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Marchfeld knackt Horns Abwehrriegel: Geduld und Effizienz führen zum nächsten Sieg

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FC Marchfeld Donauauen
SV Horn

Der FC Marchfeld Donauauen setzt seinen starken Saisonlauf fort. Gegen den SV Horn feierten die Marchfelder einen verdienten 3:1-Heimerfolg und bewiesen dabei, dass sie mittlerweile auch Spiele für sich entscheiden können, in denen sich nicht eine Großchance an die nächste reiht. Gegen die tief stehende Horner Fünferkette war lange Geduld gefragt. Noah Steiner und Florian Freissegger sorgten dennoch für eine komfortable 2:0-Pausenführung. Nach dem Anschlusstreffer durch Marko Leon Crnjak gerieten die Gastgeber kurzzeitig ins Wanken, ehe der eingewechselte Meguru Odagaki in der Schlussphase für die Entscheidung sorgte.

Ball mit Fußballschuhen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Horn macht die Räume eng – Marchfeld bleibt geduldig

Wer angesichts der jüngsten Marchfelder Offensivauftritte mit einem frühen Sturmlauf gerechnet hatte, sah diesmal eine andere Partie. Horn verteidigte mit einer Fünferkette, stand tief und machte insbesondere die Räume im letzten Drittel konsequent eng. Für die Hausherren bedeutete das: viel Ballbesitz, aber zunächst nur wenige Möglichkeiten, tatsächlich hinter die gegnerische Abwehr zu gelangen.

Marchfeld nahm die Herausforderung an. Statt mit zunehmender Dauer ungeduldig zu werden, ließ die Mannschaft den Ball laufen und wartete auf die passenden Räume. Gerade darin zeigte sich eine Weiterentwicklung gegenüber der 0:1-Niederlage in Leobendorf zu Saisonbeginn, als man gegen einen tief stehenden Gegner noch zu früh die Geduld verloren hatte.

Diesmal blieb der FCM seiner Linie treu – und wurde in der 40. Minute belohnt. Noah Steiner durchbrach den Horner Abwehrriegel und brachte die Hausherren mit 1:0 in Führung.

Noch wichtiger sollte der zweite Treffer unmittelbar vor dem Seitenwechsel werden. Florian Freissegger bekam den Ball in die Tiefe gespielt und hatte plötzlich rund 35 Meter freie Bahn vor sich. Der Marchfelder blieb vor Horn-Schlussmann Mathias Gindl ruhig und schob zum 2:0 ein.

Damit ging es mit einer verdienten Zwei-Tore-Führung in die Kabinen. Marchfeld hatte zwar deutlich weniger Möglichkeiten vorgefunden als in den vorangegangenen Spielen, dafür aber die entscheidenden Situationen konsequent genutzt.

Verpasstes 3:0 bringt Horn zurück ins Spiel

Auch nach Wiederbeginn bot sich den Hausherren zunächst die Gelegenheit, die Begegnung frühzeitig zu entscheiden. Das mögliche 3:0 blieb allerdings aus – und plötzlich meldete sich Horn zurück.

In der 57. Minute verkürzte Marko Leon Crnjak auf 1:2 und veränderte damit die Dynamik der Partie. Die Gäste gewannen nun deutlich an Selbstvertrauen, während Marchfeld für einige Zeit jene Ruhe verlor, die den Auftritt zuvor ausgezeichnet hatte. Das Spiel wurde offener, die Gastgeber agierten hektischer und Horn spürte, dass doch noch etwas möglich war.

Damit entwickelte sich eine Phase, die gerade für den neutralen Zuschauer einiges zu bieten hatte. Beide Mannschaften kamen nun zu Möglichkeiten. Horn musste seine defensive Grundordnung zunehmend verlassen, während sich dadurch für Marchfeld mehr Räume ergaben.

Die Partie, die über weite Strecken unter Kontrolle der Hausherren gestanden war, blieb dennoch bis in die Schlussphase hinein offen.

Traumhaft herausgespielt: Odagaki macht den Deckel drauf

In der 81. Minute nutzte Marchfeld schließlich einen dieser Räume – und spielte die Entscheidung sehenswert heraus. Philipp Mester brachte den Ball zu Mateo Zetic, der mit seinem Zuspiel in die Tiefe die Horner Defensive überspielte. Meguru Odagaki nahm den Ball mit der Brust mit und stand anschließend alleine vor Gindl. Im Eins-gegen-Eins behielt der Japaner die Nerven und vollendete zum 3:1.

Für Odagaki war es bereits der nächste wichtige Treffer als Joker. Eine Woche zuvor hatte er beim dramatischen 3:2 in Gloggnitz erst in der Nachspielzeit den Siegtreffer erzielt, diesmal beseitigte er die letzten Zweifel deutlich früher.

Horn hatte den Marchfeldern mit seiner kompakten Ausrichtung einiges abverlangt und gerade nach dem Anschlusstreffer eine starke Phase gezeigt. Über die gesamte Spielzeit gesehen blieb der Erfolg der Gastgeber jedoch verdient.

Stimme zum Spiel:

Michael Ettenauer (Sportlicher Leiter FC Marchfeld Donauauen):

„Das war wieder ein verdienter Sieg, auch wenn es diesmal ein anderes Spiel als in den vergangenen Wochen war. Horn hat es mit der Fünferkette sehr gut gemacht, ist tief gestanden und hat uns wenig Räume angeboten. Deshalb mussten wir geduldig bleiben. Genau daraus haben wir auch gelernt, denn gegen Leobendorf waren wir in einer ähnlichen Situation noch zu ungeduldig. Die 2:0-Führung zur Pause war verdient, auch wenn wir diesmal nicht diese Vielzahl an Chancen hatten. Nach der Pause müssen wir eigentlich das 3:0 machen, stattdessen bekommen wir das 1:2 und werden danach etwas hektisch. Horn ist dadurch noch einmal richtig gut ins Spiel gekommen und es gab Möglichkeiten auf beiden Seiten. Am Ende haben wir mit dem 3:1 aber die richtige Antwort gegeben. Entscheidend ist für mich, dass wir auch dann unseren Weg weitergehen, wenn wir einmal nicht Chance um Chance herausspielen. Mit der Entwicklung und dem nächsten verdienten Sieg können wir sehr zufrieden sein.“

Regionalliga Ost: FC Marchfeld Donauauen : SV Horn - 3:1 (2:0)

  • 81
    Meguru Odagaki 3:1
  • 57
    Marko Leon Crnjak 2:1
  • 45
    Florian Freissegger 2:0
  • 40
    Noah Steiner 1:0