In der LT1 OÖ-Liga steht der SV Lugstein Cabs Friedburg 1960 vor einem Sommer mit spürbaren Veränderungen. Nach einem starken Herbst und einer schwächeren Rückrunde muss die Mannschaft mehrere Abgänge auffangen, den Anspruch auf einen Platz im oberen Bereich aber behalten. Sportchef Franz Neubauer spricht im Gespräch mit Ligaportal dennoch von einer insgesamt positiven Saisonbilanz und nennt für die neue Spielzeit ein klares Ziel: Friedburg soll wieder in die Top fünf kommen.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Für Neubauer überwiegt beim Rückblick das Positive, auch wenn der Saisonverlauf aus seiner Sicht zwei deutlich unterschiedliche Phasen hatte. „Im Herbst waren wir ganz gut, da waren wir an dritter Stelle. Im Frühjahr haben wir ein bisschen nachgehängt, aber der fünfte Platz ist für mich immer noch in Ordnung“, sagt der sportliche Leiter. Friedburg konnte sich also über weite Strecken im oberen Bereich behaupten, verlor nach der Winterpause aber etwas an Konstanz.
Diese Entwicklung erklärt auch, warum der Verein die abgelaufene Spielzeit nicht als verpasste Chance, sondern eher als ordentliche Basis für das Kommende einordnet. Der Einbruch im Frühjahr blieb offenbar im Rahmen, die Saison wurde intern nicht grundsätzlich negativ bewertet. Entscheidend ist nun, dass die Mannschaft jene Stabilität wiederfindet, die sie im Herbst ausgezeichnet hatte.
Die größte Aufgabe in den kommenden Wochen ist klar. Sieben Abgängen stehen laut Neubauer sechs Neuzugänge gegenüber. „In der Vorbereitung liegt der Fokus darauf, dass wir die neuen Spieler integrieren“, sagt er. Genau dort setzt der SV nun an, denn ein größerer Umbruch verändert automatisch die Abläufe und die Abstimmung auf dem Platz. Neubauer formuliert es schlicht: „Da muss man schauen, dass das wieder funktioniert.“
Fix sind mehrere personelle Verluste. Neubauer nannte unter anderem Markus Dominik für den rechten Flügel, den zentralen Mittelfeldspieler Marko Peric, Verteidiger Emrah Krizevac, Stürmer Haris Harba, Leonard Jigalov als Spieler für die Achter- oder Zehnerposition sowie Tormann Thomas Jetzinger. Bei den Neuzugängen hielt sich der sportliche Leiter dagegen noch bedeckt, konkrete Namen oder Positionen wollte er zum jetzigen Zeitpunkt nicht nennen.
Immerhin bleibt die personelle Lage abseits der Transferbewegungen ruhig. Verletzte oder länger angeschlagene Spieler gibt es laut Neubauer derzeit nicht. Auch im Trainerstab oder im Vereinsumfeld sind, sieht man vom Ende der Spielgemeinschaft mit der Union Pöndorf ab, keine Änderungen angekündigt. Der SV Friedburg geht also ruhig in die Sommerarbeit, sportlich ist der Fokus ganz auf die neue Kaderstruktur gerichtet.
Dass sich der Verein trotz der vielen Bewegungen im Kader nicht kleinredet, zeigt die Zielsetzung für die kommende Saison. Neubauer weiß, dass die Aufgabe anspruchsvoll wird, formuliert die Vorgabe aber dennoch klar: „Es wäre schön, wenn wir wieder unter die ersten Fünf kommen. Es wird zwar nicht leicht sein, aber ein Platz unter den ersten Fünf ist sicher gut.“ Damit steckt Friedburg den Rahmen bewusst realistisch ab: kein überzogener Angriff nach ganz oben, aber sehr wohl der Anspruch, wieder im vorderen Drittel mitzumischen.
Viel wird davon abhängen, wie rasch die neuen Spieler Anschluss finden und ob es gelingt, die Leistung insgesamt anzuheben. Genau das nennt Neubauer als zweite zentrale Vorgabe neben der Integration. Der SV geht also mit einer klaren Aufgabenliste in den Sommer. Wenn die neuen Spieler rasch greifen und die Mannschaft wieder an ihre Herbstform anschließen kann, soll ein Platz im Spitzenfeld auch in der kommenden Saison erreichbar sein.