Spielberichte

Nach dem 2:2 legte Pettenbach/Grünau noch einmal nach: „Am Ende hatten wir den längeren Atem“

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Union Humer Gunskirchen
SPG Pettenbach/Grünau

In der Landesliga West hat die Union Humer Gunskirchen gegen die SPG Pettenbach/Grünau ein 2:4 hinnehmen müssen. Nach einem wilden Spiel mit früher 0:2-Hypothek und dem 2:2 zur Pause schlugen die Gäste erst in der Schlussphase zu. Trainer Wilhelm Wahlmüller sah den Ausschlag darin, „dass wir nach dem Ausgleich noch einmal nachsetzen konnten und am Ende den längeren Atem hatten“.

Weiß-Schwarze Fußballschuhe auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Blitzstart der Gäste, dann kam Gunskirchen zurück

Für Pettenbach/Grünau begann der Abend beinahe perfekt. Schon in der 2. Minute brachte Elias Steininger die Gäste in Führung, nur zwei Minuten später erhöhte David Klausriegler auf 2:0. Wahlmüller sprach von einem Auftakt „wie aus der Pistole geschossen“ und von zwei Treffern, die „wunderbar von hinten herausgespielt“ gewesen seien. Genau dieses frühe 2:0 gab seiner Mannschaft zunächst alles in die Hand. Allerdings blieb es nicht dabei. „Dann haben wir etwas den Faden verloren und Gunskirchen hat zunehmend das Zepter übernommen“, sagte der Trainer. Der Anschlusstreffer von Karim Keik in der 26. Minute passte für ihn genau in diese Phase, weil seine Elf in der Abwehr „nicht klug genug“ und nicht konsequent genug gewesen sei. Als Albin Ramadani in der 37. Minute per Freistoß zum 2:2 traf, war die Partie endgültig gekippt. Auch da fand Wahlmüller klare Worte: „Das war ein Traumfreistoß, genau in den Winkel. Da kann man nur gratulieren.“


Nach der Pause blieb alles offen

Mit dem 2:2 ging es in eine zweite Halbzeit, die aus Sicht des Pettenbach/Grünau-Coaches lange völlig offen blieb. „Wir haben die Spieler in der Halbzeit noch einmal eingeschworen“, erzählte Wahlmüller, weil es nach so einem Ausgleich immer darauf ankomme, die Köpfe rasch wieder frei zu bekommen. Seine Mannschaft schaffte das laut ihrem Trainer gut. „Wir haben in der zweiten Halbzeit wieder das Heft in die Hand genommen“, sagte er, auch wenn Gunskirchen weiter unangenehm blieb und durchaus zu Möglichkeiten kam. Trotzdem sah Wahlmüller bei seiner Elf ein leichtes Chancenplus, sprach sogar von den „doch dickeren Chancen“ aufseiten der Gäste. Dazu passte auch ein Stangenschuss in der 75. Minute, der die neuerliche Führung bereits hätte bringen können. Erschwerend kam noch dazu, dass Pettenbach/Grünau nicht ohne personelle Probleme durch den Abend kam. Wahlmüller verwies darauf, dass es schon vor dem Spiel Ausfälle gegeben habe und im Laufe der ersten Halbzeit auch noch ein zentraler Mittelfeldspieler ersetzt werden musste. Gerade deshalb hob er hervor: „Die Spieler, die gekommen sind, haben die Sache sehr gut gemacht.“

Helmberger und Dukic entscheiden die Schlussphase

Die Entscheidung fiel dann erst in den letzten Minuten, und genau das machte diesen Auswärtssieg aus Sicht des Trainers besonders wertvoll. In der 87. Minute brachte Thomas Helmberger seine Mannschaft wieder in Front, nachdem ein Eckball zunächst noch auf der Linie geklärt worden war und er den zweiten Ball verwertete. Zwei Minuten später machte Antonio Dukic nach einem Konter das 4:2 fix. Wahlmüller sah darin die Bestätigung für das, was seine Mannschaft über weite Strecken versucht hatte. „Der entscheidende Moment war sicherlich, dass wir nach dem Ausgleich noch einmal nachsetzen konnten und am Ende den längeren Atem hatten“, sagte er. Zugleich wollte er den Erfolg nicht größer machen, als er war. Gunskirchen sei „eine sehr starke und mental starke Mannschaft“ gewesen, die nach dem frühen 0:2 nicht aufgegeben habe und seiner Elf „alles abverlangt“ habe. Gerade deshalb sprach Wahlmüller von einem verdienten, aber hart erarbeiteten Sieg.

Ein Sieg, der Geduld verlangte

So blieb am Ende ein 4:2, das viel mehr war als nur ein torreicher Auswärtserfolg. Pettenbach/Grünau hatte das Spiel früh in der Hand, verlor danach aber die Kontrolle und musste nach dem 2:2 erst wieder einen Weg zurückfinden. Genau das stellte Wahlmüller nach dem Schlusspfiff in den Mittelpunkt. Seine Mannschaft habe sich nach der schwierigen Phase gesammelt, sei ruhig geblieben und habe sich spät noch belohnt. Dass die Tore zum Sieg erst in der 87. und 89. Minute fielen, passte deshalb gut zu seiner Einordnung dieses Abends. Es brauchte Geduld, neue Energie von der Bank und die Bereitschaft, in einem Spiel auf Messers Schneide weiter dran zu bleiben. Mit diesen drei Punkten bleibt Pettenbach/Grünau in der Landesliga West ganz vorne und nimmt aus Gunskirchen das gute Gefühl mit, auch eine enge und lange offene Partie auf seine Seite gezogen zu haben.

Landesliga West: Union Humer Gunskirchen : Pettenbach/Grünau - 2:4 (2:2)

  • 89
    Antonio Dukic 2:4
  • 87
    Thomas Helmberger 2:3
  • 37
    Albin Ramadani 2:2
  • 26
    Karim Keik 1:2
  • 4
    David Alexander Klausriegler 0:2
  • 2
    Elias Steininger 0:1