Spielberichte

"Aufgrund der zweiten Halbzeit war es am Ende ein hochverdienter Sieg“, - USV St. Anna/Aigen siegt gegen SV Lafnitz

USV St. Anna/Aigen
SV Lafnitz

In der 28. Runde der Regionalliga Mitte durfte sich USV RB Weindorf St. Anna am Aigen endlich über den ersten Sieg im heurigen Kalenderjahr freuen. Gegen den favorisierten SV Licht-Loidl Lafnitz setzte sich die Mannschaft von Trainer Wolfgang Schalk vor rund 300 Zuschauern in der StahlbauMüller Arena verdient mit 2:0 durch. Nach einer schwierigen Saison war der Erfolg für die Südoststeirer nicht nur tabellarisch wichtig, sondern auch emotional ein echtes Ausrufezeichen. Besonders nach der Pause zeigte St. Anna/A. eine leidenschaftliche und disziplinierte Vorstellung und belohnte sich mit einem verdienten Heimsieg.

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Erster Sieg unter Trainer Schalk - hart hin gearbeitet!

Lafnitz zunächst spielbestimmend

Die Gäste aus Lafnitz starteten besser in die Partie und übernahmen in der Anfangsphase klar die Kontrolle über das Spielgeschehen. Bereits nach knapp 20 Minuten sorgte ein Freistoß von Christoph Kobald erstmals für Gefahr aufseiten der Hausherren, insgesamt wirkten die Oststeirer aber zunächst etwas nervös. SV Licht-Loidl Lafnitz ließ den Ball gut laufen und kam vor allem über die schnellen Außenspieler immer wieder zu guten Aktionen. Besonders Bajram Syla, Dominik Velecky und Michael John Lema sorgten offensiv für Bewegung.

Nach rund 20 Minuten entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, wobei Lafnitz weiterhin leichte Vorteile hatte. Immer wieder fanden die Gäste Räume zwischen den Linien, doch die Defensive von St. Anna/A. arbeitete aufmerksam und kompromisslos. Trainer Wolfgang Schalk hatte seine Mannschaft hervorragend eingestellt, vor allem in den Zweikämpfen präsentierten sich die Hausherren aggressiv und konzentriert.

In der Schlussphase der ersten Halbzeit änderte sich das Bild jedoch zunehmend. St. Anna/A. wurde mutiger, attackierte früher und setzte offensiv immer wieder gefährliche Nadelstiche. Nach einem geklärten Eckball und einem abgeblockten Nachschuss übernahmen die Gastgeber plötzlich die Kontrolle. Lafnitz verlor etwas den Zugriff auf die Partie, während die Heimelf immer besser ins Spiel fand.

Kurz vor dem Pausenpfiff folgte schließlich der umjubelte Führungstreffer. Anej Polak traf in der 45. Minute zum 1:0 und brachte die Zuschauer zum Jubeln. Der Treffer fiel genau in jener Phase, in der St. Anna/A. deutlich aktiver wirkte und mehr Präsenz entwickelte. Mit der knappen Führung ging es schließlich in die Halbzeitpause.

St. Anna/A. nach der Pause eiskalt

Zur zweiten Halbzeit reagierten beide Trainer mit personellen Veränderungen. Bei Lafnitz kamen unter anderem Justin Hofmann und Ziga Dajcman neu ins Spiel, während bei den Gastgebern Markus Klöckl und Lukas Michael Stefaner eingewechselt wurden.

Die Gäste versuchten unmittelbar nach Wiederbeginn Druck aufzubauen, doch die besseren Möglichkeiten hatte nun die Heimelf. Bereits in der 53. Minute vergab Anej Polak die große Chance auf das 2:0. Wenige Minuten später machte es Marcel Treitler allerdings besser.

Der Mittelfeldspieler startete in der 57. Minute ab der Mittellinie ein Solo, ließ mehrere Gegenspieler stehen und vollendete sehenswert ins linke Kreuzeck zum 2:0. Ein Treffer, der sinnbildlich für die zweite Halbzeit der Gastgeber stand: leidenschaftlich, mutig und effizient.

Lafnitz zeigte sich trotz des Rückstands weiterhin bemüht und hatte durch einen Volley von Bajram Syla, der an die Stange ging, Pech. Insgesamt fehlte den Gästen aber die letzte Konsequenz im Abschluss. Je länger die Partie dauerte, desto besser bekam St. Anna/A. die Begegnung in den Griff. Die Defensive arbeitete kompakt, im Mittelfeld wurden die Zweikämpfe angenommen und auch Torhüter Simon Donner war in den entscheidenden Momenten zur Stelle. Kurz vor Schluss parierte der Schlussmann sogar zweimal stark und hielt damit die Null fest.

Stimmen zum Spiel

Nach dem Schlusspfiff zeigte sich Trainer Wolfgang Schalk entsprechend zufrieden.

„Die ersten 30 Minuten war Lafnitz spielbestimmend. Wir haben aber sehr gut gekontert, waren stark in den Zweikämpfen und haben unglaublich viel Leidenschaft gezeigt. Je länger das Spiel gedauert hat, desto besser waren wir drinnen. Aufgrund der zweiten Halbzeit war es am Ende ein hochverdienter Sieg“, erklärte der Coach nach der Partie.

Besonders erfreulich sei laut Schalk gewesen, dass seine Mannschaft endlich den ersten Heimsieg des Jahres feiern konnte. „Kompliment an die Mannschaft und den ganzen Verein“, so der Trainer abschließend.

Marco Wimmer, Trainer von SV Licht-Loidl Lafnitz, analysierte die Niederlage sachlich und verwies vor allem auf die mangelnde Chancenverwertung seiner Mannschaft:

Wir haben gewusst, dass es auswärts in St. Anna alles andere als einfach wird. Die letzten Ergebnisse haben bereits gezeigt, wie schwer es aktuell ist, gegen diese Mannschaft Tore zu erzielen. In den vergangenen drei Heimspielen hat St. Anna nie mehr als einen Treffer zugelassen. Trotzdem hätten wir vor allem in der ersten Halbzeit mehrere Tore erzielen müssen.

Wir haben ein sehr dominantes Spiel gezeigt, uns viele Torchancen herausgearbeitet und die Partie über weite Strecken in die gegnerische Hälfte verlagert. Da waren viele gute Dinge dabei. Was allerdings nicht gut war, war unsere Restverteidigung in einigen Situationen. Aus einem Konter ist dann auch das erste Gegentor entstanden. In der zweiten Halbzeit war das Bild ähnlich – wir hatten das Spiel eigentlich unter Kontrolle, machen aber unsere Chancen nicht und bekommen erneut nach einem Konter das Gegentor.“

Für USV RB Weindorf St. Anna am Aigen war dieser Erfolg trotz der schwierigen Tabellensituation ein wichtiges Signal zum Saisonende. SV Licht-Loidl Lafnitz hingegen zeigte vor allem in der ersten halben Stunde eine gute Leistung, ließ danach aber nach und musste sich letztlich verdient geschlagen geben.

Bericht Florian Kober

 

 



Regionalliga Mitte: USV St. Anna/Aigen : Lafnitz - 2:0 (1:0)

  • 55
    Marcel Treitler 2:0
  • 43
    Anej Polak 1:0