Spielberichte

Wiener Sport-Club und SR Donaufeld liefern sich Abnutzungskampf

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Wiener Sport-Club
SR Donaufeld

Es war kein Abend für Torjäger, dafür einer für die Defensivabteilungen: In der sechsten Runde der Regionalliga Ost trennten sich der Wiener Sport-Club und SR Donaufeld mit einem 0:0. 90 Minuten lang wurde am Sport-Club-Platz um jeden Meter gekämpft, doch sobald es in Richtung Strafraum ging, war meist Endstation. Beide Mannschaften zeigten viel Einsatz und Aggressivität, ließen aber gleichzeitig nur wenig zu. Der Sport-Club wollte vor eigenem Publikum das Spiel an sich reißen, Donaufeld hielt mit einer kompakten Organisation dagegen. So entwickelte sich ein Duell, in dem die Abwehrreihen lange die Oberhand behielten.

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Viel Arbeit, wenig Räume

Der Wiener Sport-Club versuchte von Beginn an, das Kommando zu übernehmen. Kapitän Konstantin Kerschbaumer dirigierte seine Mannschaft, doch Donaufeld machte die Räume eng und ließ kaum Möglichkeiten zu, gefährlich hinter die letzte Linie zu kommen.

Auch die Defensive der Hausherren war aufmerksam. Marko Grubesic und Sam Schutti sorgten dafür, dass Donaufelds Offensivbemühungen meist bereits im Ansatz gestoppt wurden.

Torchancen blieben damit Mangelware. Beide Mannschaften arbeiteten intensiv gegen den Ball, wirklich zwingend wurde es vor den Toren aber nur selten. Mit einem leistungsgerechten 0:0 ging es in die Kabinen.

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Donaufeld lauert, Sport-Club hält dagegen

Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel nicht unbedingt spektakulärer, dafür aber noch intensiver. Donaufeld versuchte, über schnelle Vorstöße und Umschaltmomente zum Erfolg zu kommen. Ilija Petkovic und Armin Domuzeti sorgten dabei immer wieder für Bewegung im Mittelfeld.

Der Sport-Club hielt dagegen und blieb defensiv konzentriert. Wenn doch einmal etwas durchkam, war Christoph Haas zur Stelle und hielt seinen Kasten sauber.

Auf der anderen Seite biss sich aber auch der Sport-Club an der Donaufelder Defensive die Zähne aus. Die Gäste standen kompakt, verschoben diszipliniert und verhinderten, dass aus den Angriffen der Hausherren echte Großchancen entstanden.

Auch in der Schlussphase fehlte schließlich jener eine Moment, der eine solche Partie entscheiden kann. Nach 94 Minuten war klar: Viel Intensität, viel Einsatz – aber kein Sieger.

Stimmen zum Spiel: 

David Krapf-Günther (Sektionsleiter WSC): "Mit dem Punkt können wir grundsätzlich leben, auch wenn wir natürlich lieber gewonnen hätten. Gerade zu Hause ist unser Anspruch, mehr nach vorne zu bringen und den Gegner noch stärker unter Druck zu setzen. Wir haben heute sehr viel investiert, waren gegen den Ball über weite Strecken ordentlich und haben Donaufeld kaum klare Möglichkeiten gegeben. Was uns gefehlt hat, war die letzte Konsequenz in der Offensive. Wir sind einige Male gut in die gefährlichen Räume gekommen, haben den letzten Pass aber nicht sauber genug gespielt oder waren beim Abschluss nicht konsequent. Gegen eine Mannschaft, die so kompakt steht wie Donaufeld, musst du irgendwann diesen einen Moment erzwingen. Der ist uns heute leider nicht gelungen. Positiv ist definitiv, dass wir wieder zu null gespielt haben und defensiv sehr stabil waren. Darauf können wir aufbauen."

 

Josef Michorl (Trainer Donaufeld): „Wir wussten, dass uns hier ein schwieriges Spiel erwartet. Der Wiener Sport-Club hat viel Qualität und gerade zu Hause im neuen Stadion vor toller Kulisse natürlich den Anspruch, das Spiel zu gewinnen. Deshalb war für uns von Anfang an klar, dass wir sehr kompakt stehen und in den richtigen Momenten schnell nach vorne kommen müssen. Das hat über weite Strecken sehr gut funktioniert. Natürlich hätten wir uns auch offensiv noch etwas mehr Durchschlagskraft gewünscht. Wir hatten einige Situationen, in denen wir nach Ballgewinnen schneller und mutiger hätten umschalten können. Gleichzeitig muss man aber sagen, dass wir defensiv eine sehr konzentrierte Leistung gezeigt haben. Jeder hat für den anderen gearbeitet und wir haben dem Sport-Club nur sehr wenige Räume gegeben. Ein 0:0 ist vielleicht nicht das spektakulärste Ergebnis, aber auswärts gegen den Sport-Club einen Punkt mitzunehmen, ist in Ordnung."

Aufstellungen: 

WSC: Wiener Sport-Club: Christoph Haas - Marko Grubesic, Sam Schutti, Filip Drljepan, Kerim Abazovic - Kürsat Güclü, Konstantin Kerschbaumer (K), Nicholas Wunsch, Samuel Oppong, Eren Keles, Floris Van Zaanen - Ersatzspieler: David Nöckler, Stefan Radulovic, Rocco Sutterlüty, Darijo Pecirep, Paul Sahanek, Rene Kriwak Trainer: Mag. Daniel Seper

Donaufeld: Donaufeld: Mark Habetler, Tunahan Mercan, Lukas Haselmayr, Marvin Zwickl, Luca Ruiss, Marcel Holzer, Ilija Petkovic, Aris Stogiannidis, Philip Schneider (K), Armin Domuzeti, Patrick Puchegger Ersatzspieler: Tobias Bencsics, Abdul Yazici, Daniel Gabauer-Kafka, David Dimoski, Dominic Dziurdzik, Florian Suschitz Trainer: Günther Svarc

 

 Fotos: Josef Parak