Regionalliga Mitte

LASK Amateure OÖ verlieren Top-Torjäger und setzen auf internationale Verstärkungen

Bei den LASK Amateuren OÖ kam es im Wintertransferfenster zu zahlreichen Veränderungen. Nach der enttäuschenden Saison 2024/25 spielten die Linzer einen starken Herbst. Mit 33 Punkten aus 15 Spielen liegen die Athletiker auf dem zweiten Platz. Im Winter verließen allerdings zwei prägende Spieler den Verein. Insgesamt gab es sogar acht Abgänge im Team von Andreas Wieland. Vier internationale Talente sollen die Abgänge kompensieren. Außerdem gab es auch im Betreuerstab eine interessante Veränderung.

Andreas Wieland muss im Frühjahr ohne seine zwei Top-Torjäger auskommenAndreas Wieland muss im Frühjahr ohne seine zwei Top-Torjäger auskommen

42 Tore erzielten die LASK Amateure im Herbst in der Regionalliga Mitte. Für mehr als die Hälfte dieser Treffer waren Filip Perovic und Queyrell Tchicamboud verantwortlich. Sowohl der Montenegriner als auch der Franzose erzielten elf Treffer. Im Frühjahr müssen die Linzer aber ohne ihr Torjäger-Duo auskommen, denn beide verließen den Verein. Perovic wurde per Leihe an den SKN St. Pölten abgegeben und der 20-jährige Tchicamboud wechselte zum ungarischen Erstligisten Zalaegerszegi TE FC. Perovic trug das LASK-Trikot nur ein halbes Jahr, Tchicamboud lief immerhin eineinhalb Jahre für die Linzer auf.

Zahlreiche Kaderspieler verlassen den Verein

Neben diesen beiden Stützen verließen zahlreiche weitere Spieler die LASK Amateure. Baran Yildiz wechselte in die Regionalliga Ost zum SC Neusied/See, Christoph Breinesberger und Leon Grafinger gingen in die OÖ-Liga zum SV Bad Schallerbach beziehungsweise zu Edelweiß Linz. Alle drei kamen in dieser Regionalliga-Saison nicht zum Einsatz. Per Leihe abgegeben wurden Brandon Pursall und Kevin Lebersorger. Der Engländer Pursall bleibt in Österreich und läuft ab sofort für SW Bregenz auf, Außenverteidiger Lebersorger zog es hingegen nach Deutschland zum BFC Dynamo. Bei den Berlinern soll er in der Regionalliga Nordost sein Können unter Beweis stellen. Der achte Abgang der Linzer wartet noch auf einen neuen Verein. Wesley Frimpong, der Bruder von Liverpool-Star Jeremie Frimpong, absolvierte in dieser Herbstsaison fünf Spiele für den Tabellenzweiten und sucht nun einen neuen Verein. Kevin Lebersorger wechselt nach DeutschlandKevin Lebersorger wechselt nach Deutschland

LASK setzt weiter auf internationale Talente

Mit Perovic und Tchicamboud zeigten die Linzer, dass sie bei internationalen Nachwuchsspielern ein gutes Gespür haben, dementsprechend setzten sie auch bei den Winterneuzugängen auf Talente aus dem Ausland. Der 20-jährige Kroate Mate Ivkovic kam von Sampdoria Genua in die Stahlstadt. Der Nachwuchsnationalspieler wurde bei Hajduk Split und der AS Rom ausgebildet. Für den defensiven Mittelfeldspieler ist Linz die erste Station in Österreich. Aus seiner Heimat wechselte der 19-jährige Birane Cissé zum Regionalligisten. Der Senegalese spielte zuletzt bei Sahel Atlantic. Auf der Torwartposition verstärkten sich die Athletiker mit Damian Corbisiero aus der Schweiz. Nach der Ausbildung bei Winterthur wechselte der 20-Jährige zum SV Schaffhausen. Beim Schweizer Viertligisten hütete Corbisiero in dieser Saison neunmal in der Liga das Tor. Der vierte Neuzugang aus dem Ausland kam aus den USA. Für den Sturm verpflichteten die Linzer Peyton Presson. Der 18-Jährige kickte zuletzt in der Akademie von Inter Miami. Eine deutlich kürzere Anreise hatte der einzige Neuzugang aus Österreich. Der Wechsel von Yanis Traun war bereits rund um den Jahreswechsel fixiert worden.

LASK-Legende kehrt zurück

Einen interessanten Neuzugang gab es bei den LASK Amateuren im Betreuerstab. Jürgen Panis kehrte an seine alte Wirkungsstätte zurück und unterstützt ab sofort Cheftrainer Andreas Wieland mit seiner Erfahrung. In seiner aktiven Karriere lief der Mittelfeldmann fast 350-mal in der höchsten österreichischen Spielklasse auf. Neben dem LASK war er auch für die Wiener Austria, den FC Tirol und die Admira tätig. Außerdem kam er auch fünfmal im ÖFB-Nationalteam zum Einsatz. Als Trainer sammelte Panis in den letzten Jahren Erfahrungen in der Akademie der SV Ried. Bis zum Sommer agierte er sogar als Co-Trainer der Bundesligamannschaft. Nun kehrt er als Trainer nach Linz zurück.

 

Fotos: Schröckelsberger und RIPU