Im Rahmen der zweiten Runde der Regionalliga Nord bat der SV Wals-Grünau den derzeit in starker Form agierenden Kontrahenten aus Oberösterreich, den SK Vorwärts Steyr, zum Kräftemessen. Dieses Duell versprach bereits im Vorfeld einiges an Brisanz. Die Mislov-Schützlinge kamen ungeschlagen angereist und wollten diese Begegnung zweifelsohne dazu nutzen, ihren positiven Lauf fortzusetzen. Doch auch die Gastgeber waren gewillt, nach dem letztwöchigen Remis erstmals einen vollen Erfolg zu feiern. Schlussendlich setzten sie dieses Vorhaben auch in die Tat um und schickten den Gegner mit einer 3:0-Packung nach Hause.
Heimteam geht in Hälfte eins in Führung
Die ersten Akzente setzte in der Anfangsphase allerdings die Auswärtsmannschaft. In der dritten und zwölften Spielminute nutzten die Oberösterreicher lange Bälle als probates Mittel, um das Spielgerät in die gefährliche Zone zu befördern und für Gefahr zu sorgen. Oftmals fehlte jedoch die nötige Genauigkeit. Zudem erwies sich die Defensive der Gastgeber als sattelfest und ließ nur wenige Möglichkeiten zu. Nach der Viertelstundenmarke kippte das Spiel zunehmend in Richtung Wals-Grünau. Nun war es die Rieder-Truppe, die den Ton angab und mehr Spielanteile verzeichnete. In der 20. Minute klopften die Salzburger erstmals im gegnerischen Strafraum an, doch der Ball wurde noch rechtzeitig abgefangen, bevor David Kriechbaum zum Abschluss ansetzen konnte. Nur zwei Minuten später stand Kriechbaum erneut im Mittelpunkt: Am linken Flügel setzte er sich durch und bediente seinen Mitspieler Petrit Nika, der zum Führungstreffer für die Heimischen einnetzte (22.). Auch danach blieben die Salzburger am Drücker und erspielten sich weitere Einschussmöglichkeiten. Bis zum Seitenwechsel konnten sie daraus allerdings keinen weiteren Profit schlagen, sodass es mit einer 1:0-Führung in die Kabinen ging.
Wals-Grünau lässt Steyr keine Chance
Nach der Pause schien Gäste-Coach Mislov die richtigen Worte gefunden zu haben. Seine Mannschaft präsentierte sich äußerst engagiert und drückte vehement auf den Ausgleich. Bereits in der 47. Minute brannte es im Strafraum der Heimischen lichterloh, doch die Rieder-Elf konnte gerade noch zur Ecke klären. Nur wenige Minuten später landete ein weiterer Versuch in den Händen von Goalie Rehrl. Die Hausherren hielten dem anfänglichen Druck stand und fanden anschließend wieder besser in die Partie. In der 58. Minute waren sie dem zweiten Treffer nahe, doch ein Abschluss ging nur knapp über die Querlatte. In der 65. Minute belohnten sich die Gastgeber schließlich für ihre dominante Vorstellung. Sebastian Müller zog halblinks ab und ließ Steyr-Goalie Staubinger keine Chance. Nun schwanden die Hoffnungen der Gäste zunehmend, was sich auch auf dem Spielfeld bemerkbar machte. Die Heimischen dominierten das Spielgeschehen nach Belieben, ließen Ball und Gegner laufen und sorgten in der 72. Minute für die endgültige Entscheidung. Nach einem Strafstoß blieb Petrit Nika eiskalt und schnürte damit seinen Doppelpack. In der Folge waren die Gäste nochmals bemüht, zumindest für Ergebniskosmetik zu sorgen. Doch an diesem Nachmittag fehlte es an der nötigen Präzision und auch am Glück im Abschluss. Auf der anderen Seite wollten die Hausherren noch einen weiteren Treffer nachlegen, doch auch ihnen blieb dieser verwehrt. Somit blieb es nach einem souveränen Auftritt des SV Wals-Grünau beim deutlichen 3:0-Endstand.
Stimmen zum Spiel:
Bernhard Huber Rieder (Trainer, SV Wals-Grünau):
"Es war eine sehr dominante Vorstellung meiner Mannschaft. Wir haben wenig zugelassen, waren sehr konkret mit und gegen den Ball und hatten einen klaren Plan, den wir über die gesamte Spielzeit verfolgt haben. Deshalb geht der Sieg auch in dieser Höhe in Ordnung. Auch bei der Chancenausbeute hatten wir die deutlich besseren Möglichkeiten. Für Dienstag wollen wir den Schwung mitnehmen und unsere gute Form bestätigen."
Roko Mislov (Trainer, SK Vorwärts Steyr):
"Wir haben 3:0 verloren und man findet sicher nicht viele Dinge, die heute gut gelaufen sind. Trotzdem sind wir noch am Anfang der Saison und heute war es definitiv ein Ausrutscher. Wir müssen dieses Spiel analysieren und uns anschließend auf das nächste Spiel vorbereiten."