Zwei Mal in Folge hatte die SPG SV Lugstein Cabs Friedburg/Pöndorf zuletzt in der LT1 OÖ-Liga gewonnen und damit den Turnaround nach einer vergleichbar schwierigen Phase realisiert. Heute bekam man es auf eigener Anlage im Braunauer Derby mit dem UFC Stampfl-Bau Ostermiething zu tun. Schlussendlich setzte man sich mit 2:0 durch und prolongierte erwähnte Siegesserie. Zudem ist man – zumindest vorübergehend – zurück in den Top-3 des Rankings, wo man überwintert hatte. Das Team aus Ostermiething knallte indes nach dem 1:0-Erfolg der Vorwoche gegen die Union Mondsee umgehend wieder auf den Boden der Tatsachen.
Vor über 400 Zuschauern zeigte der Underdog aus Ostermiething vom Start weg eine couragierte Performance und verteidigte entschlossen nach vorne, wodurch man immer wieder in aussichtsreichen Positionen den Ball eroberte. Patrick Peric und Resul Omerovic kamen in dieser Phase zu guten Chancen, konnten aber kein Kapital daraus schlagen. In der 27. Minute schlug dann die SPG zu: Nach einem Foul an Ben-Travis Wörndl im Strafraum des Kontrahenten ertönte der Pfiff des Unparteiischen – eine harte Entscheidung aus Sicht der Gäste. Friedburgs Leonard Jigalov blieb in der Folge cool vom Elfmeterpunkt und besorgte die so wichtige Führung.
Nach dem Seitenwechsel wählte der UFC Ostermiething eine noch offensivere Grundausrichtung, vom Gedanken getrieben, umgehend ins Match zurückzukehren und etwas Zählbares aus jenem Derby mitzunehmen. Prompt kreierte man zwei gute Chancen, Kapitän Julien-Lee Richter und Offensivpartner Benjamin Taferner ließen diese aber ungenützt verstreichen. Gegen nicht effizient genug agierende Gäste fokussierten sich die Friedburger in dieser Phase aufs Umschaltspiel. In der 67. Minute schockte man den Kontrahenten erneut: Nach einem Eckball beförderte Florian Frauenhuber das Leder aus kurzer Distanz über die Linie. Auch die Entstehungsgeschichte jenes zweiten Treffers sorgte für Unmut auf Seiten des UFC, da die Gäste ein Foul an Keeper Wolfgang Schober gesehen haben wollten. Lediglich 3 Minuten später sah Friedburg-Akteur Marius Lehner die Ampelkarte und musste frühzeitig runter. Kurios: Unmittelbar danach fiel das Flutlicht in Friedburg aus – ein Umstand, der eine 15-minütige Pause bedingte. Danach waren noch rund 15 Minuten zu gehen. Gegen nun richtig tief stehende Hausherren suchte der UFC Ostermiething in der Schlussphase aber vergeblich nach einer Lösung, den Abwehrriegel zu knacken.
Petar Dimitrov (Trainer UFC Ostermiething):
„Unter dem Strich zählen die Tore. Wir sind aber zufrieden mit der Leistung der Mannschaft. Das 2:0 möchte ich mir noch einmal auf Video ansehen.“
Der Beste: Sascha Sigl (TW, SPG Friedburg/Pöndorf)