Im Duell der 1. Klasse Mitte-West empfing Union Bruckmühl die Union SGS Dorf an der Pram. Nach einer Phase klarer Überlegenheit und später turbulenten Minuten sprach Sektionsleiter Markus Übleis von einem „unglücklichen Unentschieden“ und hob vor allem die eigene Offensive hervor. Zugleich nannte er eine Gelb-Rote Karte gegen den Torhüter sowie eine kurze Regenpause als Knackpunkte – und blickte trotz des 3:3 mit Entschlossenheit auf die kommenden Aufgaben.

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Bruckmühl fand nach kurzem Abtasten rasch den Vorwärtsgang und setzte vor der Pause die prägenden Momente. Die Mannschaft belohnte sich früh: In der 19. Minute traf Mohamad Tapshe zur Führung, in der 27. Minute legte derselbe Angreifer eiskalt nach. Kurz vor dem Wechsel erhöhte Julian Pohn in der 40. Minute auf 3:0 – ein Zwischenstand, der das Bild einer zielstrebigen, wuchtigen Offensivleistung unterstrich. Übleis ordnete den Verlauf so ein: „Die ersten Minuten waren ein Abtasten. Ab etwa der zehnten Minute haben wir das Kommando übernommen und klar dominiert. In der Folge fielen die drei Tore. Auch nach der Halbzeit waren wir die bestimmende Mannschaft. Nach der Gelb-Roten Karte unseres Torhüters haben wir die Kontrolle verloren. Eine rund fünfminütige Regenpause hat uns zusätzlich aus dem Rhythmus gebracht; am Ende kassierten wir die unglücklichen Gegentore.“
Was bis dahin wie ein souveräner Heimsieg aussah, kippte nach dem Platzverweis gegen den Bruckmühler Torhüter und einer kurzen Regenunterbrechung. „Bis zum Ausschluss waren wir klar besser und hatten deutlich mehr Ballbesitz. Nach der Regenpause haben wir die Kontrolle verloren und Dorf an der Pram kam immer besser ins Spiel“, sagte Übleis. Genau in dieser Phase nutzten die Gäste ihre Chancen: Martin Nisser verkürzte in der 74. Minute, Thomas Spannlang stellte in der 88. Minute auf 3:2, und in der Nachspielzeit glich Agron Daka in der 91. Minute zum 3:3 aus. Die zuvor klare Statik des Spiels wurde damit auf den Kopf gestellt – ein bitterer Umschwung aus Bruckmühler Sicht, der Übleis’ Schilderung vom verlorenen Zugriff nach Ausschluss und Regenpause bestätigte.
Trotz des späten Rückschlags dominierte in den Aussagen des Sektionsleiters die Anerkennung für die eigene Angriffsreihe. „Gerade bis zum Ausschluss war es eines der besten Spiele unserer Offensivabteilung“, betonte er und beschrieb die Basis mit Blick auf Präsenz und Zweikampfführung: „Wir waren in den meisten Situationen körperlich und im Kopf aktiver und dadurch bis zum Ausschluss klar stärker im Spiel.“ Mit Blick auf die kommenden Aufgaben blieb Übleis kämpferisch: „Wir sind überzeugt, dass wir ohne den harten Ausschluss dieses Spiel klar gewonnen hätten. Durch dieses unglückliche Unentschieden stecken wir den Kopf nicht in den Sand. Wir werden weiterarbeiten und alles daran setzen, dass wir im vorderen Tabellendrittel bleiben .“ In der Tabelle hält Bruckmühl aktuell ebenso wie Dorf an der Pram bei 30 Punkten – ein Kontext, der den formulierten Anspruch untermauert. Gleichzeitig war dem Sektionsleiter wichtig, Verantwortung zu übernehmen: „Am Ende sind wir selber für dieses Unentschieden verantwortlich.“ Seine Worte fassen die Stimmung zusammen: Stolz auf eine starke Leistung über weite Strecken, Ärger über die entscheidenden Einschnitte – und der feste Vorsatz, den eingeschlagenen Weg unbeirrt fortzusetzen.