In der 2. Runde des Baumgartner Bier Landescups gaben sich
die Radio OÖ-Ligisten keine Blöße. Während Titelverteidiger SV Grün Weiß Micheldorf
beim ASK St. Valentin 3:1 gewann, setzte sich Bad Schallerbach in Braunau sicher mit
7:1 durch. Auch Vorwärts Steyr hatte beim 5:0 in Weißkirchen nur am Anfang
Probleme. Am meisten hatte Gmunden im Derby gegen Bad Ischl zu kämpfen. Am Ende siegte die Heissl-Elf aber mit 1:0.
Zu einem doppelten Derby kam es in Gmunden. Zum einen trafen mit dem SV Gmundner Milch und SV Zebau Bad Ischl zwei OÖ Ligisten aufeinander, zum anderen ging es um die Vorherrschaft in der Region. Vor 350 Fans entwickelte sich in der Gmundner SEP Arena eine ausgeglichene und kampfbetonte Partie. Die beiden Teams neutralisierten sich über weite Strecken gegenseitig. Vor allem auch deshalb, weil sich die beiden Trainer Thomas Heissl (Gmunden) und Peter Halada noch aus gemeinsamen Zeiten aus der Bezirksliga bei Bad Goisern kannten. Halada war damals Abwehrchef, Heissl spielte im zentralen Mittelfeld. Das Spiel entschied dann eine Szene. In der 32. Minute hebelten die Gmundner durch einen Doppelpass von Christoph Gross und Andreas Pühringer auf der rechten Seite die Defensive der Gäste aus und Gross traf mit einem trockenen Schuss ins lange Eck zum 1:0 (32.). Diesen Vorsprung brachte die Heissl-Elf über die Bühne. Einen Wunschgegner für die nächste Runde hat Gmundens Trainer keinen. "Nicht einmal zu Weihnachten wünsche ich mir was", so Heissl. der aber auf ein Heimspiel hofft.
Einen 7:1-Kantersige feierte der SV sedda Bad Schallerbach beim FC Braunau. Die Gäste waren vor knapp 100 Zuschauer im Brauner Grenzlandstadion von Anfang an die bessere Mannschaft. Bereits in der 18. Minute eröffnete Martin Hegedüs mit seinem Führungstreffer den Torreigen. Hegedüs war es auch, der drei Minuten vor Ende des Spiels den 7:1-Endstand sicherstellte. Der OÖ-Ligist war über die gesamte Distanz des Spiels die bessere Mannschaft. "Die Leistung war ok", lobt Bad Schallerbachs Trainer Bela Hegedüs, bremst aber im Hinblick auf die am Mittwoch beginnende Meisterschaft die Erwartungen: "Wir dürfen das Ergebnis nicht überbewerten. Am Mittwoch geht es gegen den FC Wels und das wird eine ganz andere Partie werden." Erfreut zeigt sich der Coach vor allem mit der spielerischen Darbietung seiner Elf und dem Doppelpack von Harald Ruckendorfer. Der ehemalige Bundesliga-Profi zeigte gegen den FC Braunau mit einem Doppelpack auf.
Keine Blöße gab sich auch OÖ-Liga-Titelfavorit SK Vorwärts Steyr in Weißkirchen und siegte souverän mit 5:0. Vor einer tollen Kulisse von fast 600 Fans übernahm allerdings zuerst die Mannschaft von Trainer Ervin Begic das Kommando, konnte aber zwei gute Chancen nicht nutzen. Dieses sollte sich für den Landesligisten rächen. Bereits nach 24 Minuten traf Vorwärts-Offensivmann Gernot Falkner zum 1:0 für die Elf von Trainer Adam Kensy. Falkner zum Zweiten (55.), ein Doppelpack des eingewechselten Ivan Mastosevic (58., 71) und ein Treffer von Tamas Ferenc Beres zum zwischenzeitlichen 0:3 (48.) sorgten für klare Verhältnisse. "Eine souveräne Leistung meiner Mannschaft", lobte Vorwärts-Coach Adam Kensy nach dem Spiel. Vor allem die spielerische Darbietung, der kämpferische Einsatz und die Raumaufteilung imponierten den Übungsleiter an seiner Mannschaft.
Mehr als ebenbürtig war Landesligist der ASK St. Valentin im
Duell mit Landescup-Titelverteidiger SV Grün-Weiß Micheldorf. Bei den Gästen
fehlte Trainer Walter Waldhör wegen einer Kreuzfahrt, er kehrt erst Montag nach
Österreich zurück, seine Aufgaben übernahmen Co-Trainer Karl-Heinz
Krammer und Tormanncoach Hubert Wimmer. Den ersten Schock gab es für die Gäste
bereits vor dem Spiel, Michael Obermair verletzte sich beim Aufwärmen und fiel
mit einer Muskelzerrung aus. Der nächste Schock für Grün-Weiß dann nach acht
Minuten. Sekic verlor den Ball im Mittelfeld und Dietmar Leonhardsberger
schloss einen Konter mustergültig zum 1:0 für St. Valnetin ab. Micheldorf kam
aber noch vor der Pause zurück. Ein Doppelschlag von Mathias Roidinger (43.)
und Manuel Kössl (45.) brachten eine 2:1-Führung zur Halbzeit. Micheldorfs
Spielmacher Igor Sekic musste zur Pause wegen einer Bänderverletzung in der
Kabine bleiben. Die zweite Halbzeit dann ausgeglichen. St. Valentin drängte ein
den Ausgleich, ein Treffer von Christoph Guselbauer wurde wegen Abseits nicht
gegeben. Auf der anderen Seite musste Stefan Gotthartsleitner frühzeitig unter
die Dusche. Er zeigte Schiedsrichter-Assistent Celal Kalok den
"Scheibenwischer", Referee Dr. Thomas Prammer bedankte sich mit einer
reinen Roten Karte für die "Freundlichkeit" (81.). St. Valentin drängte auf das
2:2, doch Dietmar Gruber gelang aus einem Konter der 3:1-Endstand für Grün Weiß
Micheldorf.
Redaktion