Der SC Wiener Viktoria hat in der dritten Runde der Regionalliga Ost erstmals voll angeschrieben. Die Mannschaft von Trainer Dozhghar Kadir setzte sich gegen den Mattersburger Sportverein 2020 verdient mit 3:1 durch und belohnte sich damit für eine von Beginn an konzentrierte und disziplinierte Vorstellung. Deniz Pehlivan brachte die Wiener mit einem Doppelpack vor der Pause auf Kurs. Mattersburg verkürzte unmittelbar nach Wiederbeginn durch einen Elfmeter von Lukas Secco, ehe Benedikt Martic in der Schlussphase für die endgültige Entscheidung sorgte.

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Nach den knappen Niederlagen gegen Oberwart und den FavAC wollte die Viktoria diesmal nicht erneut mit einer guten Leistung, aber ohne Punkte dastehen. Das war den Gastgebern von Beginn an anzumerken. Die Wiener wirkten aktiver, fokussierter und in den Zweikämpfen präsent, hielten sich konsequent an ihren Plan und ließen Mattersburg kaum zur Entfaltung kommen.
Dass der Aufsteiger nach zwei Spieltagen noch punktlos nach Wien gekommen war, spielte in der Vorbereitung der Viktoria keine große Rolle. Schließlich hatte es der MSV zum Auftakt mit Meister Gloggnitz und anschließend mit dem Wiener Sport-Club zu tun bekommen und dabei trotz der beiden Niederlagen durchaus seine Qualität angedeutet.
Umso überzeugender war die Art und Weise, wie die Gastgeber die erste Hälfte gestalteten. In der 27. Minute wurde nach einem Einwurf über die Seite der Weg in die Tiefe gefunden, in der Mitte vollendete Pehlivan den Angriff präzise zum 1:0.
Nur sieben Minuten später schlug der Offensivspieler erneut zu. Diesmal setzte ihn ein langer Ball in die Tiefe in Szene. Pehlivan verarbeitete das Zuspiel mit einem starken ersten Kontakt und schloss anschließend überlegt ins Eck ab. Das 2:0 war die verdiente Konsequenz einer ersten Hälfte, in der die Viktoria den Gegner weitgehend vom eigenen Tor fernhielt. Sogar ein dritter Treffer wäre vor dem Seitenwechsel möglich gewesen.
Mit der Zwei-Tore-Führung im Rücken wollte die Viktoria nach der Pause keineswegs nur verwalten. Vielmehr sollte die Mannschaft zeigen, dass sie bereits reif genug ist, eine derartige Partie kontrolliert zu Ende zu bringen.
Dieser Plan erhielt allerdings unmittelbar nach Wiederbeginn einen Dämpfer. Nach einer strittigen Situation entschied der Unparteiische auf Elfmeter für Mattersburg. Secco übernahm die Verantwortung und verkürzte in der 47. Minute auf 2:1.
Plötzlich war wieder Spannung in der Begegnung. Die Wiener benötigten einige Minuten, um sich nach dem Gegentreffer zu stabilisieren, und wirkten in dieser Phase nicht mehr ganz so souverän wie zuvor. Mattersburg witterte seine Chance, ohne die Gastgeber jedoch dauerhaft aus der Ordnung bringen zu können.
Mit personellen und taktischen Anpassungen fand die Viktoria wieder besser in die Partie und gewann zunehmend die Kontrolle zurück. Damit verhinderten die Hausherren, dass aus der kurzen Unsicherheit eine längere Druckphase der Burgenländer entstand.
Die endgültige Entscheidung fiel in der 79. Minute. Benedikt Martic erhöhte auf 3:1 und nahm Mattersburg damit die Hoffnung auf eine späte Wende. In der verbleibenden Spielzeit ließ die Viktoria nichts mehr anbrennen und brachte ihren ersten Saisonsieg sicher über die Zeit.
Der Erfolg war dabei mehr als nur das Resultat einer effizienten Chancenverwertung. Die Gastgeber überzeugten über weite Strecken mit hoher Laufbereitschaft, Disziplin und einer klaren Struktur. Besonders in der ersten Hälfte gelang es, Mattersburg praktisch vollständig aus dem Spiel zu nehmen.
Nach zwei Niederlagen zum Auftakt stehen damit die ersten drei Punkte auf dem Konto der Wiener Viktoria. Vor allem die Reaktion auf den frühen Anschlusstreffer nach der Pause dürfte Trainer Kadir gefallen haben: Seine Mannschaft geriet kurz ins Wanken, verlor aber nicht die Ordnung, reagierte auf die schwierigere Phase und übernahm anschließend wieder die Kontrolle. Mit dem 3:1 folgte schließlich auch die verdiente Belohnung für einen insgesamt reifen Auftritt.
Stimme zum Spiel:
Dozhghar Kadir (Trainer SC Wiener Viktoria):