Spielberichte

Oberwart schlägt nach der Pause eiskalt zu – Donaufeld kassiert erste Saisonniederlage

SR Donaufeld
SV Oberwart

Der Erfolgslauf des SR Donaufeld ist in der dritten Runde der Regionalliga Ost zu Ende gegangen. Nach Siegen gegen Horn und Traiskirchen mussten sich die Floridsdorfer dem SV Oberwart mit 1:4 geschlagen geben. Das deutliche Endergebnis erzählt allerdings nur einen Teil der Geschichte: Lange Zeit begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe, ehe die Burgenländer nach der Pause die entscheidenden Momente für sich nutzten. Donaufeld musste anschließend zunehmend öffnen – und Oberwart bestrafte die entstehenden Räume konsequent.

Fußball und Fußballschuh bei Eckball

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Sehenswerte Treffer in ausgeglichener erster Hälfte

Von Beginn an entwickelte sich eine weitgehend ausgeglichene Begegnung. Beide Mannschaften agierten aufmerksam, ließen dem Gegner nur wenig Raum und neutralisierten sich über längere Phasen.

Den ersten entscheidenden Akzent setzte Oberwart. Die Burgenländer spielten einen Angriff sehenswert zu Ende und gingen mit 1:0 in Führung. Donaufeld ließ sich davon allerdings nicht beeindrucken und fand noch vor der Pause die passende Antwort. Leonardo Ivkic sorgte mit einem Traumtor für den 1:1-Ausgleich.

Das Remis entsprach zu diesem Zeitpunkt auch den Kräfteverhältnissen. Keine der beiden Mannschaften konnte die Begegnung dauerhaft an sich reißen, weshalb mit völlig offener Ausgangslage die Seiten gewechselt wurden.

Donaufeld kommt besser aus der Kabine

Die Floridsdorfer reagierten in der Pause mit einigen Anpassungen und bekamen dadurch zunächst besseren Zugriff auf die Begegnung. Kurz nach Wiederbeginn bot sich sogar die große Gelegenheit, das Spiel erstmals zu drehen.

Nach einem Stanglpass kam Jakub Urbanski aus kurzer Distanz zum Abschluss, brachte den Ball aber nicht am Oberwarter Schlussmann Martin Kraus vorbei. Wenig später hatte Donaufeld auch nach einer Standardsituation die Möglichkeit, gefährlich zu werden.

Gerade in dieser Phase lag der nächste Treffer durchaus in der Luft. Doch statt selbst in Führung zu gehen, gerieten die Hausherren im direkten Gegenzug mit 1:2 in Rückstand. Es war der Knackpunkt einer bis dahin vollkommen offenen Partie.

Oberwart nutzt die Räume konsequent

Mit der erneuten Führung veränderte sich die Ausgangslage grundlegend. Donaufeld war nun gezwungen, mehr Risiko einzugehen und offensiver zu werden. Genau das spielte Oberwart in die Karten.

Die Burgenländer nutzten die dadurch entstehenden Räume geschickt und zeigten sich vor dem gegnerischen Tor äußerst effizient. Donaufeld versuchte zwar, noch einmal zurückzukommen, musste mit zunehmender Spieldauer aber immer größere Bereiche preisgeben.

Oberwart schlug daraus Kapital. Eine Flanke verwerteten die Gäste per Kopf zum 3:1 und sorgten damit für die Vorentscheidung. Beim vierten Treffer wurde Donaufeld schließlich nach einem Konter erwischt. Die Floridsdorfer verteidigten die Situation nicht konsequent genug, Oberwart nutzte auch diese Möglichkeit und stellte auf 4:1 - das Endergebnis.

Stimme zum Spiel:

Werner Gössinger (Sportlicher Leiter SR Donaufeld):

„Oberwart ist eine sehr ausgefuchste und routinierte Mannschaft. Trotzdem war es aus unserer Sicht zu billig, weil wir durchaus die Möglichkeiten hatten, die Partie auf unsere Seite zu ziehen. Läuferisch und in den Zweikämpfen kann ich der Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen. Nach dem 1:2 mussten wir natürlich mehr riskieren und haben dadurch zu viele Räume angeboten. Das hat Oberwart mit seiner Routine richtig gut ausgenutzt – dafür muss man ihnen auch ein Kompliment machen. Für uns geht es darum, auch aus solchen Spielen zu lernen. Gerade in engen Partien müssen wir unsere Chancen konsequenter nutzen und die entscheidenden Momente besser auf unsere Seite ziehen.“

Regionalliga Ost: SR Donaufeld : SV Oberwart - 1:4 (1:1)

  • 90
    Sandro Schendl 1:4
  • 72
    Nermin Bajraktarevic 1:3
  • 65
    Marc Kögl 1:2
  • 43
    Leonardo Ivkic 1:1
  • 16
    Philipp Siegl 0:1