In der Landesliga West hat die Union Humer Gunskirchen mit einem 4:2-Erfolg beim bislang ungeschlagenen UFC Eferding ein starkes Auswärtsspiel hingelegt. Trainer Ervin Begic machte den Schlüssel schnell fest: "Die ersten zwei Tore haben uns extrem Sicherheit gegeben." Genau diese frühe Effizienz trug den Gästen zu einer klaren Führung und am Ende zu drei verdienten Punkten.

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Begic schilderte sehr genau, warum seine Mannschaft so gut in die Partie fand. Gunskirchen hatte sich vorgenommen, Eferdings mutigen Aufbau früh anzulaufen und vorne zu attackieren. Dieser Plan ging sofort auf. Schon in der 5. Minute fiel nach einem hohen Ballgewinn das 0:1 durch Argjend Hyseni, und der Trainer hob dabei vor allem die Vorarbeit von Paul Schörgenhuber hervor. Auch das 0:2 nach einer Viertelstunde passte genau ins Bild dieses Starts. Wieder war Schörgenhuber mitentscheidend, diesmal nach einem langen Ball von Huso Cajtinovic, ehe Albin Ramadani vollendete. "Das war natürlich nach fünfzehn Minuten super beruhigend für uns", sagte Begic. Eferding kam danach zwar kurz besser ins Spiel und hatte laut Begic durch Roman Eckmayr eine gute Möglichkeit, doch gerade in dieser Phase legten die Gäste nach. Nach einem Eferdinger Eckball schaltete Gunskirchen schnell um, Drazen Lijesnic trieb den Ball nach vorne, Ramadani sicherte ihn und traf in der 37. Minute mit einem Geniestreich mit dem Rücken zum Tor zum 0:3. Für Begic war das bereits "eine Vorentscheidung".
Auch nach der Pause erwischten die Gäste genau den Start, den man auswärts bei einem Spitzenteam haben will. In der 48. Minute spielte Gunskirchen einen Doppelpass sauber zu Ende: Ramadani schickte Karim Keik in die Tiefe, bekam den Ball zurück und bediente Keik, der schließlich zum 0:4 traf. Viel besser konnte die zweite Hälfte aus Sicht der Gäste kaum beginnen. Gerade deshalb ärgerte Begic im Nachhinein vor allem die Phase danach. "Nach dem vier zu null haben wir geglaubt, wir können einen Gang runterschalten", sagte der Trainer offen. Genau das brachte Eferding wieder hinein. Dominic Hanisch verkürzte in der 57. Minute auf 1:4 und legte in der 63. Minute das 2:4 nach. Plötzlich war wieder Leben in der Partie. Begic sprach selbst von einem "Hauch" Spannung. Entscheidend war dann, dass sich Gunskirchen wieder fing. In der 75. Minute hätte Keik beinahe alles endgültig entschieden, als Philipp Bolda seinen Abschluss noch an die Latte lenkte und auch beim Nachschuss von Alexandro Gruber klärte. Weil die Gäste danach wieder konzentrierter verteidigten, blieb es beim 2:4. Begic meinte dazu: "Die letzten 15-20 Minuten haben wir einfach sehr, sehr gut verteidigt."
Über die gesamte Partie stellte Begic seiner Mannschaft dennoch ein sehr gutes Zeugnis aus. "Die Einstellung war natürlich überragend", sagte der Trainer, der vor allem das aggressive Anlaufen, die hohe Konzentration und die Konsequenz vor dem Tor hervorhob. Für ihn lag der Unterschied klar in der Effizienz: "Wir haben unsere ersten zwei Chancen sofort genutzt." Dazu kam, dass seine Mannschaft lange sehr sauber gegen den Ball arbeitete und der UFC Eferding mit den frühen Ballgewinnen genau dort weh tat, wo die Gastgeber mutig bleiben wollten. Gleichzeitig sprach Begic aber auch die Schwächephase klar an und formulierte daraus gleich die Lehre für die nächsten Wochen: "In dieser Liga kannst du nicht mit 95 Prozent spielen, da brauchst du immer 100 Prozent." Respekt hatte er zudem für den Gegner. Eferding sei "wirklich eine Mannschaft, die versucht, Fußball zu spielen" und habe nach dem 0:4 starke Moral gezeigt. Auch Schiedsrichter Wagner beurteilte er insgesamt positiv und nannte die Leistung "unauffällig", lediglich eine Szene mit einem aus seiner Sicht festgehaltenen Gunskirchner Angreifer, der alleine auf das Tor gelaufen wäre, bewertete er kritisch. Unter dem Strich bleibt für die Union Gunskirchen aber ein Auswärtssieg mit Gewicht: Beim bis dahin ungeschlagenen Tabellendritten zeigte die Begic-Elf, wie gefährlich sie sein kann, wenn Intensität und Chancenverwertung zusammenpassen.