Einen äußerst erfolgreichen Start in die neue Saison legte bislang der SV Grödig hin. Die Deliu-Schützlinge konnten in den ersten beiden Ligaspielen jeweils den Stempel auf die Partie drücken und insgesamt sechs Punkte eintüten. Zweifelsohne wollte man diese positive Energie auch in der dritten Runde der Regionalliga Nord auf den Platz bringen. Im Rahmen der englischen Runde kam es zum Heimduell mit dem SV Wals-Grünau, der dem Kontrahenten ebenfalls einen harten Tanz versprach und weiterhin ungeschlagen bleiben wollte, nachdem man am letzten Spieltag den Topklub SK Vorwärts Steyr äußerst souverän in die Schranken gewiesen hatte. Schlussendlich konnte sich letztgenanntes Team auch durchsetzen und drei Zähler aus einer Begegnung mitnehmen, die es in sich hatte: Nach einem 1:1 zur Pause und einem schnellen Führungstreffer der Gäste stellten sich die meisten Zuschauer bereits auf einen Auswärtssieg ein, ehe die Nachspielzeit anbrach. Denn zunächst schlug der SV Grödig nochmals zurück und erzielte den Ausgleich, doch die Rieder-Truppe erwies sich über die gesamte Spielzeit als effizienter vor dem gegnerischen Kasten und traf in der dritten Minute der Nachspielzeit tatsächlich noch zum 2:3-Endstand (Spielbericht). Ligaportal bat den Coach des Siegerteams, Bernhard Huber Rieder, nach Abpfiff zum Gespräch.
Ligaportal: Hallo Bernhard, wie würdest du den Spielverlauf des gestrigen Matches zusammenfassen?
Bernhard Huber Rieder: Es war ein turbulentes und sehr abwechslungsreiches Duell. Die Auswechslungen haben frischen Wind in die Partie gebracht und wir konnten die neuen Spieler sofort gut auf dem Feld integrieren. Am Ende war es auch ein verdienter Sieg, wobei man natürlich sagen muss, dass es schon glücklich war, dass wir noch so spät in der Nachspielzeit den Siegestreffer erzielt haben – vor allem mit dem Wissen, dass wir zu diesem Zeitpunkt auch noch ein Mann weniger auf dem Feld waren. Es war ein Sieg des Willens.
Ligaportal: Die vielen Tore im Endergebnis lassen auf ein chancenreiches Duell hindeuten. War es denn wirklich so und wie waren die Chancenverhältnisse verteilt?
Bernhard Huber Rieder: Ja, das stimmt. Nach dem 1:2 für uns müssen wir eigentlich den dritten Treffer machen und somit für klare Verhältnisse sorgen. In dieser Phase haben wir leider zwei bis drei richtig gute Chancen liegen gelassen. Der Kontrahent hat meiner Meinung nach nicht sehr viele zwingende Möglichkeiten herausgespielt, weshalb ich meine, dass wir die bessere Mannschaft auf dem Feld waren. Dadurch geht der Sieg auch so in Ordnung.
Ligaportal: Sprechen wir noch kurz über die heiße Schlussphase der Partie. Welche Emotionen herrschen nun bei den Jungs in der Kabine, wenn man so spät das Duell für sich entscheiden kann?
Bernhard Huber Rieder: Es war wirklich ein hochemotionales Spiel. Der Spielverlauf hat es hergegeben und durch den Umstand, dass wir numerisch unterlegen waren, setzten wir in der Schlussphase alles auf eine Karte und waren emotional sehr geladen. Es freut mich vor allem, dass wir trotz eines Tages weniger Regeneration unseren Plan konsequent verfolgt haben und jeder Spieler ans Limit und darüber hinaus gegangen ist.