In der LT1 OÖ-Liga hat sich die SPG Weißkirchen/Allhaming nach einem neunten Platz zur Winterpause noch bis auf Rang sechs nach vorne gearbeitet. Dieser Aufschwung ist nun auch der Maßstab für die kommende Saison. Im Gespräch mit Ligaportal schildert der sportliche Leiter, Alfred Olzinger, eine Mannschaft, die nach dem Trainerwechsel im Winter an Stabilität gewonnen hat, nun aber einige personelle Veränderungen auffangen muss. Das Ziel bleibt dennoch unverändert: wieder im vorderen Drittel mitmischen.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Die vergangene Spielzeit bewertet Olzinger trotz des durchwachsenen Herbstes am Ende positiv. „Die vergangene Saison war eigentlich zweigeteilt, weil wir im Winter einen Trainerwechsel hatten, aber im Endeffekt waren wir mit der Platzierung am Ende der Saison schon zufrieden“, sagt er. Dass die SPG nach 30 Runden als Sechster dastand, war nach den Wochen vor der Winterpause nicht selbstverständlich.
Vor allem der Verlauf nach dem Jahreswechsel erklärt, warum der Verein mit einem guten Gefühl aus der Saison gegangen ist. Der Anspruch sei zwar gewesen, wieder im oberen Bereich der Tabelle aufzutauchen, im Herbst blieb die Mannschaft davon aber zunächst ein Stück entfernt. „Wir haben den Anspruch, dass wir jedes Jahr im vorderen Drittel der Tabelle mitspielen wollen. Das ist uns nicht ganz gelungen, weil wir aus der Herbstsaison mit einem neunten Tabellenrang herausgekommen sind.“ Erst danach drehten die Weißkirchener das Bild. „Wir haben dann ein starkes Frühjahr gespielt, waren sehr stabil, defensiv verbessert und haben uns den sechsten Platz noch in der Endtabelle sichern können.“
Namen nannte der Sportchef nicht, wohl aber die Richtung der Kaderplanung: Mehrere Abgänge müssen aufgefangen, die neuen Spieler rasch integriert werden. Gerade deshalb ist die Vorbereitung klar ausgerichtet. Einerseits soll die Mannschaft in jenen Bereichen nachschärfen, die schon im Frühjahr ein wichtiger Teil des Aufschwungs waren. Andererseits geht es darum, die Neuen in kurzer Zeit einzubinden. „Wir achten darauf, dass wir Standardsituationen offensiv und defensiv verbessern, dass wir unser Defensivverhalten verbessern und dass die neuen Spieler schnellstmöglich integriert werden, da die Vorbereitung sehr kurz ist“, erklärt Olzinger. Viel Zeit für längere Anpassungsphasen bleibt damit nicht.
Zumindest personell gibt es derzeit keine zusätzlichen Sorgen. „Gott sei Dank sind momentan alle fit“, sagt Olzinger. Gleichzeitig beschreibt er eine Trainingsarbeit, in der die Konkurrenz innerhalb des Kaders spürbar geworden ist. Nach den Veränderungen im Aufgebot setzt der Verein darauf, dass genau diese neue Situation die Leistungen anhebt. Olzinger formuliert es so: „Die Leistungen werden durch den neuen Konkurrenzkampf im Kader einfach besser.“
Aus den Erfahrungen der vergangenen Saison leitet die SPG auch ihr Ziel für die nächsten Monate ab. Der Verein will nicht erst im Frühjahr zur Konstanz finden, sondern von Beginn an näher an die eigenen Ansprüche herankommen. Ein Platz im vorderen Drittel bleibt die Vorgabe, entscheidend wird aus Sicht des sportlichen Leiters aber vor allem der Auftakt sein. „Wir wollen sicherlich wieder im vorderen Drittel mitmischen. Da wird ein guter Start in die Meisterschaft vonnöten sein. Dann werden wir sehen, ob wir unser Ziel auch erreichen können.“
Damit ist die Lage vor dem Saisonstart klar umrissen: Die Basis des starken Frühjahrs ist vorhanden, strukturell herrscht Ruhe, im Kader dagegen hat sich einiges verschoben. Für Weißkirchen wird nun entscheidend sein, ob die defensive Stabilität hält und die neuen Spieler rasch ihren Platz finden. Daran wird sich zeigen, ob die Mannschaft von Beginn an an das Frühjahr anknüpfen kann.