Den Abschluss des zweiten Spieltags der Regionalliga Nord bildete das Duell zwischen dem TSV McDonald's St. Johann und den LASK Amateuren OÖ. Beide Mannschaften mussten sich in Runde eins geschlagen geben, weshalb bei beiden dasselbe Ziel vor Augen stand: Die ersten drei Punkte sollten her, um erstmals für Bewegung auf dem Punktekonto zu sorgen. Schlussendlich setzten sich die Heimischen nach einer abgeklärten Leistung in der zweiten Hälfte mit 2:0 durch und machten damit den Einstand vor eigenem Publikum perfekt.
Torlose erste Spielhälfte
Die rund 150 erschienenen Zuschauer mussten sich im ersten Spielabschnitt etwas gedulden, ehe beide Mannschaften auf Betriebstemperatur kamen und erste Nadelstiche im Offensivdrittel setzten. Sowohl der TSV als auch der Gast aus Linz tat sich jedoch sichtlich schwer, nennenswerte Möglichkeiten zu kreieren. Vor allem die Vukovic-Truppe verzeichnete ein Plus beim Ballbesitz, doch oftmals fehlte die zündende Idee, um die gegnerische Defensive ernsthaft vor Probleme zu stellen. Auch beim Anlaufen fehlte es an der nötigen Konsequenz, wodurch hohe Ballgewinne ausblieben. Doch auch die Pongauer tauchten nur selten gefährlich vor dem Tor der Gäste auf. Lediglich bei ruhenden Bällen ließ man den Puls der LASK-Abwehr gelegentlich höher schlagen, doch diese konnte die Situationen stets entschärfen. Kurz vor der Pause schraubten die Linzer das Tempo nochmals in die Höhe und wollten den Führungstreffer erzwingen. Eine gute Möglichkeit bot sich in der 43. Minute, als Schlussmann Wallinger eingreifen und zur Ecke parieren musste. Danach geschah nichts Nennenswertes mehr und so ging es mit einem torlosen Remis in die Kabinen.
St. Johann netzt doppelt und sichert sich den Sieg
Nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff fand das Heimteam eine Riesenchance vor, ließ diese jedoch ungenutzt. In weiterer Folge übernahmen die Linzer zunehmend die Kontrolle über das Spielgeschehen und ließen das Spielgerät gekonnt durch die eigenen Reihen zirkulieren. Mit ansehnlichen Kombinationen versuchte man, in den gegnerischen Sechzehner vorzudringen. Doch es gelang den Gästen nicht, vor dem Tor zwingend zu werden – und so erwachte eine alte Fußballweisheit zum Leben: Wer die Tore vorne nicht macht, kassiert sie hinten. So war es auch in der 55. Minute. Etwas aus dem Nichts gingen die Mannen von Übungsleiter Kletzl durch Karim Hassanin in Führung und versetzten die Gäste damit zunächst in Schockstarre. Doch lange hielt diese nicht an, denn nur wenige Augenblicke später bot sich den Linzern die große Chance auf den Ausgleich. Im direkten Duell mit Goalie Wallinger zogen sie jedoch den Kürzeren und verpassten damit die schnelle Antwort. Nun war es wieder der LASK, der mehr Druck erzeugte und durch personelle Veränderungen zusätzlichen Schwung in die Partie brachte. Doch auch die eingewechselten Spieler konnten an der an diesem Abend vorherrschenden mageren Chancenausbeute nichts ändern. In der 72. Minute fiel schließlich die Entscheidung. Schiedsrichter Peitler zeigte nach einem Foulspiel im LASK-Strafraum auf den Punkt. Den fälligen Elfmeter ließ sich das Heimteam nicht entgehen: Sandro Djuric übernahm die Verantwortung und stellte auf 2:0. Mit dem zweiten Treffer war die Partie praktisch entschieden. Die Vukovic-Truppe fand in der Schlussphase keine zwingenden Mittel mehr, um nochmals für Gefahr zu sorgen. Somit stand dem 2:0-Endstand zugunsten der St. Johanner nichts mehr im Wege.
Stimme zum Spiel:
Milan Vukovic (Trainer, LASK Amateure OÖ):
"Wir haben heute das Spiel in beiden Sechzehnern verloren, vor allem im offensiven Bereich. Da waren wir einfach zu lieb und zu nett. Nach dem 2:0 war das Spiel gelaufen, da konnten wir nicht mehr zurückkommen. Kurz nach dem Spiel ist es schwierig zu sagen, was wir Positives mitnehmen können. Trotzdem hat mir gefallen, dass wir es geschafft haben, ohne Ballverlust von hinten in eine offensivere Zone zu spielen."