Spielberichte

Punkteteilung zwischen Krems und Parndorf nach intensivem Schlagabtausch

SPG Krems/Getzersdorf
SC/ESV Parndorf

Die SPG Krems/Getzersdorf und der SC/ESV Parndorf haben sich in der dritten Runde der Regionalliga Ost nach einem hochintensiven Duell mit 1:1 getrennt. Die Gastgeber erwischten den deutlich besseren Start und gingen bereits in der sechsten Minute durch Dominik Starkl in Führung. Parndorf steigerte sich allerdings mit Fortdauer der Begegnung, übernahm nach dem Seitenwechsel zunehmend das Kommando und belohnte sich durch Fabian Ziniel spät mit dem verdienten Ausgleich. In einer Partie mit hohem Tempo und zahlreichen intensiven Zweikämpfen hatten letztlich beide Mannschaften ihre Phasen.

Fußballspieler im engen Zweikampf

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Kremser Führung nach Parndorfer Geschenk

Vor allem in den ersten 25 Minuten gehörte das Spiel klar den Gastgebern. Krems agierte aggressiv, setzte Parndorf früh unter Druck und zwang die Burgenländer dadurch immer wieder zu Fehlern.

Einer davon führte bereits in der sechsten Minute zum 1:0. Beim Versuch, von hinten herauszuspielen, leistete sich Parndorf einen folgenschweren Fehlpass. Krems eroberte den Ball, schaltete schnell und Dominik Starkl vollendete zur frühen Führung.

Auch danach hatten die Gäste zunächst Schwierigkeiten, ihren Rhythmus zu finden. Krems war präsenter, griffiger in den Zweikämpfen und bestimmte das Geschehen. Parndorf blieb allerdings gefährlich und kam nach einem Standard dem Ausgleich bereits sehr nahe, als ein Kopfball an der Latte landete.

Mit zunehmender Dauer des ersten Durchgangs gelang es den Burgenländern schließlich, die Begegnung besser unter Kontrolle zu bekommen. Die Abstände stimmten nun besser und auch offensiv entwickelte Parndorf zunehmend Gefahr. Kurz vor der Pause bot sich Ebrima Fofana nach einem schnellen Gegenstoß eine große Möglichkeit zum 1:1, der Ausgleich wollte allerdings noch nicht gelingen.

Parndorf kommt mit viel Druck aus der Kabine

Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Gäste deutlich verbessert. Parndorf erhöhte die Intensität, übernahm zunehmend die Initiative und drängte Krems immer tiefer in die eigene Hälfte.

Die Burgenländer erspielten sich nun regelmäßig Möglichkeiten und kamen dem Ausgleich mehrfach nahe. Dominik Schmidt brachte den Ball schließlich sogar im Kremser Tor unter, der Treffer wurde allerdings wegen einer Abseitsstellung aberkannt. Eine Entscheidung, die im Parndorfer Lager für Diskussionen sorgte.

Krems blieb gleichzeitig über schnelle Gegenangriffe gefährlich. Genau diese Konterstärke verhinderte, dass Parndorf bedingungslos alles nach vorne werfen konnte. Die Gäste mussten bei aller offensiven Entschlossenheit stets darauf achten, den Gastgebern nicht jene Räume zu überlassen, die diese für ihr schnelles Umschaltspiel benötigten.

Systemumstellung zahlt sich sofort aus

Auf der Suche nach dem Ausgleich reagierte Parndorf-Trainer Paul Hafner schließlich auch taktisch und stellte auf ein offensiveres 3-4-3-System um. Die Maßnahme zeigte praktisch unmittelbar Wirkung.

Mit der ersten Aktion nach der Umstellung gelang den Gästen in der 81. Minute das längst überfällige 1:1. Fabian Ziniel sorgte für den Ausgleich und belohnte Parndorf damit für eine starke zweite Halbzeit.

Die taktische Ausgangslage blieb allerdings anspruchsvoll. Krems lauerte weiterhin auf Umschaltsituationen und zeigte, wie gefährlich die Mannschaft werden konnte, sobald Parndorf zu viel Raum preisgab. Die Gäste reagierten deshalb erneut, passten ihre Formation wieder an und suchten die Balance zwischen dem möglichen Siegtreffer und der notwendigen Absicherung.

Bis zum Schlusspfiff blieb die Begegnung intensiv und umkämpft, ein weiterer Treffer fiel jedoch nicht mehr. So stand am Ende ein leistungsgerechtes 1:1.

Stimme zum Spiel:

Paul Hafner (Trainer SC/ESV Parndorf):

„In den ersten 25 Minuten war Krems deutlich stärker und wir haben etwas gebraucht, um richtig in die Partie zu finden. Danach haben wir das Spiel aber zunehmend besser in den Griff bekommen. In der zweiten Halbzeit war unsere Leistung dann wirklich sehr gut. Wir haben uns Möglichkeiten erarbeitet, den Druck erhöht und auch taktisch noch einmal etwas verändert. Gleichzeitig mussten wir immer aufpassen, weil Krems im Umschaltspiel extrem gefährlich ist. Insgesamt war das ein Wahnsinnsspiel mit einer enormen Intensität. Krems ist aus meiner Sicht deutlich besser, als es die bisherigen Ergebnisse vermuten lassen. Deshalb können wir den Punkt grundsätzlich mitnehmen, auch wenn das Gegentor aus unserer Sicht unnötig war. Einfacher wird unser Programm jedenfalls nicht – jetzt wartet mit Gloggnitz auswärts bereits die nächste richtig schwierige Aufgabe.“

Regionalliga Ost: SPG Krems/Getzersdorf : Parndorf - 1:1 (0:0)

  • 81
    Fabian Ziniel 1:1
  • 6
    Dominik Starkl 1:0