Der SV Donau hat sich in der sechsten Runde der Regionalliga Ost eindrucksvoll für seine zuletzt starken Auftritte belohnt. Die junge Wiener Mannschaft setzte sich beim SV Oberwart mit 2:0 durch und überzeugte dabei nicht nur mit dem Ergebnis. Nach schwierigen ersten 15 Minuten übernahmen die Gäste zunehmend das Kommando, traten mutig auf und verdienten sich den Auswärtserfolg mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Paul Staudinger und Martin Mitrovic sorgten nach der Pause für die Treffer, während Oberwart ab der 55. Minute nach einem Platzverweis in Unterzahl agieren musste.

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Die Ausgangslage hätte durchaus dazu verleiten können, zunächst einmal vorsichtig zu agieren. Oberwart hatte sich in den ersten Saisonwochen als abgeklärte und routinierte Mannschaft präsentiert und erst zuletzt mit einem 1:0 in Leobendorf seine Qualitäten unter Beweis gestellt. Donau reiste dennoch mit einem klaren Plan ins Burgenland: Die Wiener wollten sich keineswegs verstecken, sondern selbst mutig auftreten und um drei Punkte spielen.
Zunächst waren allerdings die Hausherren besser in der Partie. Oberwart machte in der Anfangsviertelstunde Druck und versuchte, früh die Kontrolle zu übernehmen. Donau benötigte etwas Zeit, um sich auf die Begegnung einzustellen, fand anschließend aber immer besser hinein.
Mit zunehmender Spieldauer verschoben sich die Kräfteverhältnisse. Die Gäste wurden aggressiver in den Zweikämpfen, trauten sich mit dem Ball immer mehr zu und schafften es, Oberwart zunehmend vom eigenen Tor fernzuhalten. Vor allem die defensive Organisation funktionierte – gleichzeitig beschränkte sich Donau keineswegs auf die Arbeit gegen den Ball.
So entwickelte sich bereits vor der Pause ein Auftritt, der zeigte, dass die Wiener an diesem Abend mehr als nur einen Punkt mitnehmen wollten. Tore fielen in den ersten 45 Minuten zwar keine, die Richtung stimmte aus Sicht der Gäste aber längst.
Nach Wiederbeginn setzte Donau seinen couragierten Auftritt fort. In der 55. Minute veränderten sich die Voraussetzungen dann zusätzlich: Nermin Bajraktarevic wurde des Feldes verwiesen, Oberwart musste die restliche Begegnung mit zehn Spielern bestreiten.
Donau wusste die neue Situation zu nutzen. Anstatt sich von der Überzahl zu einem passiveren Auftritt verleiten zu lassen, blieben die Gäste konsequent – und schlugen nur fünf Minuten später zu. Paul Staudinger erzielte in der 60. Minute das 1:0 und belohnte seine Mannschaft damit für einen Auftritt, der bereits zuvor immer stärker geworden war.
Für Staudinger war es zugleich der nächste wichtige Treffer. Bereits beim 1:1 gegen Traiskirchen in der Vorwoche hatte er Donau in Führung gebracht. Damals fehlten nur wenige Augenblicke zum Sieg, ehe die Wiener in der Nachspielzeit noch den Ausgleich hinnehmen mussten. Diesmal sollte sich ein solches Szenario nicht wiederholen.
Oberwart war nun gezwungen, trotz Unterzahl mehr zu riskieren. Donau ließ sich davon allerdings nicht aus der Ordnung bringen. Die Wiener verteidigten konzentriert, arbeiteten geschlossen gegen den Ball und fanden nach Ballgewinnen immer wieder Räume für schnelle Gegenangriffe.
Damit zeigte die Mannschaft auch jene Reife, die ihr in den ersten Saisonwochen mitunter noch gefehlt hatte. Statt den knappen Vorsprung lediglich über die Zeit retten zu wollen, blieb Donau auf die Entscheidung aus.
Diese fiel in der 83. Minute. Der eingewechselte Martin Mitrovic nutzte eine Umschaltsituation und stellte auf 2:0. Spätestens damit war der erste Auswärtssieg der Saison perfekt.
Stimme zum Spiel:
Dardan Zariqi (Trainer SV Donau):
„Wir sind nach Oberwart gefahren, um drei Punkte mitzunehmen und nicht, um uns zu verstecken. Wir wollten mutig und aggressiv auftreten, echten Siegeshunger zeigen und uns endlich für die Leistungen der vergangenen Wochen belohnen. Genau diese Mentalität haben die Jungs auf den Platz gebracht. Bis auf die ersten 15 Minuten waren wir aus meiner Sicht die bessere Mannschaft und haben uns diesen Sieg absolut verdient. Darauf können die Jungs richtig stolz sein. Wir stellen die jüngste Mannschaft der Liga und trotzdem werden unser Mut, unser Hunger und vor allem unser Zusammenhalt von Woche zu Woche größer. Natürlich gibt es noch genügend Dinge, die wir besser machen müssen, aber die Entwicklung ist klar erkennbar. Wir spüren, dass hier gemeinsam etwas entsteht – und dieser Sieg ist ein weiterer wichtiger Schritt auf unserem Weg.“