Die ASKÖ Ohlsdorf hat am Samstagnachmittag in der Landesliga West gegen den SV HAI Schalchen trotz eines starken Auftritts 2:3 verloren. Trainer Adiz Cetin sah seine Mannschaft spielerisch über weite Strecken auf gutem Niveau, ärgerte sich aber über zu einfache Gegentore. Weil die Gastgeber ihre Möglichkeiten vor der Pause nicht nutzten und Schalchen aus wenigen Aktionen viel machte, stand am Ende eine bittere Heimniederlage.

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Adiz Cetin teilte den Nachmittag nach dem Schlusspfiff in zwei Teile: in eine aus seiner Sicht starke spielerische Leistung und in ein Ergebnis, das dazu überhaupt nicht passen wollte. "Unsere spielerische Leistung war top. Das Ergebnis war leider nicht so gut", sagte der Ohlsdorf-Coach. Schalchen ging dennoch in Führung, als Daniel Büki in der 16. Minute das 0:1 erzielte. Zehn Minuten später legte Matthias Aichinger das 0:2 nach. Für Cetin war das besonders bitter, weil er seine Mannschaft bis zur Pause als das aktivere Team sah. "Wir waren die Mannschaft, die alles probiert hat, Fußball zu spielen, die Top-Chancen gehabt hat und sie leider nicht genutzt hat", erklärte er. So stand aus Ohlsdorfer Sicht trotz einer ordentlichen ersten Hälfte ein 0:2 zur Pause auf der Anzeigetafel.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich am grundsätzlichen Bild laut Cetin zunächst wenig. Ohlsdorf blieb im Spiel, kassierte in der 61. Minute aber das 0:3, erneut durch Matthias Aichinger. "Dann ist es schwierig, drei Tore aufzuholen", sagte der Trainer, der seiner Mannschaft danach umso mehr Respekt zollte. Denn die Gastgeber gaben sich nicht auf, sondern antworteten sofort. Daniel Lexl verkürzte in der 64. Minute auf 1:3, nur zwei Minuten später brachte Dominik Mühlbacher die Partie mit dem 2:3 wieder ganz eng zurück. Cetin sprach von "wunderschönen" Treffern.
"Wenn du drei Gegentore kriegst, ist klar, dass der Gegner das Spiel gewinnt", sagte Cetin. Vor allem die ersten beiden Treffer wurmten ihn. Nach seiner Schilderung entstand eine dieser Situationen nach einem eigenen Eckball über die Folgeaktion Einwurf, und genau dort sei seine Mannschaft zu passiv gewesen. "Wir sind in der Defensive nicht aggressiv genug, nicht bei Mann und glauben, das wird schon wer klären", sagte er. Auch beim dritten Gegentor sah er einen vermeidbaren Fehler im eigenen Aufbau. "Wir spielen dem Gegner in die Karten", meinte Cetin. Dazu kam aus seiner Sicht, dass Schalchen genau auf solche Fehler wartete und sie konsequent nutzte.
Trotz der Niederlage wollte Cetin den Auftritt seiner Mannschaft nicht kleinreden. Im Gegenteil: Er sprach mehrmals von einem umfassenden Lob für seine Spieler und stellte klar, dass die spielerische Linie über 90 Minuten gepasst habe. Auch zwei Stangenschüsse führte er als Beleg dafür an, dass die ASKÖ Ohlsdorf genug für ein besseres Ergebnis getan habe. "Wir müssen uns in der Defensive steigern, weil drei Gegentore zu Hause zu kriegen einfach schwierig ist", sagte der Trainer zum Abschluss. In der Tabelle bleibt Ohlsdorf nach der 10. Runde mit acht Punkten im unteren Bereich, während der SV Schalchen nun bei 16 Zählern hält. Für die Gastgeber bleibt damit eine Niederlage, die schmerzt, aus der Cetin aber trotzdem etwas mitnimmt: Spielerisch war vieles gut, entscheidend war die fehlende Konsequenz gegen den Ball.