In der Landesliga West hat die Union Peuerbach am Freitagabend beim SV HAI Schalchen einen 4:3-Sieg eingefahren. Entscheidend war aus Sicht von Neo-Trainer Harun Sulimani, dass seine Mannschaft „von der ersten Minute an“ vieles richtig machte und die Vorgaben lange sauber umsetzte. Trotz personeller Probleme stand am Ende ein Sieg, den der neue Coach insgesamt als verdient einordnete. Erst nach dem 4:1 wurde es noch einmal eng.

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Die ersten Minuten bezeichnete Sulimani noch als gegenseitiges Abtasten, danach kippte das Spiel aber immer stärker in Richtung der Gäste. Peuerbach wurde aktiver, hatte mehr vom Spiel und war nach Einschätzung des Trainers sowohl mit als auch gegen den Ball in der Partie. In dieser Phase fiel in der 11. Minute das 0:1 durch Strahinja Macanovic. Sulimani erklärte den Schlüssel zum guten Start so: „Wir haben es von der ersten Minute an gut gemacht. Wir waren mit Ball und gegen Ball richtig gut, und die Mannschaft hat die Vorgaben wirklich gut umgesetzt.“ Der Ausgleich durch Claudiu Dumitru Pascariu zum 1:1 in Minute 34 ärgerte den Coach trotzdem, weil der Treffer nach einem Eckball fiel, den er aus seiner Sicht nicht nachvollziehen konnte. Umso wichtiger war für Peuerbach die Reaktion, denn nur vier Minuten später stellte Julian Wimmer noch vor der Pause auf 1:2.
Nach dem Seitenwechsel schien Peuerbach die Partie zunächst endgültig in den Griff zu bekommen. Jan Schrank erhöhte in der 54. Minute auf 1:3, Felix Wimmer legte in Minute 68 das 1:4 nach. Genau in dieser Phase sah Sulimani seine Mannschaft klar im Vorteil. „Bis zum 4:1 waren wir besser und haben auch verdient in dieser Höhe geführt“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Gleichzeitig störte ihn, dass aus dieser Überlegenheit nicht noch mehr geworden war. „Wir hätten nach dem 4:1 das 5:1 machen müssen“, meinte er. Statt den Abend früh zuzumachen, wurde es aber wieder hektisch. Denis Kujovic verkürzte in der 71. Minute auf 2:4, nur zwei Minuten später stellte Daniel Büki auf 3:4. Aus einer scheinbar klaren Sache wurde damit noch einmal eine enge Schlussphase.
Gerade diese kurze Schwächephase blieb beim Peuerbacher Trainer hängen, weil sie nach seiner Sicht gar nicht zum restlichen Auftritt passte. Sulimani sprach von drei oder vier Minuten, in denen seine Mannschaft die Ordnung verlor und sich vielleicht schon ein wenig zu sicher fühlte. „Wir haben die Restverteidigung vernachlässigt und die Zweikämpfe nicht angenommen“, sagte er. Genau daraus seien die beiden Gegentreffer in kurzer Folge entstanden. Für ihn steckt darin auch der wichtigste Lernpunkt dieses Abends: „Wenn man 4:1 führt, dann muss man konzentriert weiterarbeiten und so einen Sieg ruhig heimspielen.“ Dass Peuerbach danach laut Sulimani sogar noch Möglichkeiten im Konter hatte, die Partie endgültig zu entscheiden, passte für ihn ins Bild eines Spiels, das seine Mannschaft lange kontrollierte, am Ende aber unnötig noch einmal offen hielt.
Umso höher bewertete Sulimani den Auftritt seiner Mannschaft, weil die Union Peuerbach derzeit mit „sehr großen personellen Problemen“ und einem eher kleinen Kader umgehen muss. Gerade deshalb war ihm das Lob an seine Spieler wichtig. „Wir haben wirklich alles reingehauen und mit unglaublicher Leidenschaft Fußball gespielt“, sagte der Trainer. Zugleich verteilte er Respekt an den SV Schalchen, den er als Mannschaft mit „sehr guten individuellen Fußballern“ einordnete. Peuerbach habe aber genau gewusst, wie der Gegner spielen wolle, und vieles davon lange gut unterbunden. Auch die Entscheidungen rund um den Eckball vor dem 1:1 und einen Einwurf vor einem späten Schalchener Treffer sprach Sulimani an, schob aber sofort nach, dass die Leistung von Schiedsrichter Dauti insgesamt „ganz gut“ gewesen sei. So blieb unter dem Strich für ihn vor allem ein verdienter Auswärtssieg, aus dem Peuerbach drei Punkte und zugleich klare Lehren für künftige Schlussphasen mitnimmt.