic 0:2
  • 29
    Matthias Leibetseder 0:1