In der Landesliga West hat die ASKÖ Ohlsdorf gegen die Union Humer Gunskirchen einen 3:2-Auswärtssieg geholt. Nach frühem Rückstand, dem 1:1 zur Pause und einem zweiten Durchgang mit drei weiteren Treffern setzte sich die Mannschaft von Trainer Adiz Cetin doch noch durch. Der Coach sah den Schlüssel vor allem in der Reaktion seines Teams: Nach dem 2:2 wollte Ohlsdorf nicht verwalten, sondern das Spiel trotzdem noch auf Sieg drehen.

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Für Ohlsdorf begann der Abend zunächst unerquicklich, weil die Gastgeber schon in der 7. Minute durch Matej Kajic 1:0 vorne lagen. Cetin sprach trotzdem von einer „flotten Partie“ und betonte, dass seine Mannschaft nach diesem frühen Rückschlag nicht den Faden verlor. „Der Gegner hat die erste Halbchance genutzt und ist in Führung gegangen. Wir sind nach dem Rückstand wesentlich besser ins Spiel gekommen, haben eine gute Reaktion gezeigt und den Ausgleich gemacht“, sagte der Trainer. Lukas Mayr besorgte in der 25. Minute das 1:1, und genau dieser Treffer veränderte die Partie aus Sicht der Gäste. „Nach dem Ausgleich hat man den Ruck in der Mannschaft gemerkt und den Siegeswillen gespürt. Da hat man sofort gemerkt: Wir wollen das Spiel drehen“, so Cetin. Umso mehr ärgerte ihn, dass es bis zur Pause beim 1:1 blieb. Seine Einschätzung fiel deutlich aus: „Wir mussten in der ersten Halbzeit mindestens noch zwei Tore machen und den Sack schon zumachen.“
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie offen, und diesmal ging zunächst Ohlsdorf in Führung. In der 60. Minute traf Adnan Hodzic zum 2:1 für die Gäste, doch die Antwort von Gunskirchen ließ nicht lange auf sich warten. Paul Schörgenhuber stellte in der 67. Minute auf 2:2, und Cetin sprach später von einem „wunderschönen Tor“, einem Fallrückzieher, den man „wahrscheinlich einmal in fünf Jahren“ mache. Genau in dieser Phase wurde für ihn aber sichtbar, wie entschlossen seine Mannschaft an diesem Abend war. „Viele Mannschaften probieren dann, das 2:2 über die Bühne zu bringen. Wir wollten das Spiel trotzdem gewinnen“, erklärte der Ohlsdorf-Coach. Diese Haltung habe sich auch in den Wechseln gezeigt. „So haben wir auch gewechselt, dass wir das Spiel trotzdem noch für uns entscheiden“, sagte Cetin. Der Plan ging auf: In der 82. Minute schlug Hodzic noch einmal zu und machte mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend das entscheidende 3:2.
Dass die ASKÖ Ohlsdorf am Ende alle drei Punkte mitnahm, führte Cetin vor allem auf eine klare und einfache Herangehensweise zurück. „Wir haben einfachen Fußball gespielt, uns auf nichts eingelassen, waren in der Defensive zweikampfstark und hatten den Willen, den Zweikampf zu gewinnen“, sagte er. Dazu komme die Qualität nach vorne: „In der Offensive haben wir immer die Qualität, dass wir ein Tor schießen.“ Ganz ohne Kritik wollte der Trainer den Auftritt aber nicht stehen lassen. Trotz des Sieges störte ihn, dass seine Mannschaft erneut zwei Gegentore hinnehmen musste. „Der Gegner braucht sehr wenig Chancen, um Tore gegen uns zu machen, und wir wenden sehr viel Arbeit auf, damit wir selber Tore schießen“, meinte Cetin. Auch den Gastgebern stellte er ein gutes Zeugnis aus. Die Union Gunskirchen habe „sehr gute Einzelspieler“, sei „in der Offensive immer brandgefährlich“ und zudem bei Standards gefährlich gewesen. Sein Schlussurteil fiel dennoch klar aus: „Nach den 90 Minuten haben wir das Spiel verdient gewonnen.“ Auch mit dem Unparteiischen war der Trainer einverstanden: „Das hat gepasst, die Leistung von Schiedsrichter Krassnitzer war sehr gut.“ Für Ohlsdorf bleibt damit ein Auswärtssieg, der von Reaktion, Überzeugung und dem klaren Willen zum dritten Treffer lebte.