Im regenreichen Duell der 24. Runde der 1. Klasse Mitte trennten sich der ATSV VLAD St. Martin/Traun und die Union BS-PrintStore Pucking 1:1. Nach früher Gästeführung durch Adrien Gigl schlugen die Hausherren ganz spät zurück: Joker Albin Kelmendi versenkte in Minute 90+5 einen Freistoß aus rund 40 Metern über den zu weit herausgerückten Keeper. Trainer Gerhard Mittermayr sprach von einem verdienten Punkt und lobte die Moral seiner Mannschaft nach einer druckvollen zweiten Hälfte.

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Es war eine zähe Anreise ins Spiel – sogar im wahrsten Sinn. „Es hat wegen des irrsinnigen Regens erst eine Viertelstunde später begonnen“, erklärte Gerhard Mittermayr. Danach kam sein Team jedoch sofort ins Rollen. „Schon in Minute zwei hat Esadat Hasani eine Hundertprozentige, kurz danach Saikou Colley – beide gehen nicht rein.“ Der Start gehörte damit klar St. Martin/Traun, das aber die Belohnung liegen ließ. Pucking kämpfte sich nach und nach hinein, bekam „ein bissl mehr Spielanteile“ – und nutzte die erste große Gelegenheit eiskalt: In der 15. Minute traf Adrien Gigl zum 0:1, sein Weitschuss wurde unhaltbar abgefälscht. „Das war heute der markante Punkt“, ärgerte sich Mittermayr. Bis zur Pause blieb die Partie offen, doch die Gäste nahmen das knappe 0:1 mit in die Kabinen.
Zur Halbzeit zog Mittermayr die richtige Karte. „Ich habe umgestellt und Albin Kelmendi gebracht. Der hat uns neuen Schwung gegeben und die Nummer acht bei Pucking gut im Griff gehabt.“ Was folgte, war über weite Strecken Einbahnfußball. „In der zweiten Halbzeit haben eigentlich nur wir gespielt“, sagte der Coach – um gleich den wunden Punkt zu benennen: „Wir lassen zu viele Möglichkeiten aus und bringen zu wenig aufs Tor.“ Aus aussichtsreichen Zonen fehlte der schnelle Abschluss, mehrmals wurde der Schuss nicht gesucht. Für Mittermayr war sein Team trotzdem näher am Sieg: „Wir haben gedrückt, wir waren näher dran. Leider hat uns die Konsequenz im Abschluss gefehlt.“ Pucking verteidigte das knappe Plus beherzt, lebte von Entlastungsaktionen – St. Martin blieb jedoch am Drücker.
Als vieles schon auf eine bittere 0:1-Heimniederlage hindeutete, folgte der große Moment des Jokers. „Wir hatten am Ende das Glück auf unserer Seite: In der 95. Minute macht Albin Kelmendi den Ausgleich – für mich das Tor des Jahres“, strahlte Mittermayr. Der Mittelfeldmann hob einen Freistoß aus etwa 40 Metern über den herausgerückten Goalie und stellte auf 1:1. „Der Tormann steht ein bisschen zu weit draußen, und Albin hebt ihn drüber.“ Danach blieb es beim Remis, mit dem beide Seiten leben konnten. „Unterm Strich ist das X okay. Ich glaube, beide können zufrieden sein.“ Lob gab es auch für das Gespann: „Ordentliche Leistung, keine Benachteiligung für beide Teams.“ Und der Blick nach vorne fällt positiv aus. „Ich bin stolz auf unsere Defensive – wir haben die wenigsten Gegentore der Liga mit 28 – und auf Platz vier mit 42 Punkten. Jetzt sind noch zwei Spiele, unter anderem gegen den Tabellenführer. Unser Ziel ist, beide sehr positiv zu bestreiten, hundert Prozent Einsatz zu zeigen und die Saison zufrieden zu beenden.“