Vor 260 Zuschauern im Solarstadion feierte der FC Gleisdorf 09 in der 29. Runde der Regionalliga Mitte einen verdienten 1:0-Heimsieg gegen die Jungen Wikinger Ried. Das Goldtor erzielte Michael Loder nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit. Gleichzeitig wird es das vorläufig letzte Aufeinandertreffen zweier langjähriger Wegbegleiter gewesen sein: immer wieder staanden sich die Oststeirer und die zweite Mannschaft der SV Ried in den vergangenen Jahren gegenüber. Durch die bevorstehende Reform der Regionalligen werden die beiden Vereine künftig in unterschiedlichen Bewerben antreten.

Sieg gegen die Ried Amateure bei tropischem Wetter.
Bei hochsommerlichen Bedingungen entwickelte sich zunächst eine intensive, aber wenig spektakuläre Begegnung. Beide Mannschaften agierten aus einer kompakten Grundordnung heraus und neutralisierten sich über weite Strecken. Die Gäste aus Oberösterreich versuchten immer wieder über schnelles Umschaltspiel Akzente zu setzen, während Gleisdorf Schwierigkeiten hatte, den zuletzt gewohnten Rhythmus im Ballbesitz zu finden.
Klare Torchancen blieben Mangelware, stattdessen dominierten Zweikämpfe und Laufarbeit das Geschehen. Die Defensivreihen ließen kaum gefährliche Abschlüsse zu, weshalb die Partie folgerichtig torlos in die Halbzeitpause ging.
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Hausherren deutlich verbessert. Die Mannschaft von Trainer Marko Kovacevic trat strukturierter auf, gewann mehr zweite Bälle und verlagerte das Spiel zunehmend in die Hälfte der Jungen Wikinger.
In der 65. Minute wurde die Leistungssteigerung schließlich belohnt. Michael Loder nutzte eine gelungene Offensivaktion eiskalt aus und brachte den FC Gleisdorf 09 mit 1:0 in Führung. Es war zugleich der entscheidende Moment einer Begegnung, in der die Gastgeber nach dem Führungstreffer kaum noch etwas anbrennen ließen.
Die Gäste reagierten mit mehreren Wechseln und versuchten noch einmal Druck aufzubauen, doch die Gleisdorfer Defensive um Kapitän Felix Schlemmer präsentierte sich äußerst stabil. Auch die eingewechselten Akteure auf Seiten der Hausherren fügten sich nahtlos ein und halfen dabei, den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen.
In der Schlussphase wurde die Partie etwas hektischer. Mehrere Gelbe Karten auf beiden Seiten zeugten davon, dass die Gäste noch einmal alles versuchten. Die Nachspielzeit brachte jedoch keine entscheidende Wendung mehr, sodass Gleisdorf den Heimsieg letztlich souverän ins Ziel brachte.
Entsprechend zufrieden zeigte sich Sportlicher Leiter Stefan Metzner nach dem Schlusspfiff:
"Grundsätzlich haben trotz hoher Temperaturen beide Mannschaften heute eine intensive Partie gespielt. Mit unserer ersten Halbzeit waren wir inhaltlich nicht zufrieden. Wir haben unsere klaren Spielstrukturen leider vermissen lassen, aber leidenschaftlich gekämpft, wodurch das Spiel ausgeglichen zur Pause war. Nach der Pause waren wir deutlich konkreter und sind dann auch hochverdient in Führung gegangen. Ich bin sehr stolz auf unsere Wechselspieler, die alle eine hervorragende Leistung gezeigt haben. Gemeinsam als Team haben wir den verdienten Heimdreier fixiert. Der Trainer hat heute auch entscheidend unsere Jungs wachgerüttelt."
Mit dem Erfolg festigt der FC Gleisdorf 09 seine Position im unteren Tabellenmittelfeld der Regionalliga Mitte und belohnt sich für eine starke zweite Halbzeit. Gleichzeitig endete ein kleines Kapitel Regionalliga-Geschichte: Nach zwölf Duellen zwischen Gleisdorf und den Jungen Wikingern Ried wird es durch die neue Ligastruktur vorerst keine Fortsetzung dieses mittlerweile beinahe schon traditionellen Aufeinandertreffens geben. Für die Oststeirer war der Abschied jedenfalls ein gelungener.
Gleisdorf 09: Christoph Wallner, Tobias Schöggl, Felix Schlemmer (K), Samuel Svetlik, Michael Loder, Daniel Klicnik, Daniel Brandl, Patrick Schroll, Fabian Lenhart, Libor Bobcik, Niko Johann Lieber Ersatzspieler: Thomas Hruby, Timo Metzner, Tobias Rumpl, Andre Dirnberger, Luca Meißl, Rafael Erwin Jäger Trainer: Marko Kovacevic
Junge Wikinger Ried: Dominik Stöger, Simon Schwaiger, Ante Antosovic, Timon Spiegl, Bence Balabás, Raphael Arize Pesu, Jonas Schwaighofer (K), Tobias Kriechhammer, Elias Krain, Yannick Steingreß, Leonit Zeqiri Ersatzspieler: Koloman Koppelhuber, Isak Jan Majstorovic, Niklas Dötzlhofer, Volodymyr Danylenko Trainer: Marcel Thallinger
Bericht Florian Kober
Foto: H.Rieger