Spielberichte

Bitter: SV Micheldorf verpasst nach Gegentreffer in der Nachspielzeit Heimsieg gegen SPG Edelweiss Linz/Neue Heimat!

Nach einem Auftakt nach Maß, zwei Siege in Folge mitumfassend, schlug der SV Haidlmair Grün-Weiß Micheldorf zuletzt wieder am Boden der Tatsachen auf, als man in Weißkirchen mit 0:4 baden ging. Im Zuge der 19. Runde der LT1 OÖ-Liga war man nun dementsprechend auf umgehende Wiedergutmachung aus, als man auf eigener Anlage die SPG Edelweiss Linz/Neue Heimat empfing – vor allem auch deswegen, weil sich das Tabellenschlusslicht aus Gschwandt mit nur einem Zähler Rückstand auf unmittelbarer Tuchfühlung mit den Kremstalern befindet. In einem hart umkämpften Spiel rang man schließlich dem deutlich besser klassierten Kontrahenten einen Zähler ab – bitter aus Sicht der Grün-Weißen: der Gegentreffer fiel erst in der Nachspielzeit. 

Kaltenbrunner-Strahl beschert Gastgebern Pausenführung 

So viel vorweg: Wer am Freitagabend in Micheldorf Qualitätsfußball erwartete, wurde schlichtweg enttäuscht. Viel mehr entwickelte sich eine Begegnung, die von Zweikämpfen und Duellen geprägt war und richtige Torchancen eher eine Rarität darstellten. Die erste dicke Möglichkeit auf die Führung fand dabei der Gast aus der Landeshauptstadt vor, scheiterte dabei allerdings am Aluminium (5.). Besser, weil schlichtweg nochmals präziser machten es dann die Heimischen nach einer guten Viertelstunde, als Michael Kaltenbrunner nach Sehr-Assist das runde Leder aus gut zwanzig Metern humorlos im Winkel versenkte und damit früh in dieser Partie für Bewegung auf der Anzeigetafel sorgte. Damit sind die hochkarätigsten Highlights des ersten Durchgangs bereits erzählt, schaffte man es doch in weiterer Folge hier wie da zu selten, die ganz große Gefahr im letzten Drittel des Gegners zu erzeugen. 

Lucky-Punch fällt erst in Nachspielzeit 

Auch nach dem Seitenwechsel veränderte sich die Statik dieser Begegnung kaum. Dabei offenbarten vor allem die Linzer in Sachen Angriffsspiel gehörig Luft nach oben, tat man sich doch über die gesamte Spielzeit hinweg brutal schwer, sich durch eine kompromisslos agierende Micheldorfer Abwehrmannschaft zu kombinieren und so zum Erfolg zu kommen. Zu oft agierte man in entscheidenden Szenen zu unentschlossen oder ließ die nötige Geradlinigkeit vermissen, die es benötigt, um den heute durchwegs stabilen Defensivverbund rundum Kapitän Christian Ramsebner in Verlegenheit zu bringen. Der Abwehrchef der Kremstaler war es auch, der nach 71 Minuten nach einem Corner die große Möglichkeit auf das 2:0 und damit die Vorentscheidung vorfand – sein gut gesetzter Kopfball wurde aber von einem herausragenden Reflex des Linzer Schlussmanns Indir Duna entschärft. Damit blieben die Landeshauptstädter weiter im Spiel und sollten letztlich – wie eingangs bereits erwähnt – in der Nachspielzeit dieser Begegnung auch noch zum Ausgleich kommen: Nach einer unübersichtlichen Situation versenkte Ivan Pavlovic das runde Leder im Gehäuse zum 1:1-Unentschieden. 

Stimme zum Spiel

Markus Auberger (Sportlicher Leiter SPG Edelweiss Linz/Neue Heimat): 

„Wir haben gewusst, dass es in Micheldorf extrem schwierig zu spielen ist. Darüber hinaus haben sie einen super Trainer und sich im Winter sehr gut verstärkt. Von uns war das heute aber keine gute Leistung. Allgemein war das Spiel nicht schön anzuschauen.“ 

Die Besten: Christian Ramsebner (IV, SV Micheldorf) bzw. Indir Duna (TW, SPG Edelweiss Linz/Neue Heimat)