Zum direkten Duell der beiden Tabellennachbarn in der LT1 OÖ-Liga kam es heute auf der Anlage der DSG Union HABAU Perg, als die Prandstätter-Truppe den SV sedda Bad Schallerbach empfing. Beim 2:2 wurden schlussendlich die Punkte geteilt. Was auffiel: Beide Teams mussten etwas Tribut zollen nach den Einsätzen im Landescup unter der Woche – aber in verschiedenen Halbzeiten.
Die DSG Union Perg wirkte in Durchgang eins frischer, galliger im Spiel gegen den Ball und belohnte sich für einen guten Auftritt in Minute 18 mit dem 1:0. Der auffällig agierende Manuel Mühlbachler war mit einem zentral angetragenen Schuss erfolgreich. Dieser wäre wohl haltbar gewesen. Die Gäste aus Bad Schallerbach taten sich indes schwer, so richtig in den Rhythmus zu finden. Das Cup-Spiel unter der Woche in Bad Leonfelden hatte in gewisser Art und Weise Energie gekostet. Zudem hatten mehrere Akteure im Kader mit Krankheiten zu kämpfen und konnten deshalb heute logischerweise nicht das absolute Leistungsmaximum erreichen. Die Perger klopften in Halbzeit eins noch zwei Mal an: Daniel Steinbauer und Mühlbachler konnten aber kein Kapital aus ihren aussichtsreichen Chancen schlagen.
Lediglich 7 Minuten nach dem Seitenwechsel erhöhten die Heimischen auf 2:0: Gegen einen zu passiv agierenden Defensivverbund der sedda-Elf schoss Steinbauer nach Vorlage von Mühlbachler aus kurzer Distanz ein. Bad Schallerbachs Trainer Erich Renner nahm daraufhin taktische Adaptierungen vor. Offensiver ausgerichtet, nahm man fortan mehr Risiko und meldete sich in Minute 68 zurück. Nach einem Stadlbauer-Freistoß war Daniel Pointner mit dem Kopf zur Stelle und markierte den so wichtigen Anschlusstreffer. Die Gäste hatten wieder Blut geleckt, waren in Durchgang zwei insgesamt viel besser in der Partie und konnten nun den Druck erhöhen gegen einen Kontrahenten, der in jener Englischen Woche zusehends an die physischen Grenzen stieß. In Minute 79 glich der SV sedda Bad Schallerbach dann aus: Nach einem Handspiel im Strafraum der Gäste versenkte Angreifer Michael Schröttner den fälligen Strafstoß gekonnt. Lediglich 3 Minuten später fand genannter Akteur die Chance zum Führungstreffer vor, ließ diese aber ungenützt verstreichen. Die Perger wurden im Finish noch einmal durch Standards gefährlich, für einen weiteren Treffer reichte es aber nicht mehr. Somit blieb es beim 2:2 – die sechste (!) Punkteteilung der Prandstätter-Truppe in Folge.
Jürgen Prandstätter (Trainer DSG Union Perg):
„Bad Schallerbach hat aus zwei Chancen zwei Tore gemacht. Sie waren hocheffizient. Wir haben es leider verabsäumt, schon früher für klare Verhältnisse zu sorgen. Die Leistung war sehr gut. Das Ergebnis ist sehr bitter. Wir haben den Gegner über weite Strecken dominiert.“
Erich Renner (Trainer SV sedda Bad Schallerbach):
„Es war ein gerechtes Remis. Für uns war das eine sehr anstrengende Woche. Heute hat etwas die Energie gefehlt. Wir haben mehrere angeschlagene Spieler. Mit einem 2:2 gegen eine heimstarke Mannschaft kann man zufrieden sein.“
Die Besten: Manuel Mühlbachler (ST, DSG Union Perg), Valentin Frank (IV, SV sedda Bad Schallerbach)