In der Landesliga West hat die SPG Pettenbach/Grünau beim SK WIEHAG Altheim nach frühem Rückstand ein 1:1-Unentschieden geholt. Neo-Trainer Wilhelm Wahlmüller sprach von einem "verdienten Punkt", obwohl seine Mannschaft schon in der 2. Minute in Rückstand geraten war und ab der 55. Minute in Unterzahl spielen musste. Gerade deshalb hatte das Remis aus Sicht der Gäste besonderes Gewicht.

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Für Pettenbach/Grünau begann der Abend alles andere als ideal. "Leider hat das Spiel relativ unglücklich für uns begonnen. Mit der ersten Möglichkeit ist Altheim in Führung gegangen", sagte Wahlmüller über das 0:1 durch Ivan Tankuljic in der 2. Minute. Der Trainer sah seine Mannschaft danach aber keineswegs geschockt. Im Gegenteil: "Wir haben dann im Laufe der ersten Halbzeit das Spiel gut in den Griff gekriegt", erklärte er. Nach seiner Wahrnehmung hatten die Gäste schon in der ersten Viertelstunde zwei sehr gute Chancen, übernahmen danach "das Zepter" und kamen bis zur Pause zu drei, vier weiteren guten Möglichkeiten auf den Ausgleich. Dass Altheim zwischendurch noch eine große Chance auf das 2:0 hatte, bei der auf der Linie gerettet wurde, passte für ihn in eine erste Hälfte, in der viel los war, die Gäste aber insgesamt mehr vom Spiel hatten und sich für ihren Aufwand nicht belohnten.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie aus Sicht des Pettenbach-Trainers lange offen, wobei er den Start seiner Mannschaft erneut kritisch sah. "Wir haben leider wieder ein wenig schläfrig begonnen", sagte Wahlmüller, nachdem Altheim zu Beginn der zweiten Halbzeit wieder zu einer großen Möglichkeit gekommen war. Den eigentlichen Knackpunkt verortete er aber in der 55. Minute, als Thomas Helmberger die Gelb-Rote Karte sah. Wahlmüller hielt beide Verwarnungen für überzogen und formulierte das sehr deutlich: "Das hat das Spiel komplett verändert. Ich hätte mir nicht nur in der Situation mehr Fingerspitzengefühl des Unparteiischen gewünscht". Gerade weil seine Mannschaft bis dahin viel investiert hatte und laut Trainer in der ersten Halbzeit sogar ein klares Chancenplus besaß, war die Unterzahl für ihn jener Moment, der den weiteren Verlauf neu bestimmte und die Gäste noch stärker zum Verteidigen zwang.
Umso höher bewertete Wahlmüller die Antwort seiner Mannschaft nur fünf Minuten später. In der 60. Minute traf David Alexander Klausriegler zum 1:1, und der Trainer hob die Entstehung des Tores besonders hervor. "Unser Ausgleich war wirklich herrlich herausgespielt, super Pass in die Schnittstelle, und Klausriegler hat das wunderbar gemacht", sagte er. Laut Wahlmüller leitete Pascal Waldl die Aktion perfekt ein. Danach änderte sich die Aufgabe für die Gäste spürbar. "Ab dem Zeitpunkt haben wir uns sukzessive aufs Verteidigen verlegt und haben das taktisch recht gut gelöst", erklärte der Trainer. Viel ließ Pettenbach/Grünau nach seiner Einschätzung nicht mehr zu, die vielen hohen Bälle wurde gut wegverteidigt und wenn der Ball einmal durchkam, war Torhüter Zeitlinger zur Stelle.
Unter dem Strich blieb für die SPG Pettenbach/Grünau damit ein Punkt, mit dem der neue Trainer angesichts des Spielverlaufs leben konnte. "Nach 35 Minuten in Unterzahl können wir mit dem Punkt leben", sagte Wahlmüller und verwies dabei auch auf die personelle Situation seiner Mannschaft. "Aufgrund dessen, dass wir doch einige personelle Schwierigkeiten haben, muss man sagen, haben wir das gut gemacht insgesamt." Seine Kernaussage war klar: Pettenbach/Grünau fand nach dem frühen 0:1 die richtige Antwort, ließ vor der Pause zu viele Möglichkeiten liegen und holte sich den Zähler danach mit leidenschaftlicher Defensivarbeit. In der Tabelle bleibt die SPG nach 13 Runden mit 28 Punkten auf Rang zwei und nimmt aus Altheim zumindest einen robust erkämpften Auswärtspunkt mit.