Spielberichte

TSV Baugruppe Schmid Frankenburg holt 3:3 in Ampflwang – Jürgen Wüstenhagen: „Ich nehme den Punkt mit“

ASKÖ Ampflwang
TSV Frankenburg

Im Derby zwischen ASKÖ Oberbank Ampflwang und TSV Baugruppe Schmid Frankenburg in der 1. Klasse Mitte-West dominierten nach Abpfiff Eindrücke und Emotionen. Frankenburgs Trainer Jürgen Wüstenhagen sprach von einer wilden Derby-Mischung, haderte mit Gegentoren nach Standardsituationen und nahm zugleich den erkämpften Zähler an. Sein Team erwischte den besseren Start, doch das Spiel kippte immer wieder zwischen Phasen der Kontrolle und Momenten des Chaos – auf dem Platz wie auf den Rängen.

Spieler in grünem Trikot führt den Ball

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Frühe Treffer, hohes Tempo, Derby-Charakter

„Es ist nicht so leicht, Worte zu finden. Das war ein Derby, in dem alles drin war“, ordnete Wüstenhagen die Partie ein. Der Auftakt war ein offener Schlagabtausch: In der 3. Minute brachte Balazs Szemere Frankenburg mit 1:0 in Führung, nur eine Minute später stellte Csaba Ferko auf 1:1. Die Intensität blieb hoch, die Zweikämpfe hart. In der 27. Minute schlug Szemere erneut zu und traf zum 2:1, ehe Felix Kienast kurz vor der Pause das 2:2 markierte (44.). Mit diesem Remis ging es in die Kabinen – das Gefühl eines aufgeheizten, ereignisreichen Derbys war fest zementiert.

Balance und Bitterkeit: Standards als Ärgernis

Wüstenhagen sah ein Duell auf Augenhöhe im Ballbesitz: „Es war schon ausgeglichen, aber die torgefährlichere Mannschaft war Frankenburg.“ Umso mehr wurmten ihn die Details bei ruhenden Bällen: „Wenn ich nach siebzehn Runden vierzehn Gegentore habe und in einem Spiel drei Treffer aus Standards bekomme, kann ich nicht zufrieden sein.“ Nach Wiederanpfiff schien die Partie tatsächlich zu kippen: In der 73. Minute geriet Frankenburg erstmals in Rückstand, als Felix Kienast Ampflwang mit 2:3 aus Gästesicht in Front brachte. Doch die Antwort folgte: Elmas Abdic egalisierte in Minute 80 zum 3:3. Die Abfolge der Treffer spiegelte die Gemengelage: Frankenburg startete wuchtig, ließ sich vom schnellen Gegenschlag nicht beirren, geriet spät wieder in Rückstand – und fand trotzdem die passende Antwort.

Kollektiv statt Einzelglanz, Karten und der Blick auf nächste Woche

Im physischen und mentalen Bereich sah der Coach keinen entscheidenden Unterschied zwischen den Teams. „Nein, da hat es eigentlich nichts gegeben.“ Aus seiner Sicht habe sich Ampflwang selbst geschwächt – durch eine Gelb-Rote Karte sowie die fünfte Gelbe für den Stürmer mit der Nummer zehn –, was für die kommende Woche Folgen haben könnte. Einen „Besten“ wollte Wüstenhagen nicht küren: „Es war ein Kollektiv auf beiden Seiten.“

Sein Fazit fiel nüchtern aus: „Ich muss einfach den Punkt mitnehmen. Ich muss das so nehmen, wie es gekommen ist. Und jetzt haben wir nächste Woche ein schweres Heimspiel und dann muss ich wieder Woche für Woche weiterschauen.“

1. Klasse Mitte-West: Ampflwang : Frankenburg - 3:3 (2:2)

  • 80
    Elmas Abdic 3:3
  • 73
    Felix Kienast 3:2
  • 44
    Felix Kienast 2:2
  • 27
    Balázs Szemere 1:2
  • 4
    Csaba Ferko 1:1
  • 3
    Balázs Szemere 0:1