Spielberichte

Nach sechs sieglosen Spielen – SPG Edelweiss/Neue Heimat meldet sich mit 2:0-Erfolg gegen den SV Bad Ischl wieder zurück

Durch drei Niederlagen am Stück war der Druck zuletzt merklich angewachsen im Lager des SV Zebau Bad Ischl. Gestern musste man in der LT1 OÖ-Liga auswärts bei der SPG Edelweiss/Neue Heimat ran. Dort setzte es den nächsten Dämpfer für das abstiegsbedrohte Team aus dem Salzkammergut. Schlussendlich siegten die Linzer mit 2:0 und tüteten somit den zweiten vollen Erfolg im Frühjahr ein.

 

Keine Tore in Hälfte eins

Zunächst taten sich beide Mannschaften sichtlich schwer, für Impulse in der Offensive zu sorgen. Das erste Mal so richtig klopften dann die Linzer an, als der aufgerückte Innenverteidiger Florian Madlmayr in einer Phase, in der die SPG insgesamt viele Standards verzeichnete, einen Kopfball nach einer Ecke an die Querlatte setzte (10.). Die nächste Top-Chance der Heimischen hatte Mittelfeldmann Simon Abraham, er fand aber seinen Meister in Bad Ischls Keeper Gabrijel Grgic, der gestern sein Debüt in der höchsten Spielklasse des Bundeslandes feierte. Der Underdog aus der Kaiserstadt fokussierte sich in den ersten 45 Minuten auf schnelles Umschaltspiel nach Ballgewinn, mit jener Taktik schaffte man es aber nicht, richtig zwingend zu werden.

 

Beide Joker stechen

Nach dem Seitenwechsel wählten die zwei Kontrahenten eine offensivere Gangart, was bedingte, dass nun mehr Strafraumszenen zu beobachten waren. Der SV Bad Ischl brach etwa zwei Mal gut auf dem Flügel durch und brachte den Querpass zur Mitte, da fehlte aber jeweils der Abnehmer. Was gestern im Laufe der Partie zweifelsohne den Unterschied ausmachte, war die Ersatzbank. So konnte Edelweiss-Coach Christian Stumpf nach einer guten Stunde mit Philipp Frühwirth und Kenan Ramic zwei brutal namhafte wie hochveranlagte Joker für die Offensive bringen. In Minute 75 stellte erstgenannter Akteur mit einem platzierten Abschluss im Strafraum auf 1:0, nachdem man zielstrebig die Tiefe gesucht hatte. Auch der SV Bad Ischl nahm in Hälfte zwei offensive Wechsel vor. Man strahlte auch rund um die Box eine gewisse Gefahr aus, Edelweiss-Schlussmann Indir Duna konnte man aber nicht regelmäßig prüfen. Eine Ausnahme stellt in diesem Zusammenhang die Chance von Joker Filip Halgos dar, der aus 20 Metern an Duna scheiterte. In der 6. Minute der Nachspielzeit folgte dann die endgültige Entscheidung, als Ramic nach Umschaltspiel alleine vor Keeper Grgic auftauchte und den 2:0-Endstand markierte.

 

Stimme zum Spiel:

Andreas Aster (Trainer SV Bad Ischl):

„Wir haben leider wieder nichts mitgenommen. Es wäre etwas drinnen gewesen. Ich habe der Mannschaft gestern nach dem Abpfiff gesagt, dass ich glaube, dass sie für die letzten sechs Spiele einen neuen Impuls braucht.“

Der Beste: Simon Abraham (ZMF, SPG Edelweiss/Neue Heimat)