In der Landesliga West hat SV Pöttinger Grieskirchen gegen SPG Union IKUNA Natternbach/St. Willibald ein 1:1 aus der Hand gegeben. Nach der Führung durch Milán Ángyán schien für die Hausherren vieles in die richtige Richtung zu laufen, doch mit zunehmender Spieldauer wurde Grieskirchen immer passiver. Genau das benannte der Sportliche Leiter Josef Iglseder nach dem Schlusspfiff als Hauptgrund dafür, dass am Ende nur ein Punkt blieb.

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay
Der Beginn gehörte aus Sicht von Josef Iglseder klar den Gästen. „Natternbach ist sehr gut in dieses Spiel gestartet. In den ersten zehn Minuten fanden sie zwei bis drei teils hochkarätige Chancen vor. Wir haben uns am Anfang sehr schwergetan“, sagte der sportliche Leiter. Grieskirchen brauchte also eine Weile, um überhaupt Zugriff auf die Partie zu bekommen. Erst mit Fortdauer des Spiels änderte sich das Bild ein wenig. Iglseder sah seine Mannschaft dann besser im Spiel und sprach davon, dass man mehr Kontrolle bekommen habe. Diese Phase reichte aus, um die Begegnung vor der Pause auf die eigene Seite zu ziehen, auch wenn der Auftritt schon zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich rund wirkte.
In der 38. Minute belohnte sich Grieskirchen für diese bessere Phase mit dem 1:0. Milán Ángyán traf und Iglseder fand dafür deutliche Worte: „Das 1:0 durch Milán Ángyán war eine super Einzelaktion mit einem wunderschönen Abschluss. Da sieht man, wie viel Qualität er hat, dass er ein Unterschiedsspieler ist.“ Mit der Führung im Rücken hätte das Heimteam nachlegen können, doch genau dort setzte die Kritik des Funktionärs an. „Wir haben dann noch eine große Chance auf das 2:0“, sagte Iglseder, ehe seine Mannschaft im weiteren Verlauf immer mehr den Faden verlor. Sein Urteil fiel insgesamt hart aus: „Es war eines unserer schwächsten Spiele seit Langem.“ Vor allem gegen den Ball habe Grieskirchen nicht gut gearbeitet, mit Ball sei man teils sehr fahrig gewesen. Dazu kamen viele Fehler und Abstände, die laut Iglseder „weder in der Breite noch in der Tiefe“ gestimmt hätten.
Dass die Partie am Ende nicht mit einem Heimsieg endete, passte für Iglseder zum Gesamtbild. „Über 90 Minuten ist das Unentschieden wahrscheinlich leistungsgerecht“, meinte er offen und schob gleich nach: „Wir waren zu passiv. Generell war es ein Spiel auf schwachem Niveau.“ In der 86. Minute fiel dann auch der Ausgleich für Natternbach/St. Willibald, als Jakob Paul Oberauer nach einem langen Freistoß per Kopf zum 1:1 traf. Auch diese Szene ordnete Iglseder klar ein: „Hier waren wir einfach zu weit weg vom Gegner und haben es in dieser Situation nicht gut verteidigt.“ Zugleich sprach er den Gästen ein Kompliment aus. Natternbach habe „aus seinen Möglichkeiten wahrscheinlich das Beste gemacht“, sehr gut verteidigt, kompakt gespielt und nach Ballgewinnen immer wieder gefährlich werden können. Unzufriedenheit mit dem Unparteiischen gab es dagegen keine. „Die Schiedsrichterleistung war meiner Meinung nach sehr gut. Der Schiedsrichter war sehr unauffällig, was immer ein gutes Zeichen ist“, sagte Iglseder. Für Grieskirchen bleibt damit in Runde zehn ein Zähler, die Mannschaft hält nun bei 16 Punkten.