Ein Abend der klaren Planhaltung in Oberösterreich: Auswärts bei SU Intersport Pötscher Schenkenfelden setzte SPG Pregarten 1b in der 1. Klasse Nord-Ost auf tiefes Verteidigen und gnadenloses Umschalten – und hielt trotz massiver Personalsorgen Kurs. Trainer Marco Roser sprach von fünf fehlenden Stammkräften und davon, selbst noch eingewechselt worden zu sein; die Stimmung nach dem 7:2-Auswärtssieg fiel entsprechend gelöst aus, ohne Disziplin und Teamspirit zu verklären.

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Die Vorgabe lautete: tief stehen und im Umschalten zustechen – und sie griff sofort. Das 1:0 erzielte Manuel Hinterdorfer in der 3. Minute, kurz darauf stellte Moritz Grabner in der 5. Minute auf 2:0. Bis zur Pause blieb es bei diesem Zwischenstand. Roser ordnete die Leistung in einer Ausnahmesituation ein: Die Mannschaft habe den klaren Plan perfekt umgesetzt, sehr tief gestanden und auf Konter gelauert – auch, weil fünf Stammspieler fehlten und er als Trainer letztlich selbst ranmusste. Nach dem frühen Doppelschlag hatte Schenkenfelden zwei bis drei richtig gute Chancen, die seine junge Elf entschlossen wegverteidigte; aus dieser Stabilität und Kaltschnäuzigkeit habe sich das Resultat entwickelt.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Grabner in der 58. Minute auf 3:0. In der 66. Minute sah Felix Seyer nach einem Laufduell Rot – eine Entscheidung, die Roser anders beurteilte: Aus seiner Sicht war es kein Foul, zudem sei Seyer nicht letzter Mann gewesen. Schenkenfelden verkürzte in der 72. Minute durch Luvumbu Vemba auf 3:1, doch Dominik Mayrwöger stellte nur vier Minuten später den Drei-Tore-Abstand wieder her (4:1/76.). Mit weiter hoher Effizienz setzte Pregarten 1b die nächsten Nadelstiche: Grabner traf in der 78. und 87. Minute zum 5:1 und 6:1, ehe Simon Kreuzer in der 91. Minute für die Hausherren auf 6:2 stellte. In der 94. Minute machte Mayrwöger mit seinem zweiten Treffer des Abends den 7:2-Endstand perfekt – der Offensivabend um Grabners Viererpack war damit besiegelt.
Standards spielten aus Sicht der Gäste keine Rolle; die Wucht entstand aus Plan, Disziplin und Konsequenz. Zur Atmosphäre schätzte Roser 150 bis 200 Zuschauer am Platz. Auf individuelle Ehrungen verzichtete er bewusst: Es sei eine kollektive Mannschaftsleistung gewesen. Der Coach betonte den eingeschlagenen Kurs und blickte offensiv nach vorn: „Wir werden diese vorderen Mannschaften, die was jetzt auf uns zukommen, ärgern können. Definitiv.“