Voll einschlagen konnte bis dato die Union Raiffeisen Mondsee in der Rückrunde der LT1 OÖ-Liga: als eines von drei Teams ist man im Jahr 2026 noch ungeschlagen und kassierte dabei lediglich einen Gegentreffer. Selbstredend soll jener Erfolgslauf auch im heutigen Aufeinandertreffen mit der kriselnden SPG Algenmax Pregarten prolongiert werden. Die Lage der Mühlviertler im Abstiegskampf spitzt sich nämlich zusehends zu, ging man doch im Frühjahr in allen Spielen als Verlierer vom Platz. Nun aber schrieb die Truppe von Trainer Robert Lenz das erste Mal an und erkämpfte sich gegen die formstarken Mondseer einen Zähler.
Dabei entwickelte sich in Durchgang eins eine alles in allem ziemlich ausgeglichene Begegnung – hier wie da tat man sich schwer, über eine längere Phase Druck auf den Kontrahenten auszuüben, diesen mit der nötigen Entschlossenheit zu bespielen und in weiterer Folge auch zu konkreten Einschussmöglichkeiten zu kommen. Dementsprechend rar gesät blieben unter dem Strich die großen Highlights in den ersten 45 Minuten. Richtige Torgefahr kam dann erst kurz vor der Pause auf – verantwortlich hierfür zeigten sich dabei die Hausherren: Zunächst brachte Noel Huber einen technisch enorm anspruchsvollen Fallrückzieher nicht im Gehäuse unter, nur wenige Augenblicke später retteten die Pregartner auf der Linie und verhinderten so denkbar knapp die Pausenführung der Gastgeber.
Nach dem Seitenwechsel verbuchten die Plasser-Schützlinge dann ihre wohl beste Phase in dieser Begegnung und fanden in dieser auch durchwegs weitere Chancen vor, für Bewegung auf der Anzeigetafel zu sorgen. Dabei blieb man aber nach wie vor in punkto Abschlussqualität zu unpräzise und inkonsequent. Was aber auch zur ganzen Wahrheit gehört: Die Gäste aus dem Mühlviertel machten dem Gastgeber das Leben brutal schwer, bissen sich mit unermüdlichem Einsatz in jeden Zweikampf und ließen so den Offensivreihen der Mondseer kaum Platz und Raum zur Entfaltung. Nach rund 73 Minuten setzte es dann aber einen unerwarteten Dämpfer im Spiel der Lenz-Truppe, die nach einer gelb-roten Karte von Christoph Kolm prompt in Unterzahl agieren musste. Davon beeindrucken ließen sich die Gäste aber nicht – im Gegenteil. So war es die Spielgemeinschaft selbst, die fortan deutlich aktiver, geradliniger, ja schlichtweg gefährlicher auftrat und trotz der numerischen Unterlegenheit in der Schlussviertelstunde gleich drei Mal die Chance auf den Lucky-Punch vorfand – verwerten konnte man diese allerdings nicht. Damit blieb es schlussendlich beim 0:0-Unentschieden – der erste Punktgewinn der Mühlviertler im Jahr 2026.
Johann Loibichler (Sportlicher Leiter Union Mondsee):
„Natürlich will man jedes Heimspiel gewinnen. In dieser Liga gibt es aber keine Selbstläufer. Pregarten hat uns einen harten Kampf geboten. Wir haben unsere Chancen nicht nutzen können. Am Ende ist das Remis aber auch gerecht.“
Robert Lenz (Trainer SPG Pregarten):
„Wir haben eine sehr gute Mentalität gezeigt. Es war eine sehr intensive Partie. Man hat schon gesehen, dass Mondsee bis dato die beste Rückrundenmannschaft war. Für uns ist dieser Punkt sehr wichtig, das haben sich die Jungs hart erarbeitet. Am Ende waren wir dann dem Sieg sogar noch näher.“
Die Besten: Kevin Brandstätter (ZM, Union Mondsee) bzw. Alexander Pöppl (IV, SPG Pregarten), Lukas Lindner (ZDM, SPG Pregarten)