In der Landesliga West hat Union Peuerbach am Samstag gegen SV Luksch Riedau einen verdienten 2:0-Heimsieg gefeiert. Trainer Harun Sulimani sah genau das Spiel, das er erwartet hatte: viel Ballbesitz für seine Mannschaft, einen tief stehenden Gegner und lange Phasen, in denen Geduld gefragt war. Das frühe 1:0 durch Eldin Sehic half den Gastgebern dabei ebenso wie der Elfmeter zum 2:0, den Marcel Lenzbauer in der Schlussviertelstunde sicher verwertete. Riedau blieb mit Umschaltmomenten und Standards zwar immer wieder unangenehm, Peuerbach ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen.
Sulimani hatte seine Mannschaft auf genau diese Aufgabe eingestellt. "Wir haben gewusst, dass Riedau relativ defensiv spielt und gut im Block verteidigt", sagte der Peuerbach-Trainer nach dem Schlusspfiff. Gegen einen tiefen Gegner mussten die Gastgeber also erst einmal Lösungen finden, bekamen aber schon in der 7. Minute jenen Start, der vieles erleichterte. Das 1:0 durch Eldin Sehic entstand laut Sulimani nach einem Aufbau aus der eigenen Hälfte beziehungsweise rund um die Mittellinie, einem Diagonalball und einem direkten Zuspiel in die Mitte. Am Ende musste sein Stürmer "das leere Tor einfach nur treffen". Peuerbach blieb danach das aktivere Team und hatte nach Aussage des Trainers auch noch weitere Möglichkeiten. Ganz einseitig war die erste Hälfte trotzdem nicht, denn Sulimani sprach auch von einer Großchance für Riedau vor der Pause.
Mit der 1:0-Führung im Rücken wurde die Partie nach der Pause nicht automatisch leichter. Sulimani beschrieb die zweiten 45 Minuten treffend als "Geduldsspiel". Seine Mannschaft wusste, dass Riedau versuchen würde, zum Ausgleich zu kommen, und genau diese Phasen mussten die Gastgeber sauber überstehen. "Wir haben die Phasen dann gut überstanden", sagte der Trainer, der vor allem die Ruhe seiner Elf hervorhob. Riedau suchte seine Möglichkeiten weiter über Umschaltmomente und Standards, doch Peuerbach blieb am Drücker, ohne die Ordnung zu verlieren. Die Entscheidung fiel dann in der 76. Minute. Nach einem schnellen Umschaltmoment holte Peuerbach einen Elfmeter heraus, und Marcel Lenzbauer verwandelte diesen laut Sulimani "souverän" zum 2:0. Mit diesem Treffer war die Partie aus Sicht des Trainers erledigt.
Für Sulimani war der Sieg nicht nur eine Frage der beiden Tore, sondern auch der Haltung seiner Mannschaft. "Wichtig war einfach, dass wir Leidenschaft und Willen am Platz gebracht haben", betonte er. Ganz einfach sei das nicht gewesen, weil beide Teams personelle Ausfälle zu verkraften hatten. Umso wichtiger sei gewesen, ruhig zu bleiben und mit dem erwarteten Ballbesitz vernünftig umzugehen. Genau darin lag für ihn ein Schlüssel, weil Peuerbach sich gegen den dichten Block nicht aus der Ordnung bringen ließ. Gleichzeitig fand der Trainer auch anerkennende Worte für die Gäste. Riedau habe das defensiv "auch gut gemacht", sagte Sulimani, und er ist überzeugt, dass diese Mannschaft "in den nächsten Runden sicherlich wieder punkten wird". Große Diskussionen um den Unparteiischen wollte er ebenfalls nicht eröffnen. Abgesehen von einer möglichen 50:50-Szene habe das Schiedsrichterteam die Partie "im Großen und Ganzen gut gemacht".
Unter dem Strich blieb ein Heimerfolg, der über weite Strecken kontrolliert wirkte, auch wenn Sulimani nicht verschwieg, dass seine Mannschaft in der ersten Halbzeit die eine oder andere Aktion besser hätte fertigspielen können. Den wichtigsten Moment sah er dennoch ganz am Anfang. "Das frühe Tor hat uns gutgetan. Es hat uns ein gutes Gefühl gegeben", sagte der Trainer. Genau dieses Gefühl trug Peuerbach dann durch das ganze Spiel. Nach zehn Runden hält die Mannschaft nun bei 11 Punkten, Riedau bleibt vorerst bei 6 Zählern. Für die Gastgeber war dieses 2:0 damit mehr als nur ein Ergebnis. Es war ein Sieg, der durch Geduld, Ruhe und eine konzentrierte Leistung gegen einen unangenehmen Gegner zustande gekommen ist.