Im Spitzenspiel der Landesliga West hat sich die SPG Pettenbach/Grünau mit 0:2 dem SK Schachner Bad Wimsbach 1933 geschlagen geben müssen. Für Co-Trainer Florian Wimmer lag der Schlüssel in der Ruhe am Ball, in kontrollierten Emotionen und in einer konzentrierten Defensive. Nach offenen ersten Minuten übernahmen die Gäste die Kontrolle, gingen früh in Führung und zogen vor der Pause auf 2:0 davon.
Wimmer beschrieb die ersten Minuten als offen, sah seine Mannschaft danach aber rasch am Drücker. "In den ersten Minuten war es ein offener Schlagabtausch, aber wir haben dann immer besser ins Spiel gefunden", sagte der Co-Trainer. Bad Wimsbach hatte in dieser Phase viel Ballbesitz, war laut Wimmer die spielbestimmende Mannschaft und kam vor allem über die Flügel immer wieder gefährlich nach vorne. Dass sein Team die Partie früh in die richtige Richtung lenkte, passte für ihn ins Bild. In der 8. Minute setzte sich Jakob Stockinger am Flügel gegen zwei Spieler durch und konnte im Strafraum nur noch mit einem Foul gestoppt werden. Erol Zümrüt verwandelte den Elfmeter souverän und brachte Bad Wimsbach mit 0:1 in Führung. "Wir waren sehr ballsicher und verteidigten die langen Bälle des Gegners sehr konzentriert", fasste Wimmer die starke erste Halbzeit zusammen.
Der Tabellenführer blieb auch nach dem Führungstor das aktivere Team und belohnte sich noch vor dem Seitenwechsel ein zweites Mal. In der 35. Minute brachte Alexander Krumphals einen gefährlichen Eckball, der Ball wurde zwar noch aus dem Strafraum geklärt, landete aber genau vor den Füßen von Erol Zümrüt. Der nahm den Ball per Dropkick direkt und traf sehenswert zum 0:2. "Wichtig war, dass wir in so einem großen Spitzenspiel die Emotionen im Griff hatten und unseren Plan durchgezogen haben", erklärte Wimmer. Nach der Pause wurde die Partie aus seiner Sicht zwar etwas zerfahrener, wirklich viel ließ Bad Wimsbach aber nicht mehr zu. "Es war wieder eine hervorragende defensive Arbeit von der ganzen Mannschaft. Ein Lob geht auch an die Einwechselspieler, die den Kampf sofort aufnahmen.", sagte er.
Dass dieser Auswärtssieg gegen einen starken Gegner zustande kam, stellte Wimmer ausdrücklich heraus. "Man hat gesehen, dass die SPG Pettenbach/Grünau eine Spitzenmannschaft ist", meinte er und verwies vor allem auf die gefährliche Offensive der Gastgeber, die mit ihren schnellen Leuten und den Positionswechseln im Angriff für Probleme sorgen könne. Umso höher bewertete er die eigene Arbeit gegen den Ball. "Wir fanden eine super Mischung aus Aggressivität in den Zweikämpfen, waren stark auf den zweiten Bällen und trotzdem ruhig im Ballbesitz", sagte Wimmer. Dazu blieb das Spitzenspiel nach seiner Einschätzung trotz der rund 700 Zuschauer fair. Die Leistung von Schiedsrichter Kizil sei "in Summe in Ordnung" gewesen, auch wenn er sich bei harten Fouls an seinen Spielern frühere Verwarnungen wünschen würde, um diese vor Verletzungen zu schützen. Mit dem 2:0 im direkten Duell bleibt der SK Bad Wimsbach nach zwölf Runden bei 30 Punkten an der der Tabellenspitze, Pettenbach/Grünau hält bei 27.