Der SV Grödig, der sich derzeit im oberen Tabellenfeld der Regionalliga Nord befindet, bat am neunten Spieltag die SPG VORTUNA Bad Leonfelden/Schenkenfelden zum Kräftemessen. Die Mühlviertler gingen mit der Devise Wiedergutmachung in das Duell, nachdem man das jüngste Meisterschaftsspiel deutlich mit 1:4 verloren hatte. Aber auch die Flachgauer wollten die Niederlage der Vorwoche vergessen machen und wieder anschreiben. Schlussendlich konnten beide Teams ihr Punktekonto erweitern – nach 90 Minuten trennte man sich mit einem 1:1.

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Keine Treffer in den ersten 45 Minuten
Die Anfangsphase verlief ausgeglichen, wobei die Gäste aus Oberösterreich etwas aktiver wirkten und den Kontrahenten früh unter Druck setzten. Bereits in der 12. Minute tauchte David Radouch per Kopf gefährlich vor dem Kasten auf, konnte seine Chance jedoch nicht verwerten. Auch die Deliu-Schützlinge setzten immer wieder offensive Nadelstiche, ließen jedoch die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen. Die beste Gelegenheit bot sich im direkten Duell mit Gästekeeper Oberaigner, der stark parierte und seine Mannschaft vor dem Rückstand bewahrte. Es entwickelte sich ein munteres Duell mit Chancen auf beiden Seiten, wobei Bad Leonfelden insgesamt leicht die Nase vorne hatte. Dennoch fehlte den Hinterkörner-Schützlingen die letzte Präzision im Abschluss. Auch Kaiser ließ in der 35. Minute eine Riesenchance ungenutzt. Grödig tat sich seinerseits schwer, die eigenen Offensivqualitäten auf den Platz zu bringen, weshalb es torlos in die Kabinen ging.
Gäste scheitern an der Chancenverwertung
Der zweite Durchgang begann mit einem echten Paukenschlag. Entgegen dem bisherigen Spielverlauf waren es die Salzburger, die erstmals jubeln durften. Patrick Scheibenhofer knallte den Ball in der 47. Minute humorlos unter die Latte und brachte Grödig mit 1:0 in Führung. Die Mühlviertler ließen sich davon jedoch nicht beirren und erhöhten sofort den Druck. Begünstigt wurde dies zusätzlich durch den Ausschluss von Grödigs Sammer – ab der 51. Minute mussten die Hausherren in Unterzahl agieren. Bad Leonfelden spielte nun nahezu ausschließlich auf das Tor der Gastgeber, doch die Geradlinigkeit im Abschluss fehlte weiterhin. Mehrere gute Möglichkeiten in den Minuten 51 und 60 blieben ungenutzt, während Grödig kaum noch zu Entlastungsangriffen kam und sich fast ausschließlich auf die Defensivarbeit konzentrierte. In der 70. Minute fiel schließlich der längst verdiente Ausgleich. Simon Schauberger verwertete eine der zahlreichen Möglichkeiten und stellte auf 1:1. Auch danach spielte nur noch Bad Leonfelden, das die Partie unbedingt komplett drehen wollte. Die Chancen dazu waren vorhanden, doch selbst eine hundertprozentige Möglichkeit in der Nachspielzeit blieb ungenutzt. So mussten sich die Mühlviertler letztlich mit einem Punkt begnügen – und sich eine mangelhafte Chancenverwertung ankreiden lassen. Besonders bitter: Grödig war in der zweiten Hälfte mit Ausnahme des Führungstreffers offensiv nahezu abgemeldet.
Stimme zum Spiel:
Stefan Hinterkörner (Trainer, SPG VORTUNA Bad Leonfelden/Schenkenfelden):
„Wir waren gleich von Beginn weg am Drücker. Wir hatten das Spielgeschehen in der Hand und haben uns sukzessive Chancen erarbeitet. Leider konnten wir sie nicht nutzen. Grundsätzlich können wir mit der Leistung zufrieden sein, weil ein Punkt in Grödig nicht selbstverständlich ist, aber heute fühlen sich diese 90 Minuten wie zwei verlorene Punkte an. Ausschlaggebend war eindeutig unsere mangelnde Chancenausbeute. Daran müssen wir definitiv arbeiten und wieder konsequenter vor dem Tor werden.“